Profil anzeigen

HAZ "Mal raus" - Radeln im Flachland, Wandern mit Ausblick

HAZ "Mal raus"HAZ "Mal raus"
HAZ "Mal raus"
Liebe Leserinnen und Leser,
es bleibt weiter unbefriedigend in Sachen Angebot und Nachfrage: Manche haben in der aktuellen Situation mehr Freizeit, als sie sich wünschen. Die Möglichkeiten bleiben aber beschränkt, das Virus nimmt da keine Rücksicht und wird es auch weiterhin nicht tun.
Unser hoffentlich coronagerechter Newsletter bietet Ihnen deshalb heute: eine Radtour durchs Spargelland und entlang der Aller nach Celle. Wenn Sie lieber wandern, testen Sie doch mal die Rehburger Berge. Zum Joggen bleiben wir in der Stadt Hannover. Im kulturellen Bereich darf das Dommuseum in Hildesheim aktuell öffnen. Das weitaus meiste findet aber in der virtuellen Welt statt - etwa die Tanzoffensive, die die Commedia Futura nun startet. Die Stadtbibliothek Hannover wiederum hat sich eine nette Aktion zum Welttag des Buches ausgedacht.
Was soll man machen, was soll man sagen? In diesem Fall: auf ein Neues in 14 Tagen mit der Hoffnung auf eine positive Entwicklung bei Freizeitangebot und -nachfrage.
Bleiben Sie munter, mit freundlichen Grüßen
Nadine Wolter und Bernd Haase
aus dem HAZ-Freizeit-Team

Raus mit dem Rad

Über 59 Kilometer geht es von Langenhagen nach Celle. (HAZ-Grafik: Llorens | Google Maps)
Über 59 Kilometer geht es von Langenhagen nach Celle. (HAZ-Grafik: Llorens | Google Maps)
An der Wietze und der Aller
Celle war schon häufiger das Ziel von Radtouren, die wir an dieser Stelle angeboten haben. Dieses Mal geht von Langenhagen aus zum Flüsschen Wietze, dann weiter durchs Fuhrberger Feld und schließlich entlang der Aller in die frühere Residenzstadt am Südrand der Lüneburger Heide.
An der Wietze sind in den vergangenen Jahren mehrere Abschnitte renaturiert worden. (Foto: Bernd Haase)
An der Wietze sind in den vergangenen Jahren mehrere Abschnitte renaturiert worden. (Foto: Bernd Haase)
Die Tour startet am Bahnhof in Langenhagen-Mitte und folgt zunächst den blauen Markierungen des Rad- und Wanderwegs Grüner Ring. Diese leiten die Strecke durch den Stadtpark und weiter Richtung Langenhagener Kläranlage, die man nicht sehen muss, aber manchmal riechen kann. Unmittelbar hinter der Erhebung Wietzeblick geht es nach links.
Die Tour folgt nun zunächst der Ausschilderung Richtung Fuhrberg. Hinter der Pferderennbahn führt sie zum Wietzepark und dann in einem Schlenker am Hastrasee vorbei, einem der letzten Seen in der Region, wo noch Kies abgebaut wird. Durch die Wietzeaue geht es bis zum Restaurant Waldkater und dort entgegen der Beschilderung weiter geradeaus nach Bissendorf-Wietze. Dort führt das Sträßchen Schafsteg zu einer Brücke auf die andere, ländlichere Seite der Wietze.
Im Fuhrberger Feld hat die Spargelernte begonnen. (Foto: Rainer Dröse)
Im Fuhrberger Feld hat die Spargelernte begonnen. (Foto: Rainer Dröse)
Der Weg verläuft nun durch die Wietzesiedlung, wo man teils sehr großzügig gebaut hat, bis zu deren Ende an der Straße. Weiter geht es nach rechts in den Würmseeweg und durch diesen hindurch bis zum nächsten Fahrradwegweiser Richtung Fuhrberg. Es folgt eine Waldpassage, dann kommen Felder, und recht bald ist zu sehen, dass Spargel in der Gegend keine ganz kleine Rolle spielt. Die Ernte ist angelaufen.
Hinter Fuhrberg heißt das nächste Etappenziel Wieckenberg, wo es mit der 1699 geweihten und innen im italienischen Barockstil ausgekleideten Stechinelli-Kapelle ein bauliches Kleinod zu sehen gibt. Bis zum Aller-Radweg ist es nun nicht mehr weit; der Weg dorthin führt über Wietze und Hornbostel.
Die Schleuse Oldau ist eine von mehreren an der Aller. (Foto: Bernd Haase)
Die Schleuse Oldau ist eine von mehreren an der Aller. (Foto: Bernd Haase)
An der Aller führt die Route zunächst über Südwinsen nach Oldau, wo das Schleusengelände Gelegenheit zur Rast bietet. Man könnte hier den Fluss queren, aber es empfiehlt sich, auf der Südseite zu bleiben. Dort bleibt man häufiger in Ufernähe. Die Strecke streift den Ort Hambühren an dessen Nordrand. Es folgt noch ein Waldgebiet und schließlich schon bald der Stadtrand von Celle und dann der dortige Bahnhof. Bis zur Altstadt ist es von dort nicht weit; ein Abstecher zum Schluss lohnt allemal.
In Celle stehen rund 400 Fachwerkhäuser. (Foto: Bernd Haase)
In Celle stehen rund 400 Fachwerkhäuser. (Foto: Bernd Haase)
Die beschriebene Tour ist 59 Kilometer lang und führt über gut ausgebaute Wege, auch wenn es in Waldgebieten manchmal ruckelig wird. Das Profil ist durchgängig flach. Der Startpunkt am Bahnhof in Langenhagen-Mitte ist mit der S-Bahn sowie mit Regionalzügen zu erreichen. Von Celle aus kann man entweder mit dem Metronom über Langenhagen nach Hannover fahren oder mit der S-Bahn direkt.
Die Route im Detail
Raus zur Wanderung

Rehburger Berge mit Weitblick
Mit Blickrichtung aus Hannover hinter dem Steinhuder Meer liegen die Rehburger Berge. Dort hat die Gemeinde Wölpinghausen einen Rundwanderweg eingerichtet, der unter anderem Weitblicke bietet - bei schönem Wetter bis zur Porta Westfalica.
Das Gelände am Jahrtausendkreuz ist ein Luginsland. (Foto: Oliver Boegner/Schaumburger Land-Tourismus)
Das Gelände am Jahrtausendkreuz ist ein Luginsland. (Foto: Oliver Boegner/Schaumburger Land-Tourismus)
Für die Tour gibt es mehrere mögliche Startpunkte, einer davon ist die “Grüne Mitte” im Ortskern von Wölpinghausen. Durch Felder und Wiesen gelangt man auf dem Weg Richtung Bergkirchen zum auf dem Bergrücken gelegenen Jahrtausendkreuz. Zu sehen sind bei entsprechendem Wetter: Porta Westfalica, Deister, Bückeberg und Steinhuder Meer.
Die königlichen Kuranlangen in Bad Rehburg. (Foto: Beate Ney-Janßen)
Die königlichen Kuranlangen in Bad Rehburg. (Foto: Beate Ney-Janßen)
Der Route verläuft weg vom Kreuz zunächst ins Tal und dann weiter durch den Wald Richtung Wiedenbrügge und Wiedenbrügger Heide. Von dort aus geht es nach Bad Rehburg, einst das sogenannte Madeira des Nordens und Kurort des hannoverschen Adels. Die Kuranlagen sind erhalten und werden für Ausstellungen benutzt - wenn es denn geht.
Der folgende Wölpinghauser Berg zeigt schon an, dass sich der Kreis bald schließen wird. Wer noch einmal Ausblick benötigt, kann zu normalen Zeiten den Wilhelmsturm besteigen, der am Weg liegt. Es folgt noch das im Privateigentum stehende Matteschlösschen, und dann ist das Ziel erreicht.
Der Wilhelmsturm auf dem Wölpinghauser Berg. (Foto: Frank Oppermann)
Der Wilhelmsturm auf dem Wölpinghauser Berg. (Foto: Frank Oppermann)
Die beschriebene Tour ist 10,9 Kilometer lang, bietet unterwegs aber auch ausgeschilderte Abkürzungsmöglichkeiten. Sie führt über gut ausgebaute Wege; die Belastung ist mit rund 160 Höhenmetern überschaubar. Wölpinghausen ist von Hannover aus mit dem Nahverkehr über die Bahnverbindung nach Stadthagen und dann mit dem Bus zu erreichen. Mit dem Auto geht es über die Autobahn 2 zur Anschlussstelle Wunstorf-Luthe und dann weiter über die Bundesstraße 441.
Die Tour im Detail
Raus zum Joggen

Nadine Wolter auf ihrer Lieblingsrunde. (Foto: Tim Schaarschmidt)
Nadine Wolter auf ihrer Lieblingsrunde. (Foto: Tim Schaarschmidt)
In unserer Serie stellen HAZ-Autorinnen und -Autoren ihre liebsten Joggingrunden vor. Nadine Wolter zum Beispiel favorisiert eine sieben Kilometer lange Strecke durch den Georgengarten und rund um den Großen Garten in Herrenhausen. Ihr Tipp: Am besten früh aus den Federn und morgens laufen - dann ist es dort noch nicht so voll.
Freizeitmöglichkeiten im Lockdown

Paddeln ist erlaubt - mit Abstand. (Foto: Carola Faber)
Paddeln ist erlaubt - mit Abstand. (Foto: Carola Faber)
Den ganzen Tag nur zu Hause sitzen und nichts tun macht auf Dauer unfroh. Es gibt aber abseits von radeln, wandern und joggen Möglichkeiten, Sport zu treiben. Die Bedingungen fürs Schwimmen, Klettern oder Paddeln sind zwar vom Virus beeinflusst, aber - zumindest aktuell - unter Auflagen möglich. HAZ-Volontär Maximilian Hett hat da mal einiges zusammengetragen. Sie finden es hier.
Hildesheim: Dommuseum öffnet wieder - mit Ausstellung Leere und Form
Eisfabrik Hannover: Start der Reihe Tanzoffensive mit „Like Fiction"
Hannover-Linden: Das Tru Story verspricht authentische asiatische Küche
... und schließlich

… feiert die Stadtbibliothek Hannover den Welttag des Buches am Freitag, 23. April, mit einer besonderen Aktion. Sie verschenkt an 150 junge, lesebegeisterte Kinder das Buch „Biber undercover“ von Rüdiger Bertram, gestaltet von Timo Grubing. Das Buch liegt während der gewohnten Öffnungszeiten kostenlos in allen Stadtteilbibliotheken aus. Der 149-seitigen Geschichte folgt ein Quiz, bei dem die Kinder attraktive Preise gewinnen können.
Der Welttag des Buches ist eine Unesco-Aktion mit vielen Unterstützern. (Foto: Jens Büttner/dpa)
Der Welttag des Buches ist eine Unesco-Aktion mit vielen Unterstützern. (Foto: Jens Büttner/dpa)
Hat Ihnen diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.