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HAZ "Mal raus" - Seltene Haustiere und Schlafhütten

Liebe Leserinnen, liebe Leser, wir feiern heute ein kleines Jubiläum: Dies ist bereits die zehnte Aus
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HAZ "Mal raus"
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wir feiern heute ein kleines Jubiläum: Dies ist bereits die zehnte Ausgabe von “Mal raus”. Wir hoffen, der Freizeit-Newsletter hat Sie gut durch die heißen Sommertage begleitet – und bringt Sie nun gut durch den Spätsommer. Denn jetzt, bei Temperaturen unter 30 Grad, macht das Fahrrad fahren doch ohnehin mehr Spaß.
Der Fahrradtour-Tipp meines Kollegen Bernd Haase führt Sie dieses Mal durch Hannover - und zwar entlang einer Strecke, die die wenigsten von Ihnen schon einmal gefahren sein werden. Außerdem schicken wir Sie ins Moor und empfehlen eine Linden-Tour, die sich auch für Ortskundige lohnt.
Wer Lust hat, die Region zu verlassen und vielleicht sogar über Nacht fortbleiben will, für den haben wir ein Kleinod im Wendland mit Fähre, Thüringer Waldziegen und Holzhütten parat. In diesen kann man noch bis Ende Oktober übernachten - das ist vielleicht auch ein schönes Ausflugsziel für Oma und Opa mit den Enkelkindern während der Herbstferien.
Wie haben Ihnen die bisherigen zehn Ausgaben von “Mal raus” gefallen? Wovon wünschen Sie sich mehr? Sollten Sie Anregungen für Touren oder auch Lob oder Kritik haben, mailen Sie uns gern an freizeit@haz.de.
Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit,
Nadine Wolter
HAZ-Freizeit-Team
PS: Für alle Newsletter-Abonnenten haben wir heute ein besonderes Angebot: Wir schenken Ihnen zwei Monate HAZ Plus gratis. Schauen Sie mal rein, es lohnt sich!

Wir schenken Ihnen zwei Monate HAZ Plus
Der große Ausflug

Wildes im Wendland
Sichtlich wohl fühlen sich die Angler Sattelschweine auf dem Michaelshof. Foto: Carolin George
Sichtlich wohl fühlen sich die Angler Sattelschweine auf dem Michaelshof. Foto: Carolin George
Freundlich ist die Begrüßung, ob mit einem Lächeln oder einem Wiehern, einem „Hallo“ oder einem „Määäh“. Auf dem Michaelshof im wendländischen Sammatz wird wirklich jeder Gast begrüßt: ob von Frau oder Pferd, Mann oder Schaf. „Wir möchten, dass Menschen gestärkt und mit schönen Eindrücken gefüllt sind, wenn sie unseren Hof verlassen“, sagt Olaf Hobe. 
Er ist Projektleiter auf dem Michaelshof in Sammatz, einem Dorf, das mit dem Auto etwa zwei und mit Bus und Bahn etwa drei Stunden Fahrt von Hannover entfernt liegt (Hannover Hbf -Lüneburg Hbf - Lüneburg ZOB - Pommoißeler Straße - Sammatz Ort).
Projektleiter Olaf Hobe und Bürokauffrau Janet Haacke am Waldsee – auf dem Wasser liegt eine schwimmende Terrasse des Hofcafés.  (Foto: George)
Projektleiter Olaf Hobe und Bürokauffrau Janet Haacke am Waldsee – auf dem Wasser liegt eine schwimmende Terrasse des Hofcafés. (Foto: George)
Der Michaelshof ist Arche-Hof und Landwirtschaft, Seminarhaus und Kinderheim, Laden und Café, Kinderspielplatz und Großküche, Park und Paradies. Wer das große Gelände in dem kleinen Dorf betritt, kommt zuerst an den tierischen Bewohnern der Community vorbei. Katalanische Riesenesel und Schwarzwälder Kaltblutpferde, Thüringer Waldziegen, Angler Sattelschweine und Angler Rinder, fast alle stehen auf der Liste der bedrohten Tierarten und leben hier wie auf anderen Betrieben der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen unter dem Motto „Erhalten durch Aufessen“: Der hofeigene Laden verkauft neben dem Gemüse aus eigener Landwirtschaft, Käse und Molkereiprodukten aus eigener Meierei sowie Brot aus eigener Bäckerei auch selbst gemachte Leberwurst. Mehr Informationen zum Hof finden Sie auf dessen Website.
 Auch Thüringer Waldziegen leben auf dem Michaelshof. (Foto: George)
Auch Thüringer Waldziegen leben auf dem Michaelshof. (Foto: George)
Übernachten im Kneipp-Kurort
Nicht weit entfernt von Sammatz liegt Hitzacker, ein echtes Schätzchen an der Elbe mit einer hübschen historischen Innenstadt. Hitzacker ist Kneipp-Kurort, es gibt zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten. Eine besonders hippe hat diesen Sommer eröffnet: Im Destinature Dorf schlafen Gäste auf der Wiese in kleinen Hütten, die aus nachhaltigen Materialien im Werkhaus-Stil, also aus einem Holzstecksystem, gebaut wurden.

Im Destinature Dorf schlafen die Gäste in kleinen Hütten - oder in Betten fast direkt unter dem Nachthimmel.  (Foto: WERKHAUS GMBH)
Im Destinature Dorf schlafen die Gäste in kleinen Hütten - oder in Betten fast direkt unter dem Nachthimmel. (Foto: WERKHAUS GMBH)
Wem die Hütte zu groß ist, der kann auch im “Bett to go” fast direkt unter dem Sternenhimmel übernachten. Das Dorf ist noch bis Ende Oktober geöffnet, dann endet die Saison. Mehr Informationen finden Sie hier.
Die Unterkünfte sind nach dem gleichen Prinzip gestaltet wie die Büroaccessoires und -möbel der Firma. (Foto: WERKHAUS GMBH)
Die Unterkünfte sind nach dem gleichen Prinzip gestaltet wie die Büroaccessoires und -möbel der Firma. (Foto: WERKHAUS GMBH)
Aber nun zurück zum Ort: In Hitzacker sind die Geschichten einzelner Häuser und ihrer Familien an Tafeln mit Fotos an den Fassaden zu lesen, mehr über die Geschichte der Stadt erzählt das Museum „Altes Zollhaus“. Aus viel älterer Zeit berichtet das Freilichtmuseum „Archäologisches Zentrum Hitzacker“. Beide sind geöffnet. Einen grandiosen Ausblick über die Stadt und den Fluss bietet der Weinberg, dort lässt es sich auch schön spazieren. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad geht es per Personenfähre ans andere Ufer, täglich von 9 bis 18 Uhr. Oder man picknickt auf dem persönlichen Sofafloß, buchbar über das Museum im Alten Zollhaus. 
Der kleine Ausflug

Erlebnisse im Moor
Der Moorsteg ist Teil des Erlebnisweges. (Foto: Moers)
Der Moorsteg ist Teil des Erlebnisweges. (Foto: Moers)
Der Naturpark Steinhuder Meer bietet nicht nur Meer, sondern auch Moor. An den Binnensee grenzt das Tote Moor, größtes seiner Art in der Region und von der Fläche her fast so groß wie das Gewässer selbst. Dort leben zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, außerdem haben Menschen durch Torfabbau Spuren hinterlassen. Einen Einblick in diesen Lebensraum bietet der Erlebnisweg Totes Moor zwischen Mardorf und Großenheidorn, an dem die Region Hannover kürzlich neue Infostationen geschaffen hat. Auf sieben Kilometer Länge gibt es nun sieben Stück davon - unter anderem am Seerosenteich mit seinen Moorfröschen, auf dem Moorsteg, an einem historischen Torfstich und am Meerufer. Geeignet ist der Erlebnisweg, Teil des Rundweges um den Binnensee, sowohl zum Wandern als auch zum Radeln. Aber Vorsicht: Wer wandert, muss auch auf demselben Weg zurück. Alternative: Man muss nicht die gesamten sieben Kilometer laufen. Als Startpunkt bieten sich die Parkplätze an der Alten Moorhütte in Mardorf an, zu erreichen von Neustadt am Rübenberge aus über die Meerstraße. Weitere Informationen finden Sie hier.
Raus mit dem Rad

Unsere heutige Strecke ist rund 22 Kilometer lang. (HAZ-Grafik: Llorens | GoogleMaps)
Unsere heutige Strecke ist rund 22 Kilometer lang. (HAZ-Grafik: Llorens | GoogleMaps)
Auf den Spuren der Bauhaus-Architektur
Die Stichweh-Villa von Gropius ist heute Sitz des Bundes Deutscher Architekten. (Foto: Meding)
Die Stichweh-Villa von Gropius ist heute Sitz des Bundes Deutscher Architekten. (Foto: Meding)
Für unsere heutige Radtour bleiben wir in der Stadt Hannover. Sie bietet nicht nur Gelegenheit zur Bewegung an der frischen Luft, sondern auch Information - und dient als Appetithappen: Das Bürgerbüro Stadtentwicklung hat 21 sogenannte Audio-Stadt-Radtouren entwickelt. Die Idee: Mit dem Smartphone und der kostenlosen App “izi.travel” können die Radler an Hörstationen mit drei- bis fünfminütigen Audiodateien Wissenswertes zum jeweiligen Themengebiet erfahren. Eine Tour befasst sich unter dem Motto “Neue Sachlichkeit” mit dem von Walter Gropius begründeten Bauhaus-Stil.

Die Audio-Stadt-Radtouren starten sämtlich beim Bürgerbüro in der Braunstraße 28 in der Calenberger Neustadt. Von dort aus geht es bei der Tour “Neue Sachlichkeit” über die Leine durch den Georgengarten ins Uni-Viertel zur Stichweh-Villa in der Herrenhäuser Allee. Sie ist das einzige Wohnhaus in Hannover, das Gropius selbst entworfen hat. Danach führt die Route durch Vahrenwald und die List Richtung Groß-Buchholz. Unterwegs kann man etwa in der Siedlung Im Kreuzkampe oder in der Liststadt erfahren, welche Einflüsse das Bauhaus auf den Wohnungsbau genommen hat. Details sollen hier nicht verraten werden - dazu gibt es die Audiodateien (man kann sie übrigens auch auf der Netzseite des Bürgerbüros abhören, wenn man nicht auf das Fahrrad steigen will).
"Form folgt Funktion" lautet ein Bauhaus-Credo - hier an der ehemaligen pädagogischen Akademie in der Südstadt. Heute wird sie von der Hochschule Hannover genutzt. (Foto: Steiner)
"Form folgt Funktion" lautet ein Bauhaus-Credo - hier an der ehemaligen pädagogischen Akademie in der Südstadt. Heute wird sie von der Hochschule Hannover genutzt. (Foto: Steiner)
Hinter der Liststadt folgt der grüne Abschnitt der Tour. Durch die Klingerstraße gelangt man Richtung Eilenriede, fährt Richtung Zoo und dann weiter durch den Stadtwald in den Stadtbezirk Südstadt-Bult. Hier lassen sich viele Anknüpfungspunkte an den Bauhaus-Stil entdecken - etwa an der ehemaligen pädagogischen Akademie am Geibelplatz oder an der Stadtbibliothek in der Hildesheimer Straße.
Das Maschsee-Nordufer mit dem Sprengel-Museum ist das Ziel der Tour. (Foto: Dröse)
Das Maschsee-Nordufer mit dem Sprengel-Museum ist das Ziel der Tour. (Foto: Dröse)
Von der Bibliothek aus ist es nicht mehr weit zum Ziel der Tour. Es liegt am Maschsee-Nordufer, einem der beliebtesten Ausflugs- und Freizeitziele der Landeshauptstadt. Aber auch dort gelingt es Stadthistoriker Sid Auffarth, der die Audiodateien eingesprochen hat, einen Bogen zum Thema Bauhaus zu schlagen. Man hat nun knapp 22 Kilometer Strecke in den Beinen.
Hier finden Sie die Strecke
Hannover entdecken

Diese Führung durch Linden lohnt sich auch für Hannoveraner
Was? Wann? Wo?

Dürfen auf keinem Foodmarkt fehlen: Leckere Burger. Foto: fremdessen.com
Dürfen auf keinem Foodmarkt fehlen: Leckere Burger. Foto: fremdessen.com
Essen und Design im Scheunenviertel
Am Steinhuder Meer findet dieses Wochenende im Scheunenviertel ein Herbst-Foodmarkt statt, auf dem nicht nur italienische Kaffeespezialitäten, Bio-Limonaden und teils herbstlich angehauchte Speisen aus Foodtrucks angeboten werden, sondern auch Handgemachtes an Designständen. Gäste zahlen drei Euro Eintritt, der Zugang ist aufgrund von Hygieneauflagen beschränkt, mehr Informationen finden Sie hier.
Auf Entdeckungstour in der Region
"Don Giovanni" kehrt in die Oper zurück
Hofkonzert bei Feinkost Lampe
Und schließlich ...

Auf der Suche nach Futter
Unterwegs im Ricklinger Holz: HAZ-Leserin Sandra Z. hat dieses Eichhörnchen fotografiert.
Unterwegs im Ricklinger Holz: HAZ-Leserin Sandra Z. hat dieses Eichhörnchen fotografiert.
Ab dem Spätsommer werden Eichhörnchen laut Naturschutzbund Nabu so richtig aktiv und „ernten“ unermüdlich Nüsse. HAZ-Leserin Sandra Z. ist dieser eifrige Sammler im Ricklinger Holz begegnet. Schauen Sie doch mal, ob Sie auch welche entdecken.
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