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HAZ "Mal raus" - Radeln an Flüssen, Kunst am See

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HAZ "Mal raus"
Liebe Leserinnen und Leser,
kleine Lichtblicke - die braucht es in diesen Zeiten. Was Sie trotz des anhaltenden Lockdowns in Hannover noch unternehmen können, verraten wir Ihnen in unserer neuen Ausgabe des HAZ-Freizeitnewsletters.
Unser Kollege Bernd Haase war mit dem Fahrrad unterwegs und hat für Sie eine schöne Tour zwischen Hildesheim und Hameln erkundet. Außerdem möchten wir Ihnen eine kleine Runde mit Kunst am Würmsee und eine Joggingroute zum Hemminger Mausoleum vorstellen.
Wenn der April wettermäßig mal wieder macht, was er will, lohnt ein Besuch im Museum - ganz bequem von zu Hause aus. Das Landesmuseum zeigt derzeit virtuell einen Ausflug in die Geschichte der Dinosaurier, und auch das Historische Museum bietet online spannende Einblicke. An langen Abenden können Sie zudem ganz in Ruhe unserer literarischen Podcast-Empfehlung lauschen.
Immerhin haben viele Menschen im Lockdown eine Menge Zeit. Auch für die angeblich wichtigste Mahlzeit des Tages, das Frühstück. Tipps, wo Sie in Sachen Backwaren noch richtige Handwerkskunst finden, hat HAZ-Feinschmecker Hannes Finkbeiner für Sie parat. Und wir verraten Ihnen, in welchen Cafés Sie ein Frühstück für zu Hause bekommen.
Schließlich haben wir noch eine Empfehlung in eigener Sache für Sie: Unsere HAZ-Glosse “Lüttje Lage” wird in diesen Tagen 25 Jahre alt. Zum Jubiläum laden wir Sie zu einer Feier ein, bei der es garantiert etwas zu lachen gibt. Das kann ja in diesen Tagen nicht schaden!
Herzliche Grüße,
Simon Benne und Alina Stillahn vom HAZ-Freizeitteam

Raus mit dem Rad

Drei Flüsse und ein Schloss
Das Netzwerk Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover hat die sogenannte Kulturroute entwickelt - ein insgesamt 800 Kilometer langes Netz an Radstrecken in der Landeshauptstadt und den umliegenden Regionen. Wir haben daraus eine 62 Kilometer lange Tour zusammengestellt, die drei größere Flüsse, ein Schloss und mehrere sehenswerte Städte und Orte miteinander verbindet. Sie führt von Hildesheim nach Hameln.
Der Hildesheimer Marktplatz mit dem Knochenhaueramtshaus. (Foto: Bernd Haase)
Der Hildesheimer Marktplatz mit dem Knochenhaueramtshaus. (Foto: Bernd Haase)
Die Tour startet am Hildesheimer Bahnhof und folgt - vielleicht nach einem kurzen Abstecher zum Dom und zum Marktplatz - zunächst der Ausschilderung Richtung Sarstedt nach Norden durch die Steuerwalder Straße. An der Bischofswiese geht es dann nach links in die Aue der Innerste und über den Fluss nach Himmelsthür. Jetzt folgt die Route der Ausschilderung Richtung Emmerke und verläuft längs der Bahnlinie, bis sie in den Zielort abknickt. Hinter einem Gewerbegebiet am Ortsausgang bietet sich der erste Blick auf das neugotische Welfenschloss Marienburg. Es thront als Höhenburg über Nordstemmen an der Leine, und genau da liegt das erste Etappenziel.
Blick aus der Feldmark auf die Zuckerfabrik Nordstemmen - und schemenhaft auf die Marienburg. (Foto: Bernd Haase)
Blick aus der Feldmark auf die Zuckerfabrik Nordstemmen - und schemenhaft auf die Marienburg. (Foto: Bernd Haase)
Am Verkehrskreisel hinter Nordstemmen biegt die Tour nach links in die Leineaue ein, wobei der Fluss selbst etwas abseits bleibt - Wegbegleiter sind aber Teiche und später auf dem Weg zur Bundesstraße 1 der Oeseder Bach. Die Bundesstraße selbst weist schließlich den Weg in das Fachwerkstädtchen Elze, das außer einem Heimatmuseum auch ein Sträßchen mit dem weltberühmten Namen Jungfernstieg bietet.
Das Flüsschen Saale zeigt den Weg durch die Stadt und dann zum Freibad mit einer Rast- und Bike-Anlage. Es geht nun weiter Richtung Südwesten auf den Thüster Berg zu. Unterhalb liegen das Gut Heinsen, geprägt von einem Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert, und die Ortschaft Ahrenfeld. Spätestens von hier an wird es auf der Strecke ein Auf und Ab - man ist im Weser-Leine-Bergland.
Salzhemmendorf ist der Hauptort am Ith - der Name besagt, mit was hier früher gehandelt wurde. (Foto: Bernd Haase)
Salzhemmendorf ist der Hauptort am Ith - der Name besagt, mit was hier früher gehandelt wurde. (Foto: Bernd Haase)
Nächstes Ziel ist Salzhemmendorf, das durch Salzgewinnung und -handel im Mittelalter zu Wohlstand gelangte. Immer am Rand des Ith entlang folgen nun der Reihe nach Lauenstein, Marienau mit Marienkapelle und Klostergarten sowie Coppenbrügge mit historischem Ortskern und Wasserburg. Der Anstieg zur Berggaststätte Felsenkeller fordert noch einmal heraus, dann wird es wieder flacher.
Nach Querung der Bundesstraße 1 führt die Tour nach Behrensen, das mit seinen Fachwerkhäusern, Hofstellen und dem Rittergut an einem asymmetrischen Straßennetz eine der schönsten Ortschaften an der Strecke ist. Bis Hameln ist es nun nicht mehr weit, das Flüsschen Remte weist den Weg über Rohrsen und Afferde in die Rattenfängerstadt.
Das Weserufer in Hameln. Hier führt einer der beliebtesten deutschen Radwanderwege entlang. (Foto: Bernd Haase)
Das Weserufer in Hameln. Hier führt einer der beliebtesten deutschen Radwanderwege entlang. (Foto: Bernd Haase)
Die Tour ist 62 Kilometer lang und führt bis auf eine kürzere Waldstrecke kurz vor Schluss über Asphalt- und gut ausgebaute Feldwege. In ihrer beschriebenen Form ist sie für Gelegenheitsradler herausfordernd. Im Bereich vom Thüster Berg und Ith ist es wellig, manchmal sogar giftig, was die Steigungen angeht. Man sollte also ein wenig trainiert sein - oder ein E-Bike nutzen.
Hildesheim ist von Hannover aus mit der S-Bahn-Linie 4 zu erreichen, Hameln mit der Linie 5. Es gibt eine Abkürzungsmöglichkeit: Wer sich den ersten Teilabschnitt sparen will, fährt mit der Regionalbahn des Metronoms nach Elze und radelt von dort los. Bis Hameln sind es dann 42 Kilometer.
Das ist die Route auf einer interaktiven Karte
Raus zum Spaziergang

Erlebnispfad am See
Der Würmsee in Kleinburgwedel hat einen besonderen Pegelmesser. (Foto: Antje Bismark)
Der Würmsee in Kleinburgwedel hat einen besonderen Pegelmesser. (Foto: Antje Bismark)
Fuchs und Hase auf einer Bank, begehbare Schwimmstege, Metallskulpturen: Der Würmsee im Burgwedeler Ortsteil Kleinburgwedel lockt mit acht Kunstwerken. Den See entdecken Freiluftenthusiasten derzeit wieder für sich - denn im Gegensatz zum vergangenen Sommer führt er wieder reichlich Wasser. Auf dem Erlebnispfad gibt es Torfpyramiden zu sehen, dazu Skulpturen aus Eisenrohr und Torfspaten – rote „Torffresser“, deren aggressive Farbe symbolisiert, dass sie nicht in friedlicher Absicht da sind: Sie wollen das Biotop ausräubern, das hier seit den alten Torfstecherzeiten entstanden ist. Es ist genau diese wechselvolle Geschichte des Würmsee-Gebietes – als Rohstofflager, Tourismusmagnet, als neue Heimat nach dem Zweiten Weltkrieg und als Ort der Naherholung – die einen Ausflug so informativ macht. Ganz nebenbei ist der Kolk auch Lebensraum für zahlreiche Tierarten - Wasser- und Singvögel beispielsweise.
Eine Skulptur erinnert an den Badebetrieb in den 1920er-Jahren. (Foto: Antje Bismark)
Eine Skulptur erinnert an den Badebetrieb in den 1920er-Jahren. (Foto: Antje Bismark)
Der Spaziergang rund um den See ist nur 1,1 Kilometer lang, aber man sollte sich Muße für die Kunstwerke und Installationen nehmen. Außerdem kann man den Ausflug durch eine Runde in der angrenzenden Feldmark beliebig verlängern. Der Würmsee ist mit dem Auto aus Richtung Hannover über die Moorautobahn 37 bis zum Kreuz Kirchhorst und dann über die Autobahn 7 bis zur Anschlussstelle Großburgwedel zu erreichen. Von dort aus geht es über die Landesstraße 381 bis zum Abzweig Richtung Würmsee-Siedlung.
Hannover entdecken

Museum von zu Hause aus
Auf den Spuren der Dinos? Das geht auch virtuell im Landesmuseum. (Foto: Rainer Dröse)
Auf den Spuren der Dinos? Das geht auch virtuell im Landesmuseum. (Foto: Rainer Dröse)
Die Museen sind derzeit zwar geschlossen, doch virtuell gibt es interessante Einblicke in die Sonderausstellungen, die dort derzeit aufgebaut sind. Im Landesmuseum ergründet die spektakuläre Ausstellung Kinosaurier, wie viel die echten Urzeitechsen mit ihren Darstellungen in Filmen und Comics gemein hatten. Online gibt es einen Mediaguide-Rundgang durch die Schau. Und im Historischen Museum beschäftigt sich die Ausstellung “Ausblicke - Einblicke” damit, wie die zukünftige Dauerausstellung des Hauses einmal aussehen soll - und was Hannovers Identität ausmacht. Eine virtuelle Kostprobe gibt es hier.
Die besten Lauftouren in Hannover: Von Alt-Laatzen zum Hemminger Mausoleum

HAZ-Reporter Simon Benne sportlich unterwegs zum Hemminger Mausoleum. (Foto: Tim Schaarschmidt)
HAZ-Reporter Simon Benne sportlich unterwegs zum Hemminger Mausoleum. (Foto: Tim Schaarschmidt)
In unserer Serie stellen HAZ-Autorinnen und -Autoren ihre liebsten Joggingrunden vor. Auf einer 8,7 Kilometer langen Strecke nimmt Redakteur Simon Benne Sie mit von Alt-Laatzen zur Ruine des historischen Mausoleums in Hemmingen - eine Route mit Geschichte(n).
(Fast) Frühling in Hannover

Tomaten gegen Stockrosen: Nachbarn tauschen Saatgut
Corona-Lockdown: Tipps, was man draußen machen kann
Unser Podcast-Tipp

Wie kann nachhaltiges Bauen gelingen? Darüber spricht Werner Sobek im Literarischen Salon. (Foto: Zooey Braun)
Wie kann nachhaltiges Bauen gelingen? Darüber spricht Werner Sobek im Literarischen Salon. (Foto: Zooey Braun)
Der Literarische Salon hat sein Programm auch im Lockdown nicht eingestellt und begrüßt im Podcast immer wieder spannende Gäste. Etwa den Bauingenieur Werner Sobek, der über nachhaltiges Bauen spricht. Die Gespräche sind auf Youtube und Spotify abrufbar. Das Programm mit 16 Veranstaltungen von April bis Juni finden Sie hier.
Zeit fürs Frühstück

Bäcker in Hannover: Vier Handwerksbetriebe überzeugen durch Qualität
Frühstück to go in Hannover: Diese Cafés bieten Essen zum Mitnehmen an
Eine Geschichte am Telefon

Bei Anruf eine großartige Geschichte: Torben Kessler aus dem Ensemble des Schauspiels Hannover ist auch ein erfahrener Hörbuchsprecher. (Foto: Katrin Kutter)
Bei Anruf eine großartige Geschichte: Torben Kessler aus dem Ensemble des Schauspiels Hannover ist auch ein erfahrener Hörbuchsprecher. (Foto: Katrin Kutter)
Lassen Sie sich doch einfach mal eine Geschichte vorlesen. Das zumindest bietet das Schauspiel Hannover an. Schauspielerinnen und Schauspieler lesen am Telefon in der Reihe “Bei Anruf Wort” Gedichte und literarische Texte vor. Unser Kulturchef Ronald Meyer-Arlt hat es schon ausprobiert und war von der Geschichte, gelesen von Schauspieler Torben Kessler, begeistert. Termine gibt es jeweils dienstags und donnerstags zwischen 17.00 und 18.30 Uhr sowie sonnabends zwischen 19.30 Uhr und 21.00 Uhr. Jedes Telefonat dauert etwa 15 Minuten. Termine können auch für April und Mai telefonisch über (05 11) 99 99 11 11 gebucht werden. 
Und schließlich...

Benannt nach dem kultigen Hannover-Getränk: Unsere Glosse "Lüttje Lage" feiert ihren 25. Geburtstag. (Foto: Tim Schaarschmidt)
Benannt nach dem kultigen Hannover-Getränk: Unsere Glosse "Lüttje Lage" feiert ihren 25. Geburtstag. (Foto: Tim Schaarschmidt)
…haben wir noch einen Hinweis in eigener Sache. Dieser Tage feiert die HAZ ein Jubiläum. Seit 25 Jahren servieren wir Ihnen regelmäßig “Lüttje Lagen”. Unsere tägliche Glosse zeigt, wie lustig das Leben in Hannover trotz aller schlechten Nachrichten auch sein kann. Zur Geburtstagsfeier möchten wir Sie einladen: Fünf HAZ-Autorinnen und -Autoren lesen in einem Livestream ihre liebsten “Lüttjen Lagen”. Simon Benne, Uwe Janssen, Hans-Peter Wiechers, Susanna Bauch und Bernd Haase treten dabei etwa 60 Minuten lang live im großen Saal des Kulturzentrums Pavillon vor Kameras auf. Der Stream ist am Sonnabend, 10. April, von 20.15 Uhr an auf www.haz.de zu finden. Eine Anmeldung ist nicht nötig, Kosten entstehen nicht. Wir hoffen, Ihnen damit ein paar fröhliche Momente im trüben Corona-Alltag zu bereiten.
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