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HAZ "Mal raus" - Rodeln, Wandern und Einkaufen im Hofladen

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HAZ "Mal raus"
Liebe Leserinnen und Leser,
bislang hielt nur Corona die Stadt fest im Griff – jetzt ist auch noch der Winter dazu gekommen. Dieser eröffnet aber wenigstens auch ein paar neue Möglichkeiten. So geben wir Ihnen heute Tipps, wo Sie gut rodeln können – solange es dort nicht so voll wird, dass die Pandemie auch diese Winterfreuden durchkreuzt.
Unser Kollege Bernd Haase hat eine kleine Wanderung auskundschaftet, die Sie mit winterfestem Schuhwerk unternehmen können: Der Kleine Deister gleicht mit ein paar weißen Hauben auf den Baumwipfeln einem Winterwunderland. Und wer in Zeiten von Pandemie und Frost verstärkt den Bildschirm als Fenster zur Welt nutzt, der kann im Internet jetzt auch virtuell das ansonsten geschlossene Landesmuseum besuchen.
Außerdem haben wir Lesetipps von Buchhändlerinnen und Buchhändlern aus Hannover zusammengetragen - und Filmtipps für diejenigen, die es sich lieber vor dem Fernseher gemütlich machen.
Viele haben derzeit mehr Freizeit, als ihnen lieb ist. Doch auch im Lockdown-Winter kann man diese durchaus sinnvoll nutzen. Machen wir das beste draus!
Ihr Freizeit-Team
Simon Benne und Alina Stillahn

Raus mit dem Schlitten

Die besten Rodelbahnen in Hannover
Viel Schnee heißt auch Schlittenfahren – mit Abstand selbstverständlich. (Foto: Moritz Frankenberg/dpa)
Viel Schnee heißt auch Schlittenfahren – mit Abstand selbstverständlich. (Foto: Moritz Frankenberg/dpa)
Einige hält der Winter im Haus – andere lockt er nach draußen: In Hannover gibt es diverse Möglichkeiten zum Rodeln (solange es nicht so voll wird, das Abstände nicht eingehalten werden können).
Beliebt sind etwa vier Strecken in der Eilenriede. Der Rodelberg an der Bernadotteallee zwischen Lister Turm und dem Zoo (vom Zoo aus kommend auf der linken Seite) ist eher für Fortgeschrittene, er ist ziemlich steil. Für Kinder ist der Hügel zwischen Walderseestraße und der Verbindung von Lister Turm und Steuerndieb besser geeignet. Am Pferdeturm in Kleefeld ist eine Rodelbahn, auf der es ebenfalls gemächlich zugeht. Und in Waldhausen ist eine recht lange Rodelstrecke nahe der Adolf-Ey-Straße (Höhe Mallnitzstraße).
In Davenstedt lädt der Rodelberg an der Carlo-Schmid-Allee zum Schlittenfahren ein; er liegt auf halber Strecke zwischen Davenstedter Straße und Am Soltekampe, etwa gegenüber dem Davenstedter Markt. Und in Döhren gibt es eine Rodelbahn südlich der Leineinsel.
Mal raus zum Spaziergang

In den Deister – aber den Kleinen
Das Jagdschloss Springe im klassizistischen Stil beherbergt heute ein Museum. (Foto: Andreas Zimmer)
Das Jagdschloss Springe im klassizistischen Stil beherbergt heute ein Museum. (Foto: Andreas Zimmer)
Mit dem Deister ist es so eine Sache. Einerseits lockt die Winterlandschaft, andererseits soll man wegen der anhaltenden Corona-Pandemie Abstand halten. Das geht im sogenannten Kleinen Deister besser als im großen – in dem Höhenzug südlich der Bundesstraße 217 sind in der Regel weniger Ausflügler unterwegs.
Auch der Kleine Deister ist derzeit eine Winterlandschaft. (Foto: Frank Hermann)
Auch der Kleine Deister ist derzeit eine Winterlandschaft. (Foto: Frank Hermann)
Ausgangspunkt für eine etwa anderthalbstündige Wanderung ist das Jagdschloss Springe. Von dort aus geht es rund um den Hallermundskopf zu Homeisters Loch und weiter zum Trakehnergestüt Webelsgrund. Bevor die Strecke am Waldrand entlang die Deisterpforte erreicht, biegt sie wieder in den Wald hinein Richtung Norden. An der nächsten Abzweigung geht es dann nach links wieder zurück zum Jagdschloss. Dann hat man ein paar Höhenmeter in den Beinen, sich aber nicht überanstrengt. Der Kleine Deister erreicht an seinem höchsten Punkt 350 Meter – etwa 100 Meter weniger als der große Nachbar.
Die Tour im Detail
Lesezeit

Barbara Thume von der Buchhandlung Bücherwurm hat Buchtipps ganz abseits der Bestsellerlisten parat. (Foto: Tim Schaarschmidt)
Barbara Thume von der Buchhandlung Bücherwurm hat Buchtipps ganz abseits der Bestsellerlisten parat. (Foto: Tim Schaarschmidt)
Barbara Thume von der Buchhandlung Bücherwurm empfiehlt den Roman „Kindheit“ von Tove Ditlevsen (Aufbau-Verlag, 18 Euro) in unserer Reihe “Lesen im Lockdown”. Ein Roman der vom Aufwachsen in Kopenhagen in den 1920er Jahren erzählt und von der Liebe zu Büchern. “Eine zeitlose autobiografische Beschreibung mit hohem literarischem Niveau”, so das Urteil der Buchhändlerin.
Mehr Tipps lokaler Buchhändler und -händlerinnen finden Sie im dritten Teil unserer Serie.
Virtuell ins Museum

Katja Lembke, die Direktorin des Landesmuseums Hannover, präsentiert den neuen Media Guide. (Foto: Tim Schaarschmidt)
Katja Lembke, die Direktorin des Landesmuseums Hannover, präsentiert den neuen Media Guide. (Foto: Tim Schaarschmidt)
Winterzeit ist Museumszeit. Das bringt im Lockdown natürlich Probleme mit sich, wenn die Museen geschlossen sind. Das Landesmuseum Hannover hat auf seiner Website jetzt einen Media Guide installiert, mit dem digitale Besuche möglich sind. Mehr dazu lesen Sie hier.
Dabei können Sie nicht nur durch die Dauerausstellung flanieren, sondern auch die aktuelle Sonderausstellung “Kinosaurier” kennen lernen, die populäre Vorstellungen der Urzeitechsen unter die Lupe nimmt. Diese sollte schon im Dezember eröffnen, war wegen der Museumsschließung jedoch bislang nicht zugänglich.
Swing gegen den NS-Ungeist

Jazz im Freien: Swing-Jugendliche 1942 am Maschsee (Foto: Archiv Kwiecinski/Geyer)
Jazz im Freien: Swing-Jugendliche 1942 am Maschsee (Foto: Archiv Kwiecinski/Geyer)
In der NS-Zeit trotzte eine subversive Jugendbewegung den Nazis: Die Swing-Kids hörten amerikanischen Jazz und hatten mit der Hitlerjugend wenig im Sinn. Dietmar Geyer, der jungen Menschen die NS-Zeit mit Internetprojekten vermittelt, hat für einen kurzen Dokumentarfilm bei Youtube jetzt unbekannte Dokumente zur Swing-Jugend in Hannover zusammengetragen – und erzählt dort beeindruckende Geschichten.
Filmzeit

Sybille Mollzahn ist Theaterleiterin des Kino am Raschplatz und hat auch einige Filmtipps parat. (Foto: Tim Schaarschmidt)
Sybille Mollzahn ist Theaterleiterin des Kino am Raschplatz und hat auch einige Filmtipps parat. (Foto: Tim Schaarschmidt)
Sybille Mollzahn, Theaterleiterin des Kino am Raschplatz, empfiehlt für einen Abend vor dem Fernseher im Lockdown den Film „Sörensen hat Angst“ von Bjarne Mädel:
„Ein Kriminalhauptkommissar mit einer Angststörung (Bjarne Mädel) wird in eine norddeutsche Kleinstadt versetzt. Doch gleich am Tag seiner Ankunft geschieht ein Mord … Ein Fernsehfilm und kein Kinofilm, zudem eigentlich ein Krimi, aber wer norddeutschen trockenen Humor mag, ist hier gut unterhalten. Außerdem ist sehr viel Niedersachsen zu sehen, gedreht wurde unter anderem in Varel und Budjadingen. Bjarne Mädels Regiedebüt überzeugt auch durch eine atmosphärische Bildsprache", so das Urteil der Kinoexpertin.
Der Film ist bis zum 20. April in der ARD-Mediathek zu sehen. Und wenn Sie noch mehr Filmtipps brauchen, dann werden Sie in unserer Reihe “Filmtipps für den Lockdown” sicher fündig.
Sörensen hat Angst | Trailer
Sörensen hat Angst | Trailer
Und schließlich...

Wegeners Hofladen in Wunstorf-Liethe ist einer von rund 60 im Raum Hannover. (Foto: Tim Schaarschmidt)
Wegeners Hofladen in Wunstorf-Liethe ist einer von rund 60 im Raum Hannover. (Foto: Tim Schaarschmidt)
… könnten Sie mal wieder Obst und Gemüse direkt vom Feld oder Fleisch von Tieren aus dem nahen Stall kaufen. Das geht sehr gut in Hofläden, die Qualität und Frische versprechen. Rund um Hannover verkaufen viele Landwirte ihre Produkte direkt und ohne Umwege. Hier finden Sie eine Übersicht mit interaktiver Karte.
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