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HAZ "Mal raus" - Radtour, Kirchgang und Märchenhaftes

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HAZ "Mal raus"
Liebe Leserinnen und Leser,
auf dem Adventskranz leuchtet die erste Kerze, Weihnachten rückt immer näher ins Blickfeld. Was wir dann machen dürfen oder lassen müssen, steht längst nicht endgültig fest.
Unter Berücksichtigung dessen, was wir derzeit dürfen, ist diese Ausgabe unseres Freizeit-Newsletters “Mal raus” entstanden, die nunmehr 19. ihrer Art. Wir dürfen Radeln (dieses Mal bei einer Tour vom ADFC Burgdorf nach Celle), Wandern und Spazierengehen (dieses Mal in der Innenstadt Hannovers), Spiele spielen (wir hätten da ein paar Klassiker) oder Filme gucken (wie wäre es mit Märchen?). Freuen würden wir uns, wenn Sie in den virtuellen Adventskalender der HAZ-Weihnachtshilfe schauen - es lohnt sich.
Bei der Radtour haben wir übrigens einen Leser-Tipp aufgegriffen. Ein anderer Hinweis von Leserin Kerstin Pape betrifft das historische Glühweinrezept, das wir in der vergangenen Folge vorgestellt haben. Dort ist von der früher gebräuchlichen Gewichtseinheit Loth die Rede. Umgerechnet auf die heutige Zeit sind das 16 Gramm - und nicht 60. Danke, Frau Pape, und Entschuldigung für den Lapsus.
Haben Sie auch Tipps oder Anregungen? Melden Sie sich gerne per Mail an freizeit@haz.de
Einen schönen Advent wünscht Ihnen
Bernd Haase
aus dem HAZ-Freizeit-Team

Raus mit dem Rad

Von Burgdorf nach Celle und zurück
Dieses Mal verbindet unsere Radtour die Herzogstadt Burgdorf und die Residenzstadt Celle auf einem Rundkurs. Die vom ADFC Burgdorf ausgearbeitete Tour ist für die Winterzeit zwar ganz schön lang, aber man kann sie abkürzen - oder zu einem Zwei-Tages-Ausflug machen, wenn dies die Entwicklung in Sachen Virus irgendwann wieder möglich machen sollte.
Die beschriebene Radtour ist rund 62 Kilometer lang. Einen Link zur interaktiven Karte finden Sie weiter unten. (HAZ-Grafik: Llorens | GoogleMaps)
Die beschriebene Radtour ist rund 62 Kilometer lang. Einen Link zur interaktiven Karte finden Sie weiter unten. (HAZ-Grafik: Llorens | GoogleMaps)
Der Spitta-Platz in Burgdorf liegt gleich am Start der Tour. (Foto: Friedrich-Wilhelm Schiller)
Der Spitta-Platz in Burgdorf liegt gleich am Start der Tour. (Foto: Friedrich-Wilhelm Schiller)
Tourstart ist am Burgdorfer Bahnhof. Von dort aus ist es nicht weit bis zum ältesten Viertel der früheren Kreisstadt, dem Brandende. Dann geht es vorbei am Spitta-Platz mit der Pankratiuskirche zur Burgdorfer Aue. Der Bachlauf ist Wegbegleiter in nordöstlicher Richtung nach Dachtmissen.
Nächstes Ziel ist dann Hänigsen mit Teerkuhle und Bockwindmühle. Am Ortsrand vorbei führt die Strecke Richtung Eicklingen im Kreis Celle und kreuzt unterwegs das Flüsschen Fuhse.
Das Kloster Wienhausen. (Foto: Peter Steffen/dpa)
Das Kloster Wienhausen. (Foto: Peter Steffen/dpa)
Von Eicklingen aus ist es nicht mehr weit nach Wienhausen an der Aller. Das prächtige Kloster dort stammt in seinen Ursprüngen aus dem 13. Jahrhundert, gilt als hervorragendes Beispiel niederdeutscher Backsteingotik und ist als Ensemble mit Wirtschaftsgebäuden, Mühle und Garten weitgehend erhalten.
Von Wienhausen aus geht es auf dem ausgeschilderten Aller-Radweg über Bockelskamp und Osterloh nach Celle - mal nah am Fluss, mal etwas weiter entfernt.
Teile der Celler Altstadt sind Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. (Foto: Renee Söhner)
Teile der Celler Altstadt sind Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. (Foto: Renee Söhner)
Celle ist nach knapp 36 Kilometern erreicht. Es ist eine Stadt, für die man sich Zeit nehmen sollte - für das Schloss etwa oder für die im Zweiten Weltkrieg fast unzerstört gebliebene Altstadt mit einem Gesamtensemble von 450 Fachwerkhäusern.
Zurück geht es wieder Richtung Süden durch Westercelle in die Feldmark. Über Adelheidsdorf und Großmoor gelangt man nach Ehlershausen, das als Ortsteil schon wieder zu Burgdorf gehört. Otze mit seiner Kapelle samt hölzernem Glockenturm ist dann die letzte Ortschaft, bevor sich die große Runde am Ausgangspunkt wieder schließt.
Das Brandende ist Burgdorfs ältestes Eckchen. Es heißt so, weil es bei einem Großbrand verschont blieb. (Foto: Joachim Dege)
Das Brandende ist Burgdorfs ältestes Eckchen. Es heißt so, weil es bei einem Großbrand verschont blieb. (Foto: Joachim Dege)
Die geschilderte Strecke ist 62 Kilometer lang und führt über gut ausgebaute Straßen und Wege. Burgdorf ist mit dem Auto aus Richtung Hannover über die Moorautobahn A 37 und die Bundesstraße 3 zu erreichen. S-Bahn-Verbindungen ab Hannover bestehen mit den Linien 6 und 7, was die Gelegenheit verschafft, die Tour nach etwas mehr als der Hälfte abzukürzen. Beide Linien halten auch in Celle.
Zur interaktiven Karte: Das ist die Fahrradroute im Detail
Raus zum Spaziergang

Kirchgang in Hannover
Wir haben uns dieses Mal keine richtige Wanderung ausgesucht, sondern einen Spaziergang in Hannover. Er führt zu den Kirchen der Innenstadt - und zu einigem mehr.
Einen Link zur interaktiven Version der Karte finden Sie weiter unten. (HAZ-Grafik: Llorens | GoogleMaps)
Einen Link zur interaktiven Version der Karte finden Sie weiter unten. (HAZ-Grafik: Llorens | GoogleMaps)
Vom Hauptbahnhof geht es durch die Fußgängerzone zum Steintor und von dort durch Goethe- und Reuterstraße zum Marstall mit seinen neuen Wohnhäusern. Auch das Leineufer hat ein neues Gesicht bekommen. Auf der Martin-Neuffer-Brücke überquert der Weg den Fluss und führt dann in die Calenberger Neustadt.
Die Basilika Sankt Clemens wird manchmal vollmundig Petersdom des Nordens genannt. (Foto: Samantha Franson)
Die Basilika Sankt Clemens wird manchmal vollmundig Petersdom des Nordens genannt. (Foto: Samantha Franson)
Erste Kirche an der Route ist die voluminöse katholische Basilika Sankt Clemens. Am Kirchplatz geht es nach links durch die Rote Reihe zur Neustädter Kirche. Die frühere Hofkirche der Welfen ist in diesem Jahr 350 Jahre alt geworden. Weiter Richtung Süden steht an der Ecke von Archivstraße und Lavesallee die evangelisch-reformierte Kirche.
Der Spaziergang führt nun über Waterloostraße und Bruchmeisterallee Richtung Stadion und Maschsee, wo der südlichste Punkt erreicht ist. Nächste Ziele sind nacheinander Maschpark, Rathaus, Landtag, Holzmarkt und Ballhofplatz.
Blick zur Markt- vom Dach der Kreuzkirche aus. (Foto: Rainer Dröse)
Blick zur Markt- vom Dach der Kreuzkirche aus. (Foto: Rainer Dröse)
Vom Ballhofplatz ist es nicht weit zum angeblich schönsten Winkel der Altstadt. Dort befindet sich die Kreuzkirche. Zurück geht es zum fünften und letzten Gotteshaus an der Route, der Marktkirche. Mit einem Schlenker Richtung Opernplatz und dem Weg durch die Luisenstraße ist die etwa 8 Kilometer lange Runde am Hauptbahnhof zu Ende.
Zur interaktiven Karte: Das ist der Spaziergang im Detail
Spielzeit

Das Internetportal Heimwerker.de hat anhand von Google-Suchanfragen ermittelt, welches die beliebtesten Gesellschaftsspiele der Deutschen sind. Siehe da: Auf den ersten Plätzen landeten ausschließlich Klassiker, die so mancher Spielefreund im Schrank haben dürfte.
Die Spiele-Rangliste von Heimwerker.de (Foto: Handout)
Die Spiele-Rangliste von Heimwerker.de (Foto: Handout)
Das sind die ersten drei:
Tabu: Ratespiel um Begriffe, seit 1990 auf dem Markt. Einer erklärt, darf dabei aber bestimmte Worte nicht benutzen. Der Partner muss innerhalb einer vorgegebenen Zeit auf den gesuchten Begriff kommen. Hasbro-Verlag, in Ursprungsform für 4 und mehr Spieler ab 13 Jahren, es gibt aber auch Varianten.
Carcassonne: Legespiel mit Mittelalter-Motiven, seit 2000 auf dem Markt. Spieler versuchen, auf einer Landkarte möglichst viele Städte, Klöster, Schlösser und Ländereien zu erobern. Hans-im-Glück-Verlag, 2 bis 5 Spieler ab 7 Jahren, auch hier gibt es mittlerweile Varianten und Ergänzungen.
Twister: Gesellschaftsspiel für Bewegungsfreudige, seit 1966 auf dem Markt. Per Drehscheibe wird bestimmt, auf welche farbigen Felder Mitspieler Hände und Füße setzen müssen. Körperliche Verknotungen nicht ausgeschlossen. Hasbro-Verlag, für 2 und mehr Spieler ab 6 Jahren.
Filmzeit

Auch Schloss Marienburg bei Pattensen war schon Schauplatz in der Fernseh-Märchenreihe. (Foto: Rainer Dröse)
Auch Schloss Marienburg bei Pattensen war schon Schauplatz in der Fernseh-Märchenreihe. (Foto: Rainer Dröse)
Seit 2008 gibt es alljährlich im Winter Märchen in der ARD zu sehen; mittlerweile sind 48 Filme in zwölf Staffeln gedreht worden. Bekannte Schauspieler bewegen sich in liebevoll erzählten, manchmal etwas vom Original abweichenden Geschichten durch ausgesuchte Kulissen - ein Vergnügen nicht nur für Kinder. Des Autors Favoriten sind “Des Kaisers neue Kleider” mit einem herrlich selbstverliebten Matthias Brandt und das quietschbunte “Das Märchen vom Schlaraffenland”. Hannoversche Lokalpatrioten sollten sich “Das Märchen von den zwölf Monaten” oder “Allerleirauh” ansehen - beide wurden auf Schloss Marienburg gedreht. Zu sehen sonntags im Vormittagsprogramm oder in der Mediathek der ARD (Suchfunktion nutzen).
Sportzeit

Auch die Handballer der Recken zeigen Übungen zum Nachmachen. (Foto: Maike Lobback)
Auch die Handballer der Recken zeigen Übungen zum Nachmachen. (Foto: Maike Lobback)
Mit regulärem Training im Breitensport ist es derzeit schwierig. Die Stadt Hannover hat deshalb das Projekt PushYourself in Kooperation mit dem Filmportal SchulSportWelten ins Leben gerufen. In Clips zum ansehen und mitmachen auf YouTube stellen Bundesligahandballer von den Recken, Basketballerinnen vom TK Hannover und BMX- und Skateboard-Fahrer von Gleis D ihre Sportart vor. Neun Folgen von jeweils 10 bis 20 Minuten Dauer sind geplant, die ersten beiden stehen bereits zur Verfügung - und zwar hier.
Kalendarisches

Ministerpräsident Stephan Weil gehört zu den Unterstützern der HAZ-Weihnachtshilfe. (Foto: Tim Schaarschmidt)
Ministerpräsident Stephan Weil gehört zu den Unterstützern der HAZ-Weihnachtshilfe. (Foto: Tim Schaarschmidt)
Adventskalender gibt es so einige - gerade in diesem Jahr auch virtuelle. Einen möchten wir Ihnen besonders ans Herz legen. Mehr als 30 prominente Vertreter und Vertreterinnen aus Hannovers Stadtgesellschaft lesen in kurzen Videos Weihnachtsgedichte, Geschichten oder teilen Gedanken zum Fest. Sie tun das auch, weil sie die Weihnachtshilfe der HAZ für Menschen in Not unterstützen wollen. Den Adventskalender, einen Bericht zu dessen Entstehung und vieles Weitere zum Thema finden Sie unter folgendem Link. Und wenn Sie den Besuch der Seite nutzen, um für eine gute Sache zu spenden, freuen wir uns umso mehr:
Hier geht's zum neuen Video-Adventskalender aus Hannover
Sollten Sie abends in Hannover unterwegs sein, werfen Sie doch einmal einen Blick auf das Anzeiger-Hochhaus an der Goseriede. Dort können Sie in Form einer täglich wechselnden Lichtinstallation den größten Adventskalender Norddeutschlands bewundern. Hier ein erster Eindruck:
Im Video: So sieht der große Adventskalender am Anzeiger-Hochhaus aus.
Im Video: So sieht der große Adventskalender am Anzeiger-Hochhaus aus.
Und schließlich ...

… könnte man ja mal Zimtsterne backen. HAZ-Redakteur Conrad von Meding hat das zusammen mit den Profis von der Backstube Werner in der List getan. Was er dort erlebt hat, lesen Sie hier - inklusive des Rezeptes, das die Traditionsbäckerei nutzt. Um es für den Hausgebrauch zu nutzen, muss man allerdings ein wenig rechnen. Guten Appetit!
HAZ-Redakteur Conrad von Meding (Mitte) hat was gebacken gekriegt. (Foto: Katrin Kutter)
HAZ-Redakteur Conrad von Meding (Mitte) hat was gebacken gekriegt. (Foto: Katrin Kutter)
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