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HAZ "Mal raus" - Zeitreisen und Zirkus

Liebe Leserinnen, liebe Leser, herzlich willkommen bei der neuen Ausgabe unseres Freizeit-Newsletters
HAZ "Mal raus"HAZ "Mal raus"
HAZ "Mal raus"
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
herzlich willkommen bei der neuen Ausgabe unseres Freizeit-Newsletters “Mal raus”. Schön, dass Sie dabei sind!
Um Ihnen ein paar inspirierende Ideen für die Freizeitgestaltung zu bieten, haben wir diesmal unter anderem solche Tipps zusammengestellt, bei denen Sie ein Stück Vergangenheit in die Gegenwart holen können: Im Freilichtmuseum Kiekeberg etwa können (nicht nur) Kinder mit allen Sinnen erleben, wie Menschen früherer Jahrhunderte lebten. Manchen wird erstaunen, dass auch Fünfzigerjahre-Tankstellen und das gute alte Videospiel “Pacman” mittlerweile museumsreif geworden sind.
Geschichtsträchtig ist auch die Marienburg, die Besucher in diesem Jahr so ganz anders erleben können als noch in der vorherigen Saison.
Unser Kollege Bernd Haase hat für Sie eine rund 29 Kilometer lange Radtour ausgekundschaftet, die von Hannover ins schöne Burgdorf führt. Dabei geht es durch ganz viel Grün – von der Eilenriede über das Misburger Holz bis hin zum Sonnensee.
Durch die Corona-Krise gehörten viele Unternehmungen erst mal der Vergangenheit an – und sind jetzt wieder möglich: Am Wochenende können Sie nicht nur einen echten Blockbuster im Kino sehen, sondern auch in den Zirkus gehen. Wenn Ihnen jedoch mehr nach frischer Luft ist, empfehlen wir Ihnen das nachhaltige Festival DesignWerke.
Wir möchten Ihnen in diesem Sommer ganz besonders das (Neu)-Entdecken der heimischen Umgebung schmackhaft machen – mit Touren, die Spaß machen. Wenn Sie Ihrerseits Tipps haben, oder wenn Sie Lob oder Kritik loswerden möchten – schreiben Sie uns an freizeit@haz.de.
Wir wünschen Ihnen noch schöne sommerliche Tage!
Ihre
Alina Stillahn und Simon Benne
HAZ-Freizeit-Team

Der große Ausflug

Ländliches Idyll: Ein Besuch im Freilichtmuseum ist wie eine Zeitreise. (Foto: Carolin George
Ländliches Idyll: Ein Besuch im Freilichtmuseum ist wie eine Zeitreise. (Foto: Carolin George
Eine Zeitreise in die Vergangenheit
Geschichte zum Anfassen bietet das Freilichtmuseum am Kiekeberg im Kreis Harburg südlich von Hamburg. Genau genommen führt ein Rundgang über das weitläufige Areal gleich in mehrere historische Epochen Norddeutschlands. Herzstück des Museums sind dabei jeweils die Gebäude, in deren Architektur sich das einstige Leben der Menschen zwischen Marsch und Heide spiegelt.
Kinder können hier nach Herzenslust Scheunen, Speicher und reetgedeckte Hallenhäuser erkunden. Ein Heidedorf ist praktisch komplett nachgebaut. Im Agrarium wird die Entwicklung von Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion unter anderem anhand von alten Erntegeräten illustriert, welche die Herzen von Technikfans höher schlagen lassen.
Landleben: Pommersche Gänse im Freilichtmuseum Kiekeberg. (Foto: Carolin George)
Landleben: Pommersche Gänse im Freilichtmuseum Kiekeberg. (Foto: Carolin George)
Zwischen den historischen Gebäuden tummeln sich Pommersche Gänse, Hausziegen und Ferkel der Rasse Bentheimer Landschwein, die vom Aussterben bedroht ist. In historischen Gebäuden führen ehrenamtliche Darsteller zeitweise vor, wie das Leben in früheren Zeiten dort ablief. Manches an dieser Zeitreise ganz eigener Art erinnert an Meyers Hof im Zoo Hannover – nur dass das Freilichtmuseum am Kiekeberg noch weitläufiger ist.
Wandeln auf einer typischen Straße der Nachkriegszeit
Einen ganz eigenen Reiz hat das Projekt „Königsberger Straße“, das auf einem Teil des Geländes derzeit entsteht. Hier wird für 6 Millionen Euro eine typische Straße der Nachkriegszeit nachgebaut. Eine Tankstelle, Baujahr 1954, wurde bereits aus Stade hierher versetzt, dazu kommen Gemischtwarenladen, VW Käfer und klassische Einfamilienhäuschen.
Bei Regenwetter lockt die Ausstellung „Spielwelten“ mit historischem Spielzeug – wozu mittlerweile auch schon Barbies, Matchbox-Autos und das frühe Videospiel “Pacman” zählen. Am Wochenende vom 29. und 30. August gibt es im Freilichtmuseum außerdem einen spätsommerlichen Pflanzenmarkt für Nutz- und Ziergärten (dabei gilt Maskenpflicht).
Idyllisch: In diesem Haus leben die Ferkel der Bentheimer Schweine. (Foto: Carolin George)
Idyllisch: In diesem Haus leben die Ferkel der Bentheimer Schweine. (Foto: Carolin George)
Wie kommt man dahin?
Mit dem Auto fährt man von Hannover aus rund zwei Stunden – über die A7 nach Norden bis zur Abfahrt Hamburg-Marmstorf. Fürs Navi: Freilichtmuseum am Kiekeberg, Am Kiekeberg 1, 21224 Rosengarten-Ehestorf.
Mit dem ICE geht es bis Hamburg-Harburg, von dort mit der HVV-Buslinie 340 bis Kiekeberg.
Geöffnet hat das Museum dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 9 Euro, unter 18 Jahren ist er frei. Das Freilichtmuseum ist nicht durchgängig barrierefrei, Hunde müssen an der Leine geführt werden. Infos gibt es im Internet auf der Webseite des Freilichtmuseums und telefonisch unter (040) 7901760.
Das erwartet Sie im Freilichtmuseum Kiekeberg. (Video: Carolin George)
Das erwartet Sie im Freilichtmuseum Kiekeberg. (Video: Carolin George)
Was kann man noch unternehmen?
Praktisch nebenan ist der Hochseilgarten Kiekeberg, der Kletterstrecken für Kinder und Erwachsene bietet. Ab 15 Jahren zahlt man 18,50 Euro Eintritt, um telefonische Voranmeldung unter (040) 74325589 wird gebeten. 
Zwei Kilometer entfernt ist der Wildpark Schwarze Berge. Dort leben Tiere von Aspisviper und Barockesel bis zu Wölfen und Zwergohreulen. Es gibt auch Flugschauen und ein Streichelgehege. Geöffnet ist täglich, der Eintritt beträgt 11 Euro für Erwachsene und 9 Euro für Kinder. Infos unter (040) 81977470.
Lesetipp: Das bietet das Freilichtmuseum am Kiekeberg
Der kleine Ausflug

Besucher können jetzt die Marienburg neu entdecken. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
Besucher können jetzt die Marienburg neu entdecken. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
Ein Abstecher zur Marienburg
Unter den Ausflugszielen in der Region ist Schloss Marienburg natürlich ein Klassiker – doch jetzt ist dort einiges anders als in den Vorjahren. Das prächtige Welfenschloss in Pattensen, erbaut um 1860 von König Georg V. für seine Frau Marie, steht Besuchern neuerdings für Erkundungen auf eigene Faust offen. Die früher üblichen Gruppenführungen gibt es derzeit nicht. In den Schlossräumen sind Guides ansprechbar, außerdem gibt es dort neue Hörstationen, die über die Geschichte der Welfen und des königlichen Gemäuers unterrichten.
Der Eintritt für die Schlossbesichtigung beträgt für Erwachsene 12,50 Euro. Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, Hunde sind nur im Innenhof erlaubt. Besonders empfehlenswert ist der Turmaufstieg (Eintritt: 5 Euro). Wer die 160 Stufen bewältigt hat, wird mit einem spektakulären Blick über das Leinetal belohnt.
Wie kommt man hin?
Schloss Marienburg liegt am Marienberg 1 in Pattensen. Die Regio-Buslinie 300/310 fährt die Marienburg zweimal täglich, am Wochenende viermal täglich an.
Raus mit dem Rad

Die Tour nach Burgdorf ist rund 29 Kilometer lang. (HAZ-Grafik: ll | GoogleMaps)
Die Tour nach Burgdorf ist rund 29 Kilometer lang. (HAZ-Grafik: ll | GoogleMaps)
Nach Burgdorf durch die Wälder
Der Osten der Region Hannover ist waldreicher als der Westen. Wer das nicht glaubt, kann sich auf der Tour von Hannover nach Burgdorf davon überzeugen. Wenn man unterwegs den Wald nicht sieht, dann höchstens vor lauter Bäumen.
Auf der Waldchaussee in der Eilenriede haben Fahrradfahrer am Wochenende freie Fahrt. (Foto: Franson)
Auf der Waldchaussee in der Eilenriede haben Fahrradfahrer am Wochenende freie Fahrt. (Foto: Franson)
Von der roten Skulptur Hellebardier am Maschsee-Nordufer aus verläuft die erste Etappe noch durch die City Richtung Neues Haus und Zoo. Dann führt sie in der Eilenriede an der Waldchaussee entlang, die manche gerne für den Autoverkehr sperren lassen möchten. Radfahrer werden der Idee etwas abgewinnen.
Vom Misburger Holz zum größten FKK-Gelände Europas
Am Weidetor ist erst einmal Schluss mit Wald. Mehr oder minder unterhalb des Messeschnellweges geht es zum Mittellandkanal, wo sich Ausschau nach Schiffen halten lässt. Wer dazu keine Lust hat, fährt weiter und erreicht dann Wald Nummer zwei. Das Misburger Holz erstreckt sich ausladend am östlichen Rand Hannovers. Die Route durchquert es in voller Länge und passiert dabei auch das mit 640.000 Quadratmetern größte registrierte FKK-Gelände Europas mit dem Sonnensee als Herzstück. Er liegt blickgeschützt in der Mitte der Fläche, baden dürfen hier ohnehin nur Vereinsmitglieder und Campinggäste.

Burgdorf mit der Pankratiuskirche und dem Denkmal des Wahrsagers Wickenthies ist das Ziel der Tour. (Foto: Rainer Dröse)
Burgdorf mit der Pankratiuskirche und dem Denkmal des Wahrsagers Wickenthies ist das Ziel der Tour. (Foto: Rainer Dröse)
Das erste Dorf nach dem großen Wald ist Röddensen mit seinen vielen alten Höfen. Dann kommt der Nachbarort Steinwedel, der sich an der Burgdorfer Aue entlangzieht und den man als Radler auf einer Straße namens Paradiesweg verlässt. Das Aueflüsschen ist am Ende der Tour Wegbegleiter nach Burgdorf.
Auf dem Tacho stehen 29 Kilometer. Das lässt Zeit für einen Bummel in Burgdorf – über Marktstraße und Spittaplatz mit der klassizistischen Kirche St. Pankratius beispielsweise. Herausfinden lässt sich, warum eine Ecke der Altstadt Brandende heißt. Gastronomisch hat sie einiges zu bieten. Zurück nach Hannover geht es mit den S-Bahn-Linien 6 und 7.

Hier gibt es die detaillierte Karte zu unserer Route
Hannover entdecken

Der erste Blockbuster nach der Corona-Krise im Luxuskino
Was? Wann? Wo?

Das Festival DesignWerke beginnt am Sonnabend, 29. August. Foto: HAZ
Das Festival DesignWerke beginnt am Sonnabend, 29. August. Foto: HAZ
DesignWerke verbindet Nachhaltigkeit und Kunst
Am Wochenende, 29. und 30. August, geht das Festival DesignWerke auf dem Außengelände der Eilers Werke zum fünften Mal an den Start – auf einer großen Fläche und mit ausreichend Abstand, aber bewährt mit Ständen für Mode, Kunst und Produktdesign. Dazu gibt es Essen und Musik sowie einen Healing Space mit Open Yoga, Massagen, Walk-in-Tattoos und Hennadesign. Die Plattform für aufstrebende Künstler hat sich dabei der Nachhaltigkeit verschrieben. Am Sonnabend hat es von 12 bis 20 Uhr und am Sonntag, 30. August, von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 4 Euro, Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren haben freien Eintritt.
Der Vergangenheit auf der Spur: Eine Fahrradtour führt zu NS-Gedenkstätten. (Foto: Privat)
Der Vergangenheit auf der Spur: Eine Fahrradtour führt zu NS-Gedenkstätten. (Foto: Privat)
Eine Tour gegen das Vergessen
Der Verein „Gegen das Vergessen – NS Zwangsarbeit“ organisiert regelmäßig Fahrradtouren zu Stätten, an denen der NS-Zeit gedacht wird. Eine etwa zwölf Kilometer lange Strecke steht am Sonntag, 6. September, auf dem Programm: Teilnehmer treffen sich am Haupteingang des Zweiradcenters Stadler, Göttinger Straße 16. Unter anderem geht es bei der Fahrt um die Geschichte des Hanomag-Geländes, um den Bahnhof Fischerhof (Mahnmal für deportierte Juden, Sinti und Roma), um die sogenannte „Schmalz-Siedlung“ in Oberricklingen, ein Bauprojekt aus der NS-Zeit, sowie um das KZ Mühlenberg.
Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung bis Freitag, 28. August, unter (0511) 336301 oder per Mail unter info@ra-beitlich.de erforderlich.
“Rotlicht, Redakteure, Revolutionen” – mitten in Hannover
Am Freitag, 28. August, führt Stattreisen Hannover auf einen Spaziergang der ganz eigenen Art. Zusammen mit einer Stadtführerin und einer Darstellerin geht es auf eine Reise durchs Steintorviertel. Sie besuchen Stätten, an denen Pestkranke verbrannt und Revolutionen geplant wurden – und wo die freie Presse der Nachkriegszeit entstand. Die Tour beginnt um 22 Uhr am Steintorplatz, Eiscafé/Litfaßsäule. Sie kostet 15 Euro und kann auf der Homepage von Stattreisen gebucht werden.

Zum Ferienende in den Zirkus? Das geht jetzt wieder auf dem Döhrener Schützenplatz
Und schließlich

Malerisches Meer
Dieses Bild von einem wunderbaren Sonnenuntergang am Steinhuder Meer hat uns unsere Leserin Hannah Grummel aus der Wedemark zugeschickt. “Viele haben dies genossen und an dem angenehmen Abend die Zeit am Wasser verbracht”, beschreibt sie die Stimmung am See. Es habe sogar Livemusik gegeben. Zuschriften wie diese bekommen wir viele – wenn auch Sie uns Bilder zukommen lassen wollen, gerne auch in Verbindung mit einem Ausflugstipp, schicken Sie uns gerne eine E-Mail an freizeit@haz.de. Wir freuen uns!
Sie wollen mehr wissen? Gern!
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