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HAZ "Mal raus" - Phänomenales in Wolfsburg und hoch hinaus im Harz

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HAZ "Mal raus"
Liebe Leserinnen und Leser,
wir hätten es gern vermieden, aber auch im letzten Freizeit-Newsletter des laufenden Jahres muss wieder vom Coronavirus die Rede sein. Das Land Niedersachsen hat eine “Weihnachtsruhe” bis in den Januar hinein verhängt, die dazu führt, dass wir weiterhin einiges nicht dürfen, was wir gerne wollen würden.
Wandern ist zum Glück erlaubt. Wir schlagen eine Tour im Harz vor, bei der es hoch hinaus geht. Wem das zu anstrengend ist, dem sei ein Besuch im Science Center Phaeno in Wolfsburg oder im Indoor-Spielpark Abenteuerland in Wedemark-Mellendorf empfohlen. Beides eignet sich für einen Ausflug mit Kindern. Und wenn Sie Ihren Nachwuchs für die Vogelwelt begeistern möchten, gibt es Anfang Januar eine geeignete Aktion des Naturschutzbundes.
Anregungen und Tipps nehmen wir gerne per Mail unter freizeit@haz.de entgegen. Das gilt auch im neuen Jahr. Was wir Ihnen und uns für 2022 vordringlich wünschen, liegt auf der Hand.
Guten Rutsch!
Bernd Haase und Simon Benne

Der große Ausflug

Faszination Wissenschaft
Der Name deutet es an: Im Science Center Phaeno in Wolfsburg begeistern Phänomene aus Wissenschaft und Technik jüngere und ältere Besucher. Es geht nicht nur ums Schauen und Staunen, sondern ums Mitmachen in der deutschlandweit in dieser Form einmaligen Experimentierlandschaft.
Im Phaeno befindet sich unter anderem der größte Feuertornado Europas. (Foto: Lars Landmann)
Im Phaeno befindet sich unter anderem der größte Feuertornado Europas. (Foto: Lars Landmann)
Wohin sich zuerst wenden? Zum Roboter, der mit einer Gruppe von Besuchern plaudert? Zu den Bällen, die in der Luft tanzen? Oder doch lieber zum Feuertornado, der sich vor einem staunenden Publikum in die Höhe windet? Wer das Phaeno betritt, wird erst einmal überwältigt von den vielen akustischen und visuellen Reizen, die auf ihn einströmen. Wegweiser oder Routen durch die Ausstellungsfläche, die so groß wie ein Fußballfeld ist, gibt es nicht. Auch keine trennenden Wände. Gegliedert wird der Raum lediglich durch große Säulen sowie Erhebungen und Ausstülpungen im Boden.
Roboter Smarty ist jederzeit gesprächsbereit. (Foto: Janina Snatzke)
Roboter Smarty ist jederzeit gesprächsbereit. (Foto: Janina Snatzke)
Zu entdecken gibt es viel: Allein die Dauerausstellung zählt rund 350 Exponate. Diese reichen von einem Gerät, das die eigene Reaktionszeit misst, über eine Wärmebildkamera, die die unterschiedlich warmen Körperregionen auf einer Leinwand sichtbar macht, bis hin zu einer Plasmakugel, in der sich Fäden aus leuchtendem Gas bilden, sobald man sie berührt. Ob Mechanik, Optik, Magnetismus, Elektrizität oder Bionik – naturwissenschaftliche Phänomene und Prinzipien werden anschaulich dargestellt und im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar. Auf kleinen Tafeln stehen zwar knappe Erklärungen. Das Verstehen geschieht aber vor allem über die sinnliche Wahrnehmung – und über das Erfahren am eigenen Leib: So kann sich der Besucher wie ein Fakir auf ein Nagelbrett legen, ohne Schmerzen zu erleiden.
Auch die Architektur des Science Centers ist außergewöhnlich (Foto: Silas Stein/dpa)
Auch die Architektur des Science Centers ist außergewöhnlich (Foto: Silas Stein/dpa)
Zum Programm gehören auch Shows, Aktionen und Veranstaltungen. Während der aktuellen Weihnachtsferien in Niedersachsen etwa öffnet täglich eine Schokoladenwerkstatt, im Wissenschaftstheater lassen Showmaster vom 2. Januar an in der Luffffft-Show unter anderem Nebel wabern und Stickstoff sprudeln. Und schließlich ist das Phaeno auch von außen ein Hingucker. Die Architektin Zaha Hadid hat die Ausstellungshalle auf zehn konische Füße gestellt, so dass sie über der Straße thront.
Wie kommt man hin und was kostet das?
Mit dem Auto geht es von Hannover aus über die Autobahnen 2 und 39 nach Wolfsburg, das sind 96 Kilometer Strecke. Das Phaeno liegt am Willy-Brandt-Platz 1 in der Nähe des Hauptbahnhofs. Mit der Bahn ist Wolfsburg von Hannover aus mit den Regionalzügen des Enno erreichbar; auch einige Fernzüge der Deutschen Bahn halten dort. Geöffnet ist während der Ferien mit Ausnahme des Silvestertages täglich von 10 bis 18 Uhr, ansonsten dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr, sonnabends und sonntags von 10 bis 18 Uhr. Eintrittskarten kosten für Erwachsene 14 Euro und für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren 9 Euro. Außerdem sind Ermäßigungs- und Familientickets im Angebot. Aktuell gilt die 2G-plus-Regel, wobei Geboosterte von der Testpflicht befreit sind. Weitere Informationen finden Sie hier.
Was gibt es noch?
Das Kraftwerk von VW ist das eigentliche Wahrzeichen Wolfsburgs. Rechts im Bild sieht man einen Teil der Autostadt. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
Das Kraftwerk von VW ist das eigentliche Wahrzeichen Wolfsburgs. Rechts im Bild sieht man einen Teil der Autostadt. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
So einiges - den Allerpark beispielsweise oder die Autostadt Wolfsburg von VW, die allerdings allein einen Tagesausflug beansprucht. Und wer shoppen will, kann den Designer Outlets einen Besuch abstatten. All das liegt nah beieinander.
Der kleine Ausflug

Fahrt ins Abenteuerland
Auch ein Bällebad zählt zu den rund 160 Angeboten im Abenteuerland. (Foto: Patricia Chadde)
Auch ein Bällebad zählt zu den rund 160 Angeboten im Abenteuerland. (Foto: Patricia Chadde)
Von Hüpfburgen und Riesenrutschen über Bobbycars und Elektroautos bis hin zu einem riesigen Kletterturm hat der Indoorspielpark in Wedemark-Mellendorf alles im Angebot, was das Kinderherz begehrt. Bis auf Silvester und Neujahr hat das Abenteuerland auch in der Ferienzeit täglich zwischen 10 und 19 Uhr geöffnet. Der Tageseintritt kostet für Kinder ab einem Jahr 9,50 Euro und für die erwachsenen Begleitpersonen 4 Euro. Es gilt die 2G-plus-Regel – Zutritt nur für Geimpfte oder Genesene mit einem negativen, tagesaktuellen Covid-Test. Letzteres ist für geboosterte Besucher nicht erforderlich. Das Abenteuerland befindet sich an der Straße Am Freizeitpark 6 in Wedemark-Mellendorf in direkter Nachbarschaft zur dortigen Eishalle. Erreichbar ist es von Hannover aus auch mit den S-Bahnen der Linie 4. Weitere Informationen finden Sie hier.
Raus zur Wanderung

Über die höchsten Harzer
Die drei höchsten Berge des Harzes kann man an einem Tag besteigen mit einer Wanderung über den Achtermann, den Brocken und den Wurmberg. Im Winter hat das seine speziellen Reize, wenn das Wetter passt. Man braucht dazu Kondition, Wanderschuhe und wetterangepasste Kleidung sowie gerne auch einen Rucksack mit Wegzehrung und, wenn man sich nicht nur auf die Beschilderung verlassen will, eine Wanderkarte – elektronisch auf dem Smartphone oder klassisch analog.
Winterwandern hat seine eigenen Reize - wenn das Wetter mitspielt. (Foto: Matthias Bein/dpa)
Winterwandern hat seine eigenen Reize - wenn das Wetter mitspielt. (Foto: Matthias Bein/dpa)
Ausgangspunkt der Tour ist das Gasthaus Königskrug an der Harz-Hochstraße. Von dort aus geht es zum Achtermann, mit 927 Metern der kleinste der drei hohen Harzer. Nach knapp der Hälfte der Strecke verzweigt sich die Route. Wir empfehlen die schwierige Variante, die nicht wirklich anspruchsvoll ist, aber landschaftlich schöner. Nach einer halben Stunde ist die Achtermannshöhe erreicht.
Vom Achtermann aus führt der ausgeschilderte Weg Richtung Brocken zunächst durch den Wald zum Dreieckigen Pfahl. Von dort geht es zum Goetheweg, der vom Torfhaus kommt und die am stärksten frequentierte Route zum 1142 Meter hohen Brocken ist. Oben auf dem Gipfel wird man bei schönem Wetter nicht allein sein, weil auch die Schmalspurbahn Touristen dort hochbringt und die Fernsicht dann wunderbar ist.
Das Plateau mit dem Brockengarten ist der höchste Punkt der Tour. (Foto: Matthias Bein/dpa)
Das Plateau mit dem Brockengarten ist der höchste Punkt der Tour. (Foto: Matthias Bein/dpa)
Auf der dritten Etappe wandert man zunächst die Brockenstraße bergab, bis rechts der Weg durch den steilen Eckerlochstieg hinunter nach Schierke führt. Dort weist ein Schild gleich am Ortsrand Richtung Wurmberg. Durch den Wald und zuletzt in Serpentinen erreicht man Gipfel Nummer drei, 971 Meter hoch. Folgen noch der Abstieg nach Braunlage und die Wanderung über die Alte Harzburger Straße zurück zum Königskrug.
Blick vom Wurmberg zum Brockenplateau. (Foto: Swen Pförtner/dpa)
Blick vom Wurmberg zum Brockenplateau. (Foto: Swen Pförtner/dpa)
Die geschilderte Tour ist 26,9 Kilometer lang und bringt es auf satte 2000 Höhenmeter - je zur Hälfte bergauf und bergab. Das ist anspruchsvoll, aber man kann abkürzen. Knapp vier Kilometer spart man sich, wenn man von Braunlage mit der Buslinie 820 zurück zum Königskrug fährt. Noch einmal vier Kilometer kürzer wird die Tour durch die Abfahrt vom Wurmberg nach Braunlage mit der Seilbahn.
Zum Ausgangspunkt geht es mit dem Auto aus Richtung Hannover über die A7 zum Dreieck Salzgitter, dann auf der B6 über Goslar nach Bad Harzburg und schließlich auf der B4 (Harzhochstraße) zum Königskrug. Wenn dort keine Parkplätze frei sind, fährt man weiter nach Braunlage, stellt dort das Auto ab und nimmt den Bus zum Königskrug. Mit der Bahn geht es stündlich von Hannover nach Bad Harzburg und dann weiter mit dem Bus.
Für die Wanderung empfiehlt sich generell: Je eher man loskommt, desto besser ist es.
Die Wanderroute im Detail
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Mal was anderes

Hörspiele über das Moor
Frosch Yorck, Moorfee Frida und Haselmaus Kiki sind die Protagonisten der Hörgeschichten. (Bildquelle: Region Hannover).
Frosch Yorck, Moorfee Frida und Haselmaus Kiki sind die Protagonisten der Hörgeschichten. (Bildquelle: Region Hannover).
Die Moore der Region Hannover sind Schauplatz von acht Hörgeschichten, die das Team Regionale Naherholung der Behörde hat einspielen lassen. Es geht um teils ernste Themen wie etwa Arten- und Klimaschutz, die aber familiengerecht und unterhaltsam aufbereitet sind. Die Episoden sind unabhängig voneinander zu hören und dauern jeweils zwischen sechs und sieben Minuten. Zu finden sind sie unter www.hannover.de, Stichwortsuche Moorgeschichten.
Und schließlich

Auch der Haussperling ist bei der Stunde der Wintervögel ein Zählkandidat. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
Auch der Haussperling ist bei der Stunde der Wintervögel ein Zählkandidat. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
… könnten Sie sich einmal den Vögeln in Ihrem Garten oder in öffentlichen Grünanlagen widmen. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) ruft vom 6. bis zum 17. Januar zur Stunde der Wintervögel auf, einer Art Vogelzensus, bei dem sich auch Laien beteiligen können. Erstens ist es lehrreich, zweitens macht es Spaß und drittens hilft das Vogelzählen für Bestandserhebungen. Wie die Aktion funktioniert, erfahren Sie auf der Homepage des Nabu, also hier.
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