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HAZ "Mal raus" - Viel Natur und Lichterglanz in Herrenhausen

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HAZ "Mal raus"HAZ "Mal raus"
HAZ "Mal raus"
Liebe Leserinnen und Leser,
der Mai ist gekommen und damit eine neue Ausgabe unseres Newsletters. Wir haben dieses Mal so einige Vorschläge, die mit Ausflügen in die Natur verbunden sind.
Im Solling zum Beispiel legen wir Ihnen den Wildpark Neuhaus mit seinen vielen heimischen Tieren ans Herz. Wenn es nicht ganz so weit weg von Hannover gehen soll, könnten Sie einen Trip zum Steinhuder Meer mit einem Besuch der neugestalteten Ausstellung im Naturparkhaus im Steinhuder Scheunenviertel verbinden. HAZ-Redakteur Ralf Heußinger hat eine Wanderung im Extertal unternommen. In Hannover stehen die beliebten Pflanzentage an. Und wenn Sie im Großen Garten in Herrenhausen wandeln, sind Sie ja irgendwie auch in der Natur. Seit Beginn des Monats wird er wieder an Wochenendabenden festlich illuminiert.
Eine einzelne Ausgabe des Newsletters bietet immer nur eine kleine Auswahl an Tipps und Terminen. Wenn Sie weitere Anregungen zu Ausflügen, Besichtigungen, Radtouren, Wanderungen und vielem mehr haben wollen, stöbern Sie gerne in den bisherigen mehr als 50 Exemplaren. Sie finden Sie unter freizeit-newsletter.haz.de im Internet.
Viel Vergnügen im Wonnemonat wünscht Ihnen
Bernd Haase

Der große Ausflug

Wo die wilden Tiere hausen
Hirsche, Luchse, Wildkatzen, Wölfe – all diese Tiere sind in Niedersachsen heimisch. In freier Wildbahn bekommt man sie allerdings kaum zu Gesicht. Im Solling dagegen können Besucher sie aus der Nähe beobachten. Mehr als 30 Tierarten leben in dem von den niedersächsischen Landesforsten betriebenen Wildpark Neuhaus.
Das Besucherzentrum passt in seiner Architektur gut zur Umgebung. (Foto: Niedersächsische Landesforsten)
Das Besucherzentrum passt in seiner Architektur gut zur Umgebung. (Foto: Niedersächsische Landesforsten)
Mit 2 Millionen Euro haben das Land Niedersachsen und die Europäische Union das Besucherzentrum des Parks finanziert. Für den 2013 eröffneten Öko-Bau wurden 130 Kubikmeter heimisches Holz verarbeitet. Besonderer Clou: Im Inneren steht eine mächtige Eiche, auf der die gesamte Dachkonstruktion ruht. Besucher können sich in einer Ausstellung über die Waldökologie und Forstwirtschaft im Solling informieren.
Auch mächtige Rothirsche zeigen sich im Wildpark. (Foto: Niedersächsische Landesforsten)
Auch mächtige Rothirsche zeigen sich im Wildpark. (Foto: Niedersächsische Landesforsten)
Der 50 Hektar große Wildpark ist ein Abbild des Solling auf kleiner Fläche. Auf dem 2,5 Kilometer langen Rundweg bekommen die Besucher all die typischen Merkmale zu sehen, die diese Landschaft auszeichnen: Mischwald, alte Bäume, Bergwiesen, Trockenmauern aus rotem Sandstein.
Hauptattraktion aber sind die Tiere. Einige bewohnen Schaugehege, sodass man sie gut aus der Nähe beobachten kann – zum Beispiel einen Uhu, der seinen Kopf herumdreht. Andere Tierarten sind in weiträumigen Anlagen untergebracht, die so großzügig gestaltet sind, dass die Tiere sich nahezu natürlich verhalten. Von mehreren Aussichtsplattformen aus können die Besucher etwa beobachten, wie Wölfe und Luchse ihr jeweiliges Revier durchstreifen oder wie Hirsche, Rehe und Mufflons äsen.
Falknerin Julia Ewald ist mit Seeadler Hapke in der Greifvogel-Schau zu sehen. (Foto: Niedersächsische Landesforsten)
Falknerin Julia Ewald ist mit Seeadler Hapke in der Greifvogel-Schau zu sehen. (Foto: Niedersächsische Landesforsten)
Mittlerweile ist die Falknerei in die neue Saison gestartet. Besucher können sich auf ein weiteres Highlight freuen, wenn Falknerin Julia Ewald ihre Greifvögel und Eulen im Freiflug vorstellt. Kleine Eulen zeigen ihre Anmut im lautlosen Flug, während der Uhu seine mächtige Größe demonstriert, wenn er mit weiten Schwingen über die Köpfe des Publikums streicht. Und der schnelle Jagdflug der Falken begeistert große wie kleine Besucher.
Bis Ende Oktober wird in zwei Flugvorführungen täglich von Dienstag bis Sonntag um 11.30 Uhr und 15 Uhr viel Wissenswertes zur Falknerei und zum Greifvogelschutz vermittelt. Außerhalb dieser Zeiten können Besucher einen Teil der Vögel in Volieren bewundern. Wer nach den Erlebnissen im Wildpark Appetit bekommen hat, kann sich von Mittwoch bis Sonntag im Café-Bistro Rotwild mit herzhaften oder süßen Leckereien stärken.
Wie kommt man hin und was kostet das?
Mit dem Auto geht es von Hannover aus über die Bundestraßen 3 bis Eime, 64 bis Holzminden, 240 bis Eschershausen und 490 nach Neuhaus im Hochsolling. Eine Anreise mit Bus und Bahn ist zwar über Kreiensen und Holzminden möglich. Sie dauert aber, verbunden mit Umstiegen, mehr als zwei Stunden für die einfache Fahrt und ist deshalb für einen Tagesausflug umständlich. Geöffnet ist von Mai bis Oktober täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet; in den Wintermonaten von 9 bis 17 Uhr. Der Eintritt ins Wildparkhaus ist frei. Für den Wildpark selbst bezahlen Erwachsene 6,50 Euro, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren 4 Euro. Wichtig zu wissen: Hunde sind im Wildpark nicht erlaubt.
Was gibt es noch?
Eine Wanderung zu den Weiden und Bergwiesen rund um Neuhaus lohnt sich unter anderem wegen des Weitblicks. (Foto: Solling-Vogler-Region)
Eine Wanderung zu den Weiden und Bergwiesen rund um Neuhaus lohnt sich unter anderem wegen des Weitblicks. (Foto: Solling-Vogler-Region)
In Neuhaus befindet sich das bekannte historische Jagdschloss der hannoverschen Könige, das aber nur von außen zu besichtigen ist. Interessant ist Neuhaus als Ausgangspunkt für Wanderungen im Solling - kleine oder größere, die sich gut mit einem Tagesausflug in den Wildpark kombinieren lassen. Eine Karte mit Vorschlägen finden Sie hier.
Der kleine Ausflug

Neue Ausstellung im Naturpark-Infozentrum Steinhude
Naturpark-Geschäftsführerin Doreen Juffa zeigt die Karte zum Vogelzug. (Foto: Sven Sokoll)
Naturpark-Geschäftsführerin Doreen Juffa zeigt die Karte zum Vogelzug. (Foto: Sven Sokoll)
Runderneuerte Infotafeln, moderne Optik: Das Naturpark-Infozentrum im historischen Scheunenviertel in Steinhude hat seine Ausstellung aktualisiert. Ein Themenbereich widmet sich den Meerbruchswiesen im Westen des Steinhuder Meeres und seiner Bedeutung als Vogelrast- und -brutgebiet. Außerdem wird erläutert, wie Tierarten wie etwa Nerz, Laubfrosch und Moorente die Rückkehr in den Naturpark geschafft haben. Zweites Thema der Ausstellung ist der Wald verbunden mit der Frage, wie das Ökosystem mit dem Klimawandel fertig wird. Damit alles besser erlebbar ist, gibt es Hör-, Tast- und Schnupperstationen. Wer einen Besuch im Ausflugsort Steinhude mit einem Abstecher ins Infozentrum verbinden will, findet es im Scheunenviertel unter der Anschrift Am Graben 4. Geöffnet ist bei freiem Eintritt täglich von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr.
Die Wanderung

Die Exter - ein kleiner Fluss im Kreis Lippe. (Foto: Ralf Heußinger)
Die Exter - ein kleiner Fluss im Kreis Lippe. (Foto: Ralf Heußinger)
Durch die Natur im Extertal

Rund 26 Kilometer fließt das kleine Flüsschen Exter durch den Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen und das Schaumburger Land. Bevor sie bei Rinteln in der Weser mündet, gibt sie dem Extertal seinen Namen. Links und rechts des kleinen Flusses bieten sich Wanderrouten an, am bekanntesten dürfte der Patensteig sein – ein rund 6 Kilometer langer naturhistorischer Wanderpfad, der von einem Verein gepflegt wird und durch bezaubernde Waldstücke, über Flure und zu Nebenbächen der Exter führt.
Wer etwas mehr Strecke machen möchte, kann seinen Ausflug im Dorf Almena beginnen, das wenige hundert Meter westlich der Exter liegt, und den Patensteig in die weiter ausholende Wanderung integrieren.
Startpunkt ist das Dorfzentrum, das von Hannover aus über die A2 und ein paar Landstraßen in einer knappen Stunde zu erreichen ist.
Von der Hauptstraße biegen wir vor der Apotheke rechts ab und folgen zunächst der Wanderroute A3/Runde von Almena. Ein kurzer, aber steiler Weg führt durch einen Park den Rosenberg hinauf in eine höher gelegene Siedlung. Diese durchquert kommen wir zur Straße Almenaer Berg, die wir am Schnadtweg rechts verlassen und wenige Meter später endgültig nach links auf Feld und Flur abbiegen.
Der Rickbachfall - im Sommer führt der Bach wenig Wasser. (Foto: Ralf Heußinger)
Der Rickbachfall - im Sommer führt der Bach wenig Wasser. (Foto: Ralf Heußinger)
Der Blick geht schon mal auf die andere Seite des Extertals, auf der sich der Patensteig befindet. Der Forstweg führt zunächst in Richtung der idyllischen Buchenbestände, die in Teilen allerdings von massiven Sturmschäden gekennzeichnet sind. Der abwärts führende Weg macht einen Knick nach rechts und bringt uns direkt zur Exter, die dort munter durch das Grün plätschert.
Eine Brücke führt über den Fluss und zum weitläufigen Gut Rickbruch, das wir durchqueren und uns aufmachen zur landschaftlich reizvollsten Passage der Wanderung. Wir scheren ein auf den Patensteig, der leicht ansteigende Weg führt durch den Wald zum Rickbachfall.
Die vier Räuber - jetzt sind sie Steine. (Foto: Heußinger)
Die vier Räuber - jetzt sind sie Steine. (Foto: Heußinger)
Der Patensteig ist geprägt von bunten und kunstvollen Wegweisern sowie Schautafeln zu historischen Legenden. Sie berichten etwa von den vier verfluchten Räubern, die ein Wassergeist in einer Vollmondnacht im 17. Jahrhundert in Steine verwandelte. An den vier Findlingen vorbei geht es weiter entlang des Rickbachs bis der Pfad den Wald verlässt und uns auf die Felder bringt.
Wer mag folgt dann einfach der Ausschilderung zum Patensteig und wandert munter über die Fluren und durch die Waldstücke bis zum Wanderparkplatz am Siekbach. Die Durstigen wählen womöglich noch den Abstecher zum Campingplatz Buschhof (ausgeschildert), auf dem ein Bistro Kaffee und Erfrischungsgetränke serviert.
Vom Patensteig-Parkplatz (Straße Im Siek) führt der Weg über die L758 und entlang der Fütiger Straße zurück nach Almena.
Was muss ich wissen?

Die Tour ist inklusive Buschhof gut 11 Kilometer lang. Wanderschuhe und eine gewisse Trittsicherheit sind durchaus hilfreich.
Was gibt es noch?

Durch das Extertal führt auch eine für den normalen Zugverkehr stillgelegte Bahnlinie. Sie ist heute den Fahrraddraisinen vorbehalten. Auf den mit Muskelkraft betriebenen Schienenfahrzeugen geht es von Rinteln nach Alverdissen. Informationen gibt es unter draisinen.de.
Hannover entdecken

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Mal was anderes

Die moderne Schnitzeljagd
Daniel Pflieger, hier am Künstlerhaus, ist mit seinem Team von der Firma Geheimpunkt Experte für das Geocaching (Foto: Frank Wilde)
Daniel Pflieger, hier am Künstlerhaus, ist mit seinem Team von der Firma Geheimpunkt Experte für das Geocaching (Foto: Frank Wilde)
Hannover ist Welthauptstadt im Geocaching - sagt jedenfalls Daniel Pflieger, der mit seinem Team von der Firma Geheimpunkt viele Varianten der modernen Schnitzeljagd mit Hilfe von Smartphone und GPS-Signalen entwickelt hat. So existieren in der Landeshauptstadt unter anderem sechs sogenannte Geotouren, also zusammenhängende Stationen mit Geocaches, die gerne auch als touristische Wanderrouten genutzt werden. Am Ende jeder Tour warten sowohl digitale als auch haptische Belohnungen auf die Geocaching-Freunde. Das Ganze ist also auch eine Art Schatzsuche. Während der Corona-Pandemie hat das Frischluftvergnügen viele Fans hinzugewonnen. Alle Informationen rund um das Geocaching in Hannover finden Sie hier.
Wohin am Wochenende?

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Und schließlich...

Im Großen Garten erstrahlen auch die Brunnen in effektvollem Licht. (Foto: Christian Behrens)
Im Großen Garten erstrahlen auch die Brunnen in effektvollem Licht. (Foto: Christian Behrens)
… können Sie den Großen Garten in Herrenhausen wieder in besonderem Licht betrachten. Von Freitag, 6. Mai, an wird er an vielen Sommerabenden jeweils freitags, sonnabends und sonntags festlich illuminiert. Für Abendspaziergänge und Picknicks könnte das Ambiente kaum schöner sein. Dazu erklingt die Wassermusik von Georg Friedrich Händel in einer Aufnahme der hannoverschen Hofkapelle. Geöffnet ist jeweils von 20 Uhr an; die Illumination startet um 22 Uhr. Der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Kinder unter zwölf Jahren dürfen umsonst in den Garten.
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