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HAZ "Mal raus" - Im Huhniversum und auf dem Kanstein

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HAZ "Mal raus"HAZ "Mal raus"
HAZ "Mal raus"
Liebe Leserinnen und Leser,
herzlich willkommen zum 50. Freizeit-Newsletter der HAZ. Wenn wir uns zu diesem Anlass etwas wünschen dürfen, dann hätten wir gern mehr Licht am Himmel. Das wäre für unseren Wandervorschlag von Bedeutung. Vom Thüster Berg aus kann man weit in die Landschaft blicken - aber nur, wenn es nicht zu grau ist.
Zu unseren Tipps gehört ferner die Ausstellung des Zeichners Peter Gaymann im Wilhelm-Busch-Museum in Hannover, in dessen Karikaturen Hühner die entscheidende Rolle spielen. Neongolf, Geocaching, Joggen und einen Besuch im Kulturzelt in Langenhagen schlagen wir Ihnen ebenfalls vor.
Wenn Sie wissen wollen, was wir in der Vergangenheit an Freizeittipps zusammengetragen haben: Sämtliche Newsletter-Ausgaben stehen unter freizeit-newsletter.haz.de im Internet. Sie finden große und kleine Ausflugsziele in der Region Hannover und in ganz Norddeutschland, Wander- und Radtouren, Kultur- und Sportangebote, Gastrotipps und manche Kleinigkeiten, die uns einen Hinweis wert waren und sind.
Wenn Sie Anregungen und Tipps haben, nehmen wir sie gern per Mail unter freizeit@haz.de entgegen. Ansonsten hoffen wir, dass die Winterruhe in Niedersachsen denn doch bald vorbei ist und nicht nahtlos in die Frühjahrsmüdigkeit übergeht.
Munter bleiben, viele Grüße
Bernd Haase

Der große Ausflug...

… führt dieses Mal gar nicht so weit weg - jedenfalls aus hannoverscher Sicht. Er hat als Ziel das Wilhelm-Busch-Museum für Karikatur und Zeichenkunst, weil es dort etwas zu lachen gibt - bei der Ausstellung “Von Hühnern und Menschen” des Zeichners Peter Gaymann. HAZ-Redakteur Uwe Janssen hat sie sich angesehen.
Peter Gaymann und sein Huhn signieren eine Leinwand. (Foto: Tim Schaarschmidt)
Peter Gaymann und sein Huhn signieren eine Leinwand. (Foto: Tim Schaarschmidt)
Wenn Peter Gaymann das Wesen des Menschen beim Bürzel packen will, greift er am liebsten zum Huhn. Mehr als sein halbes Leben schon, und das so erfolgreich, dass fast jedem seine Legbegleiter schon mal begegnet sind – in Zeitungen, Zeitschriften, im Buchladen, auf Plakaten oder eben in Ausstellungen. Sein „Huhniversum“ ist nun im Wilhelm-Busch-Museum zu sehen – und nicht nur das.
Die Schau „Von Hühnern und Menschen“ zeigt auch, was der 71-jährige Freiburger in seiner langen Karriere sonst noch gemacht hat. Eine Art begehbare Biografie, die in Teilen huhnfrei ist, aber nie ohne diesen leichten Witz, der selten böse, aber immer treffsicher daherkommt.
Huhnentschiedenes Federvieh - das Markenzeichen des Zeichners. (Foto: Tim Schaarschmidt)
Huhnentschiedenes Federvieh - das Markenzeichen des Zeichners. (Foto: Tim Schaarschmidt)
Außer dem Besten vom Huhn zeigt die Ausstellung in Hannover auch Menschen mit Masken und ähnliche Eindrücke der infektiösen Gegenwart aus Gaymanns Perspektive. Wer noch in den Museumsgarten geht, trifft wieder auf Hühner. Wein trinkende, Zeitung lesende, gärtnernde und immer fröhliche Hühner, die Gaymann hier aufgestellt hat und die den tristen Februar mit ein wenig sonnigem Gelb aufhellen.
Eine Begebenheit aus infektiösen Zeiten. (Foto: Tim Schaarschmidt)
Eine Begebenheit aus infektiösen Zeiten. (Foto: Tim Schaarschmidt)
In der oberen Etage hängen weitere Arbeiten von Peter Gaymann – als Teil der ebenfalls neuen Schau „Ohne Moos nichts los …“, die sich, man ahnt es, mit der Macht des Geldes in der Karikatur befasst. Hier zeigt das Museum die beeindruckende Tiefe seines Bestandes und hat aus vier Jahrhunderten den satirischen Umgang mit Geld zusammengestellt.
Wie kommt man hin und was kostet das?
Das Wilhelm-Busch-Museum befindet sich im Georgengarten in Hannover und gehört damit zum Ensemble der Herrenhäuser Gärten. Erreichbar ist es mit den Stadtbahnen der Linien 4 und 5, Station Schneiderberg/Wilhelm-Busch-Museum. Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. Die Peter-Gaymann-Ausstellung ist bis zum 19. Juni zu sehen.
Im Großen Garten in Herrenhausen kann man interessante Gesichter sehen. (Foto: Samantha Franson)
Im Großen Garten in Herrenhausen kann man interessante Gesichter sehen. (Foto: Samantha Franson)
Was gibt es noch?
Die Herrenhäuser Gärten als Gesamtensemble mit dem Landschaftsgarten Georgengarten, dem Großen Garten mit seinen Barockanlagen und dem botanischen Berggarten mit den Pflanzenschauhäusern - all dies macht Herrenhausen zu Hannovers größter Touristenattraktion. Wer Lust auf etwas anderes in der Nähe hat, kann dem Sea-Life-Aquarium am Berggarten einen Besuch abstatten.
Der kleine Ausflug

Minigolf im Schwarzlicht
Beim Neongolf geht es sehr bunt zu. (Foto: Tim Schaarschmidt)
Beim Neongolf geht es sehr bunt zu. (Foto: Tim Schaarschmidt)
Auf den Minigolfplätzen der Region herrscht Winterpause, aber den Schläger schwingen kann man trotzdem. Die Alternative heißt Neongolf und bietet ein 3-D-Schwarzlicht-Erlebnis. In der Heiligerstraße 15/16 in Hannovers Fußgängerzone besteht auf 500 Quadratmetern eine Anlage mit 18 Bahnen, untergliedert in die drei Themenwelten Unter Wasser, Dschungel und Weltraum. Alles erstrahlt in leuchtend bunten Farben. Informationen zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und den aktuellen Corona-Regeln stehen hier.
Raus zur Wanderung

Die beschriebene Wanderroute ist 7,1 Kilometer lang. (Grafik: Google Maps)
Die beschriebene Wanderroute ist 7,1 Kilometer lang. (Grafik: Google Maps)
Weitblick auf dem Kanstein
In Salzhemmendorf beginnt eine Rundwanderung durch den Kanstein, der nördlichsten und mit knapp 440 Metern höchsten Erhebung des Höhenzugs Thüster Berg. Sie empfiehlt sich besonders bei schönem Wetter - wegen der Aussichten.
Die Kansteiner Klippen liegen an der Route des Rundwanderweges. (Foto: Weserbergland Tourismus/GeTour)
Die Kansteiner Klippen liegen an der Route des Rundwanderweges. (Foto: Weserbergland Tourismus/GeTour)
Die Wanderroute beginnt am Parkplatz am Felsenkellerweg in Salzhemmendorf. Von dort aus führt die Strecke zunächst auf dem Limberger Weg Richtung Osten am Waldrand entlang aus dem Ort heraus. Nach einem Schlenker um den Steinbruch herum knickt sie an den Levedagser Klippen ab und hinein in den Wald.
Von nun an geht es stetig, aber nicht steil bergauf. Ziel ist der Lönsturm, 26 Meter hoch, 1928 erbaut und nach dem Heidedichter Hermann Löns benannt, der den Thüster Berg schätzte. Bei klarer Sicht reicht der Blick über die gesamte Region Hannover hinweg bis zum Harz mit dem Brocken oder zum Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald.
Der Lönsturm steht auf dem höchsten Punkt der Wanderstrecke. (Foto: Weserbergland Tourismus/GeTour)
Der Lönsturm steht auf dem höchsten Punkt der Wanderstrecke. (Foto: Weserbergland Tourismus/GeTour)
Von nun an geht es wieder bergab. Die Strecke führt an aufgelassenen Steinbrüchen und Klippen vorbei. Letztere sind bei Kletterern aus ganz Norddeutschland beliebt. Eine von ihnen hört auf den schönen Namen Bockshorn, in das man sich aber nicht jagen lassen muss. Die Steinbrüche sind von der Natur zurückerobert worden; das Gebiet ist wegen seiner Tier- und Pflanzenwelt Fauna-Flora-Habitat und steht damit unter besonderem Schutz. Vom Bockshorn aus ist es dann nicht mehr weit bis Salzhemmendorf und damit zum Ausgangspunkt der Tour.
Die beschriebene Strecke ist 7,1 Kilometer lang und weist insgesamt 600 Höhenmeter auf. Sie führt über gut ausgebaute Wege und Straßen. Salzhemmendorf ist von Hannover aus mit dem Auto über die Bundesstraße 3 bis Elze und dann weiter über die Bundesstraße 1 erreichbar. Wer nach der Wanderung noch schwitzen oder entspannen will, kann das in der Ith Sole Therme in Salzhemmendorf tun. Nähere Informationen finden Sie hier.
Die Strecke im Detail
Hannover entdecken

Ins Reich der schwarzen Kunst
Lothar Preikschat gehört zu den Initiatoren des Buchdruckmuseums. (Foto: Christian Behrens)
Lothar Preikschat gehört zu den Initiatoren des Buchdruckmuseums. (Foto: Christian Behrens)
Bleilettern ruhen in Setzkästen, wie geheimnisvolle Apparaturen stehen alte Druck- und Setzmaschinen in den Räumen des kleinen Gebäudes. Seit 2007 hat das Buchdruckmuseum Hannover sein Domizil in einem Hinterhof in der Limmerstraße 43 in Linden. “Wir sind ein lebendes Museum”, sagt sein Leiter Wolfgang Schmidt. Besucher dürfen die funktionsfähigen Maschinen teils eigenhändig ausprobieren - ein Ausflug in die Welt der Drucker, Setzer und Binder.
Das Haus bewahrt alte Handwerkstechniken, die in modernen Betrieben längst nicht mehr angewandt werden. Durch die Corona-Pandemie ist das kleine, vom Verein “Freundeskreis Schwarze Kunst” getragene Museum in Existenznot geraten. Nach langer Schließung kann es nun wieder kleine Besuchergruppen empfangen. Termine können unter (0511) 220 82 53 oder buchdruck.museum@htp-tel.de vereinbart werden. Wenn Sie mehr über das Museum wissen wollen, können Sie hier einen Bericht von HAZ-Redakteur Simon Benne lesen.
„Hannover sauber!“-Geocache von Aha an Davenstedter Straße versteckt
Laufen in Hannover: Eine Joggingrunde durch den Misburger Wald
Warum immer mehr Hannoveraner wieder Schallplatten kaufen
Mal was anderes

Kleinkunst im Zelt
Das Kulturzelt in Langenhagen ersetzt derzeit den Theatersaal. (Foto: Gabriele Gerner)
Das Kulturzelt in Langenhagen ersetzt derzeit den Theatersaal. (Foto: Gabriele Gerner)
Seit Jahrzehnten hat Langenhagen einen überregionalen Bekanntheitsgrad in Sachen Kleinkunst, vor allem durch das Festival Mimuse. Weil der Theatersaal als Hauptspielstätte aktuell auf unbestimmte Zeit wegen eines Wasserschadens nicht zur Verfügung steht, hat die Stadt im Zentrum ein Kulturzelt aufbauen lassen. Es bietet in den kommenden Tagen und Wochen Kabarett etwa mit Horst Evers oder Timo Wopp, die Puppenshow Murzarella und auch Konzerte. Angaben zu Programm, Preisen und Vorverkauf stehen hier.
Und schließlich...

… könnten Sie mal schauen, was es in der Welt der Bilderbücher Neues gibt. Weil der für den 13. Februar vom Lesenetzwerk Hannover geplante Bilderbuch-Sonntag pandemiebedingt ausfallen muss, bietet die städtische Zentralbibliothek in der Hildesheimer Straße 12 als Ersatz noch bis zum 1. März eine große Ausstellung mit aktuellen Bilderbüchern und vielen Bastel-, Spiel- und Vorlesetipps rund ums Bilderbuch. Geöffnet ist montags bis sonnabends von 11 bis 19 Uhr.
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