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HAZ Mal raus - Urzeitriesen und blaue Beeren

Liebe Leserinnen und Leser, herzlich willkommen zur dritten Ausgabe von "Mal raus", unserem Freizeit-
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HAZ "Mal raus"
Liebe Leserinnen und Leser,
herzlich willkommen zur dritten Ausgabe von “Mal raus”, unserem Freizeit-Newsletter. Das Angebot reicht diesmal von einem Tagesausflug zu den Urzeitriesen in Münchehagen über einen Spaziergang an einem ungewöhnlichen Flüsschen bis hin zur Fotosafari im Berggarten.
Außerdem sind die Blaubeeren reif. Wenn Sie nicht nur welche kaufen, sondern selbst pflücken wollen: Wir haben eine Übersicht über die Plantagen in der Region zusammengestellt. Das ist eine Sache für die ganze Familie - Kinder werden es schätzen, dass man dort auch naschen darf.
Ans Herz legen möchte ich Ihnen das Programm Sport im Park in Hannover, das in diesem Jahr wegen der leidigen Corona-Pandemie beinahe ausgefallen wäre, nun aber doch in abgespeckter Form ermöglicht wurde. Es bietet vielfältige Sport- und Bewegungsmöglichkeiten. Schauen Sie mal rein.
Unsere Fahrradtour führt dieses Mal nach Hameln. Sie ist relativ lang, es geht teilweise bergauf und bergab, aber es gibt ja erstens E-Bikes und zweitens mehrere Möglichkeiten zum Abkürzen.
Wir erhalten mittlerweile auch Ausflugstipps von unseren Lesern, vielen Dank dafür. Es sind mehr, als wir auf die Schnelle verarbeiten können. Aber die Ferien dauern ja noch an, und es wird weitere Newsletter geben - immer am Mittwoch.
Falls auch Sie Tipps und Anregungen oder unterwegs in der Region ein tolles Foto gemacht haben, melden Sie sich gern per E-Mail an freizeit@haz.de bei uns.
Herzliche Grüße,
Bernd Haase
aus dem HAZ-Freizeit-Team

Der große Ausflug

Wo sich einst Dinos tummelten
Für Kinder gibt es vielfältige Spielmöglichkeiten. (Foto: Ney-Janßen)
Für Kinder gibt es vielfältige Spielmöglichkeiten. (Foto: Ney-Janßen)
Wo sich heute das Dörfchen Münchehagen im Landkreis Nienburg befindet, tummelten sich vor Urzeiten Dinosaurier. Deren schwere Tritte im sandigen Boden blieben über Jahrmillionen erhalten, sind heute ein Naturdenkmal – und haben Münchehagen den größten wissenschaftlichen Freizeit- und Themenpark Deutschlands beschert. Nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene kommen auf ihre Kosten.
Was gibt es zu sehen?
Obligatorisch beim Besuch im Dinopark ist ein Fußmarsch auf dem Rundwanderweg. 230 lebensgroße Modelle von Dinosauriern stehen rechts und links des 2,5 Kilometer langen Pfades.
Den Anfang macht ein Tunnel, in dessen schummrigem Licht erste Lebensformen unseres Planeten in Nischen verborgen sind. Dahinter geht es ins Helle und durch alle Erdzeitalter.
Der wohl bekannteste fleischfressende Saurier, der Tyrannosaurus Rex, fletscht furchterregend seine Zähne, während ein Seismosaurus so friedlich erscheint, dass Besucher gerne unter seinem Bauch entlanglaufen – trotz seiner erstaunlichen Länge von 45 Metern.
Ungefähr auf der Hälfte des Rundweges kommen Besucher in eine Ausstellungshalle. Auf Holzstegen gehend, können sie direkt auf das schauen, was zur Entstehung des Dinoparks führte: Die Trittsiegel, die von den Sauriern Münchehagens geblieben sind und die in den 1980er-Jahren entdeckt wurden.
Rast- und Dinospielplätze sind sowohl unterwegs als auch am Ende des Weges eingerichtet; zuvor geht es aber durch die Eiszeit. In einer weiteren Ausstellungshalle wird dieses Erdzeitalter seit März thematisiert. Was kam nach den Dinos? Dieser Frage geht die Ausstellung auf den Grund, zeigt Millionen Jahre alte Knochen wie auch nachgebildete Tiere der Eiszeit und lädt in die Kulisse einer Goldgräberstadt ein.
In der Mitmachhalle zeigen Präparatoren ihre Arbeit. (Foto: Ney-Janßen)
In der Mitmachhalle zeigen Präparatoren ihre Arbeit. (Foto: Ney-Janßen)
Wissenschaftlich und spielerisch endet der Rundgang: In einer offenen Mitmachhalle werden Kinder eingeladen, Dinos mit Beiteln aus Steinen herauszuklopfen, Dinos zu kneten, zu malen und noch mehr. Paläontologen lassen sich unterdessen in der Schaupräparation bei der Arbeit zusehen. Und auch Getränke, Currywurst und Dinoschnitzel werden angeboten.
Ein Besuch im Dinopark lässt sich mit einem Ausflug ans Steinhuder Meer verbinden. Sechs Kilometer sind es bis Winzlar, wo sich die Ökologische Schutzstation befindet und das Ausgangspunkt für Wanderungen in das Vogelschutz- und Rastgebiet Meerbruchswiesen ist. Im elf Kilometer entfernten Mardorf ist man direkt am Wasser.
Sicher ist sicher in diesen Zeiten. (Foto: Ney-Janßen)
Sicher ist sicher in diesen Zeiten. (Foto: Ney-Janßen)
Wie kommt man dahin?
Mit dem Auto aus Richtung Hannover über die Bundesstraße 441. Besuchern des Dinoparks Münchehagen stehen ausreichend Parkplätze direkt vor dem Park zur Verfügung. Mit Bus und Bahn ist der Dinopark ebenfalls erreichbar: Mit der Bahn zum Bahnhof Wunstorf und weiter mit der Buslinie 715 bis Wiedenbrügge. Dort fährt die Linie 716 bis zur Haltestelle „Eingang Saurierpark“ in Münchehagen. Geöffnet ist täglich von 9 bis 18 Uhr.
Eintrittskarten müssen nicht vorbestellt werden. Bei sehr großem Andrang kann es derzeit wie an allen touristischen Attraktionen zu Einschränkungen kommen.
Der kleine Ausflug

Ein ungewöhnliches Flüsschen
An der Fösse darf sich die Natur ausbreiten. (Foto: Nabu Hannover)
An der Fösse darf sich die Natur ausbreiten. (Foto: Nabu Hannover)
Kurzähren-Queller, Strand-Dreizack oder Salz-Schuppenmiere - diese Namen sagen nicht jedem etwas, schon gar nicht in Hannover. Es handelt sich um Pflanzen, die normalerweise an der Nordsee heimisch sind - und an der Fösse im Westen Hannovers. Weil das Flüsschen durch den jahrzehntelangen Kalibergbau hoch salzhaltig ist, hat sich dort eine für das Binnenland untypische Vegetation entwickelt.
Die Stadt und Naturschutzverbände haben im Verlauf von Badenstedt und Davenstedt ein Naherholungsgebiet angelegt. Es gibt Wander- und Spazierwege, Liegewiesen, Spielplätze und eine Wassertretstelle. Zu erreichen ist das Gebiet über die Woermannstraße oder die Lenther Chausse in Badenstedt. Auch die Regionsfahrradroute 3 führt, vom Nordufer des Maschsees kommend, an der Fösse entlang.
Raus mit dem Rad

Die gesamte Strecke ist rund 57 Kilometer lang. Einen Link zum detaillierten Verlauf finden Sie am Ende dieses Tipps. (HAZ-Grafik. bd | Google Maps)
Die gesamte Strecke ist rund 57 Kilometer lang. Einen Link zum detaillierten Verlauf finden Sie am Ende dieses Tipps. (HAZ-Grafik. bd | Google Maps)
Durch die Deisterpforte Richtung Hameln
Die Fahrradtour von Hannover durch die Deisterpforte in die Rattenfängerstadt Hameln ist mit 57 Kilometern von respektabler Länge – wenn man sie denn komplett fährt. Je nach Lust und Laune kann man sie unterwegs an mehreren Stellen verkürzen – an den S-Bahnhöfen in Bennigsen, Eldagsen/Völksen, Springe und Bad Münder. Je näher man dem Ziel kommt, desto mehr lohnt sich das Durchhalten – Hameln gehört schließlich zu den beliebten Ausflugszielen im Großraum Hannover.
In Hemmingen führt die Route durch das Alte Dorf mit der Kapelle. (Foto: Zimmer)
In Hemmingen führt die Route durch das Alte Dorf mit der Kapelle. (Foto: Zimmer)
Die Tour ist als Regionsroute 1 ausgeschildert. Sie verläuft zunächst vom Hellebardier am Nordufer des Maschsees in die Leinemasch und weiter nach Hemmingen ins Alte Dorf mit der Kapelle aus dem 16. Jahrhundert. Hinter Arnum erscheinen der Gehrdener Berg und das Etappenziel Deister im Blickfeld. Dass die Strecke auch einige Höhenmeter abfordert, erweist sich zum ersten Mal am Süllberg mit dem malerisch an den Rand getupften Dorf Lüdersen.
Der Kurpark von Bad Münder bietet Gelegenheit zur Pause. (Foto: Rathmann)
Der Kurpark von Bad Münder bietet Gelegenheit zur Pause. (Foto: Rathmann)
In Bennigsen führt der Weg dann um das Gut mit Wassergraben und alter Mühle Richtung Springe und der Deisterpforte. Zur Domäne Dahle geht es wieder bergauf, der Fleißige wird durch den Ausblick auf Süntel, Nesselberg und Ith belohnt. Der Kurort Bad Münder mit Kurpark und Grenadierwerk bietet nun die letzte Möglichkeit zum Ausstieg, aber es wäre schade darum.
Bergab nach Hameln
Weiter nach Hameln fährt man parallel, aber zunächst nicht in zu großer Nähe zur Bundesstraße; eingebaut ist ein Schwenk zum Schloss Hasperde. Erst auf den letzten Kilometern lässt sich die Fahrt an der Hauptstraße nicht mehr vermeiden, aber die Route führt nun beständig bis fast in die Hamelner Innenstadt bergab.
Das Ziel: Hameln mit seinen Häusern aus der Zeit der Weserrenaissance. (Foto: Rathmann)
Das Ziel: Hameln mit seinen Häusern aus der Zeit der Weserrenaissance. (Foto: Rathmann)
In Hameln kann man sich vielfältig kulinarisch belohnen – beispielsweise im Museumscafé im historischen Stiftsherrenhaus in der Altstadt oder in der Me Lounge am Weserufer. Den Wegweiser für einen Altstadtrundgang finden Sie hier. Und weitere Anstrengung ist auch nicht erforderlich: Zurück nach Hannover geht es mit der S-Bahn-Linie 5 – es sei denn, man gönnt sich eine Übernachtung und schippert am nächsten Tag noch auf der Weser.
Hier gibt es die detaillierte Karte zu unserer Route
Hannover entdecken

Blaues Glück, ganz nah
Hier können Sie Heidelbeeren selbst pflücken
Naschen erlaubt: So schmecken selbst gepflückte Heidelbeeren
Was? Wann? Wo?

Sport im Park zum Mitmachen
Fahrradmarkt auf dem Ernst-August-Platz
In See stechen mit der Maschseeflotte
Und schließlich

…macht uns dieses schöne Leserfoto von HAZ-Leser Olaf Bergmeier richtig Lust auf einen Ausflug in den Berggarten – dort ist es nämlich entstanden. Der Eintritt in den Garten an der Stadtbahnhaltestelle Herrenhäuser Gärten kostet 1,50 Euro ermäßigt und 3,50 Euro für Erwachsene. Vergessen Sie Ihre Kamera nicht!
Sie wollen mehr wissen? Gern!
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