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HAZ "Mal raus" - Weißes Gold und seltsame Bäume

Liebe Leserinnen und Leser, hier ist die neue Ausgabe unseres Freizeit-Newsletters "Mal raus", und wi
HAZ "Mal raus"HAZ "Mal raus"
HAZ "Mal raus"
Liebe Leserinnen und Leser,
hier ist die neue Ausgabe unseres Freizeit-Newsletters “Mal raus”, und wir hoffen, dass etwas für Sie dabei ist. Das könnte zum Beispiel ein Besuch in der Porzellanmanufaktur Fürstenberg an der Weser mit ihrem firmeneigenen Museum sein. Speziell an diesem Wochenende gibt es dort ein Programm mit dem Titel Herbstspaß, bei dem Besucher auch selbst kreativ werden können.
Ein kürzerer Ausflug hat die Süntelbuchen im Kurpark Bad Nenndorf zum Ziel, die eine einzigartige Wuchsform haben. Die Radtour führt dieses Mal rund um Hildesheim und bietet unterschiedliche Blickwinkel auf die Bischofsstadt. Wenn Sie Lust auf japanische Küche haben, dann ist vielleicht das Restaurant Shin Ramen am Thielenplatz in Hannover etwas für Sie. HAZ-Feinschmecker Hannes Finkbeiner war schon da - und hat die Bestnote gegeben.
Wir sind auch nach den Herbstferien für Sie da - künftig machen wir Ihnen mit unserem Newsletter “Mal raus” alle zwei Wochen Vorschläge für Ihre Freizeitgestaltung. Wie immer gilt: Tipps und Anregungen nehmen wir gerne unter freizeit@haz.de per Mail entgegen.
Bleiben Sie gesund und munter,
Bernd Haase
vom HAZ-Freizeit-Team

Der große Ausflug

Weißes Gold an der Weser
Hoch über der Weser liegt die Porzellanmanufaktur Fürstenberg. (Foto: Swen Pförtner/dpa)
Hoch über der Weser liegt die Porzellanmanufaktur Fürstenberg. (Foto: Swen Pförtner/dpa)
Das in seinen Ursprüngen aus dem späten Mittelalter stammende Jagdschloss Fürstenberg ist für sich schon ein lohnendes Ziel: Von der Terrasse bietet sich ein Blick weit ins Weser-Tal. Bekannt geworden ist es aber durch das sogenannte weiße Gold, also Porzellan. Der Braunschweiger Welfenherzog Carl I., der dafür ein Faible hatte, gründete 1747 eine Manufaktur. Sie gehört heute zu den ältesten und renommiertesten ihrer Art in Europa.
200 Jahre lang diente das Schloss selbst als Produktionsstätte. Dann wurde es Heimat des firmeneigenen Museums; die Werkstätten sind jetzt auf dem Schlossgelände untergebracht. Manufaktur trifft es übrigens in diesem Fall. Jedes Stück Porzellan geht durch etwa 20 Hände, bis es fertiggestellt ist.
Die Ausstellung zeigt Stücke aus allen Epochen der Porzellanmacher- und Malereikunst. (Foto: Claudia Warneke)
Die Ausstellung zeigt Stücke aus allen Epochen der Porzellanmacher- und Malereikunst. (Foto: Claudia Warneke)
In der Ausstellung im Schloss sind Kaffeegedecke und Vasen, filigrane Figuren und mächtige Tafelaufsätze zu bewundern - Klassiker ebenso wie luxuriöse Designobjekte heutiger Tage. Es gibt einen Werksverkauf und die Gelegenheit, im Bistro Carl eine Pause einzulegen. Wer mag, kann den Porzellanmachern bei der Arbeit zuschauen oder selbst kreativ werden.
Besonders gut geht das am kommenden Sonntag, 25. Oktober, von 10 bis 17 Uhr beim “Herbstspaß” im Museum Schloss Fürstenberg. Das Sonderprogramm umfasst unter anderem kostenlose Führungen, verschiedene Mal- und Modellierworkshops und die sogenannte Expertisenstunde, bei der Besucher Alter und Herkunft mitgebrachter Porzellanobjekte aus eigenem Besitz ermitteln lassen können. Allerdings: Da die Plätze limitiert sind, wird um eine Anmeldung per Mail an museum@fuerstenberg-schloss.com oder telefonisch unter (05271) 96 67 78 10 gebeten. Nähere Informationen finden Sie hier.

Auch Kinder können bei Workshops kreativ werden. (Foto: Claudia Warneke)
Auch Kinder können bei Workshops kreativ werden. (Foto: Claudia Warneke)
Was man wissen muss
Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, die Besucherwerkstatt von 10.30 bis 16.30 Uhr. Der Eintritt für Erwachsene kostet 8,50 Euro pro Person, es gibt aber auch Kinder-, Familien- und Gruppentickets. Das Museum liegt an der Meinbrexener Straße 2 in Fürstenberg/Weser. Von Hannover aus ist es mit dem Auto über die Bundesstraßen 3, 240 und 64 zu erreichen. Die Route führt über Elze, Eschershausen, Holzminden und Höxter, das sind knapp 100 Kilometer. Einen Bahnanschluss hat Fürstenberg nicht.
Und sonst noch
Die Stadt Höxter, vom Weserradweg aus betrachtet. (Foto: Moritz Frankenberg)
Die Stadt Höxter, vom Weserradweg aus betrachtet. (Foto: Moritz Frankenberg)
Nur knapp acht Kilometer sind es von Fürstenberg nach Höxter, mit einer urkundlichen Erwähnung im Jahr 823 eine der ältesten Städte in Norddeutschland. Die Altstadt mit der Kilianikirche als Wahrzeichen ist geprägt von reich verzierten Bürgerhäusern und und Adelshöfen. Ein Rundgang dauert etwa eine Stunde - es sei denn, man legt eine Pause in einem der Restaurants oder Straßencafés ein. Zu Höxter gehört auch das weltweit bekannte Schloss und Kloster Corvey, das zum Weltkulturerbe der Unesco zählt. Das ist dann aber einen eigenen Tagesausflug wert…
Der kleine Ausflug

Herbstgefühle und krumme Hölzer
Zu jeder Jahreszeit ein Highlight: Die Süntelbuchen-Allee ist auch unter dem Namen "Hexenholz" bekannt. (Foto: Andrea Göttling)
Zu jeder Jahreszeit ein Highlight: Die Süntelbuchen-Allee ist auch unter dem Namen "Hexenholz" bekannt. (Foto: Andrea Göttling)
Im Kurpark von Bad Nenndorf befinden sich die wohl skurrilsten Bäume im Umkreis von Hannover: Die rund 500 Meter lange Süntelbuchen-Allee wurde vor fast 100 Jahren angepflanzt – und seitdem wachsen die Rotbuchen im Zickzack. Grund für die Wuchsform ist ein Gendefekt der Bäume.
Führungen möglich
Die Süntelbuchen-Allee ist innerhalb der Parkanlage ausgeschildert. Der Zugang zum Kurpark ist frei und ganzjährig geöffnet. Die Kur- und Tourismusgesellschaft Bad Nenndorf bietet auch botanische Parkführungen für Gruppen und Einzelgäste an.
Vom Hauptbahnhof Hannover fahren stündlich S-Bahnen nach Bad Nenndorf, der Kurpark liegt in Laufweite zum Bahnhof. Mit dem Auto erreicht man den Kurpark von Hannover aus in etwa einer Stunde.
Raus mit dem Rad

Einmal rund um Hildesheim
Durchaus forderndes Profil: Auf der Route rund um Hildesheim geht es auf 45 Kilometern häufig auf und ab. (HAZ-Grafik: Llorens | GoogleMaps)
Durchaus forderndes Profil: Auf der Route rund um Hildesheim geht es auf 45 Kilometern häufig auf und ab. (HAZ-Grafik: Llorens | GoogleMaps)
Die Bischofsstadt Hildesheim liegt “im Potte”, wie man dort sagt - also in einer Kessellage. Auf dem Radweg HI-Ring kann man sich das aus allen Himmelsrichtungen ansehen, er führt einmal rund um die Stadt. Konzipiert hat ihn der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) - und er hat auch einen Tipp parat. Man soll im Uhrzeigersinn fahren, dann sind die Steigungen etwas kürzer (aber manchmal giftig) und die Abfahrten länger. Generell gilt: Die 45 Kilometer lange Strecke hat ein für Gelegenheitsradler durchaus forderndes Profil. Es geht häufig auf und ab.
Das etwas krakelige Quadrat auf gelbem Grund ist das Symbol des HI-Rings. (Foto: Bernd Haase)
Das etwas krakelige Quadrat auf gelbem Grund ist das Symbol des HI-Rings. (Foto: Bernd Haase)
Da es sich um einen Rundkurs handelt, kann man den Einstiegsort selbst wählen. Wir entscheiden uns für Emmerke, weil man dort von Hannover aus mit der S-Bahn hinkommt. Vom Bahnhof aus gelangt man über Bahnhofstraße und Schleifmühlenweg auf den Ring. Das erste Etappenziel ist Giesen und nicht zu verfehlen. Die Kalihalde weist den Weg. Damit ist der nördlichste Punkt der Tour schon erreicht. In Hasede quert die Route den Fluss Innerste und dann auf dem Weg nach Asel erst den Kanal, dann die Autobahn und schließlich die Bahnstrecke. Hinter Asel geht es endgültig Richtung Süden.
Achtum ist nicht der einzige Ort auf dem Ring, der auf -um endet. (Foto: Bernd Haase)
Achtum ist nicht der einzige Ort auf dem Ring, der auf -um endet. (Foto: Bernd Haase)
In Bavenstedt kann man ein Gewerbegebiet erkunden und danach dann eine ganze Reihe von Orten, die auf -um enden: Einum, Achtum und später noch Itzum und Ochtersum. Zwischen Achtum und Itzum allerdings liegt einer der Anstiege hoch zum Wald, auf dem man auch ruhig mal schieben darf. Dafür gibt es oben am Waldsaum einen Weitblick auf Hildesheim und später auf der Abfahrt Richtung Marienburg gleich noch einen mit anderem Blickwinkel.
Lohnt eine Stippvisite: Die Domäne Marienburg. (Foto: Bernd Haase)
Lohnt eine Stippvisite: Die Domäne Marienburg. (Foto: Bernd Haase)
An der Domäne Marienburg ist die Innerste wieder erreicht. Die Domäne selbst mit ihrem Hofcafé lohnt eine Stippvisite. Die einstige mittelalterliche Trutzburg ist heute Außenstelle der Universität Hildesheim. Die Innerste weist den Weg Richtung Ochtersum, von wo aus es zum schön gelegenen Kloster Marienrode geht. Es folgt die nächste steigende Passage durch den Hildesheimer Wald. Für den Anstieg wird man dann mit einer flotten Abfahrt nach Sorsum belohnt. Jetzt ist es fast geschafft: Mit Blick auf den herbstlich bunten Wald schließt sich der Ring - auf Sorsum folgt Emmerke.
Immer wieder: Eine der vielen Perspektiven auf die Stadt Hildesheim. (Foto: Bernd Haase)
Immer wieder: Eine der vielen Perspektiven auf die Stadt Hildesheim. (Foto: Bernd Haase)
Die beschriebene Tour ist 45 Kilometer lang, gut ausgeschildert und, wir sagten es ja schon, eine Strecke mit Höhen und Tiefen auf gut ausgebauten Straßen und Wegen. Man muss aber kein Leistungssportler sein. Außerdem kann man, wenn man mit der Bahn angereist ist, jederzeit abkürzen und einfach “in den Potte” nach Hildesheim fahren. Nach Emmerke fährt von Hannover aus die S-Bahn-Linie 4. Für die Anreise mit dem Auto eignet sich auch Hasede, zu erreichen über die Bundesstraße 6.
Hier finden Sie die Radroute rund um Hildesheim im Detail
Hannover entdecken

Zehn Punkte vom HAZ-Feinschmecker: Shin Ramen überzeugt mit authentischer japanischer Küche
Wohin am Wochenende?

Laternen im Großen Garten

Festlich beleuchtet: Besucher können von Freitag bis Sonntag auch ihre eigenen Laternen mit den Großen Garten nehmen. (Foto: Rainer Jensen, dpa)
Festlich beleuchtet: Besucher können von Freitag bis Sonntag auch ihre eigenen Laternen mit den Großen Garten nehmen. (Foto: Rainer Jensen, dpa)
In der frühen Dunkelheit der windigen Herbsttage lohnt sich der Besuch des Großen Gartens (Alte Herrenhäuser Straße 1) in Herrenhausen, denn dann werden die Fontänen und Wasserspiele wieder festlich beleuchtet. Am Freitag und Sonnabend von 18.30 bis 19.30 Uhr und am Sonntag von 17.30 bis 18.30 Uhr funkelt dort noch mehr: Zu der Illumination gibt es Laternenmusik und Herbstlieder. Besucher können auch ihre eigenen Laternen mitbringen und durch den Garten spazieren. Erwachsene zahlen 4, ermäßigt 3 Euro Eintritt. Kinder unter zwölf Jahren haben freien Eintritt. 
Endspurt bei der Infa

Auch Weihnachtliches ist bei der Infa im Angebot. (Foto: Nancy Heusel)
Auch Weihnachtliches ist bei der Infa im Angebot. (Foto: Nancy Heusel)
Ein Zeichen für die ganze Branche? Die Einkaufsmesse Infa läuft noch bis Sonntag, 25. Oktober, auf dem Messegelände in Hannover. Allerdings nach strengen Corona-Regeln und mit umfangreichem Sicherheitskonzept. 
Die Messe hält dabei an der gewohnten Gliederung in sogenannte Themenwelten wie „Wohnen & Ambiente“, „Beauty & Style“ und der Wellnessschau „Infa Balance“ fest, auch eine Weihnachtsausstellung gibt es wieder. An diesem Wochenende kommt die Sonderausstellung „Infa kreativ“ für Do-it-yourself-Fans dazu. 
Alle Termine und weitere Infos gibt es unter meine-infa.de. Tickets gibt es nur online, es gibt keine Tageskassen. Tickets kosten zwischen 6 und 12 Euro, Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt, brauchen aber trotzdem ein Ticket.
Auf zum Herbstvernügen

Das Oktoberfest heißt in diesem Jahr Herbstvergnügen. (Foto: Michael Wallmüller)
Das Oktoberfest heißt in diesem Jahr Herbstvergnügen. (Foto: Michael Wallmüller)
Die Karussells drehen sich auf dem Schützenplatz in Hannover – das Herbstvergnügen ist das erste Volksfest in Hannover seit Beginn der Pandemie – und es geht an diesem Wochenende weiter. Vom Einlass über den Alkoholausschank gibt es für Besucher einige Regeln zu beachten.
"Bang Bang" im GOP

Die Show "Bang Bang" bietet auch Glamour. (Foto: Frank Wilde)
Die Show "Bang Bang" bietet auch Glamour. (Foto: Frank Wilde)
Noch bis zum Sonntag, 25. Oktober, läuft die kanadische Show „Bang Bang“ im GOP Varieté, Georgstraße 36. Luft- und Cyr-Artistin Anna Ward erfüllt sich mit „Bang Bang“ den Traum, ihre liebsten Kollegen für einen artistischen Urknall auf die Bühne zu holen. Die Vorstellung läuft am Sonnabend um 18 und um 21 Uhr, am Sonntag um 14 und um 17 Uhr. Die Karten kosten zwischen 35 und 49 Euro und sind online erhältlich.
Israelisches Frühstück im Hafven
Junge Fotokunst aus aller Welt
Und schließlich

... ist bald Halloween
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