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HAZ "Mal raus" - Heide, Pilze und ein Irrgarten

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HAZ "Mal raus"
Liebe Leserinnen und Leser,
willkommen zur neuen Ausgabe unseres Freizeitnewsletters “Mal raus”. So, wie es derzeit ausschaut, stehen noch ein paar schöne Spätsommertage ins Haus, was den Freizeitmöglichkeiten entgegen kommt.
Wir haben dieses Mal einen kleinen Schwerpunkt auf die Lüneburger Heide gelegt. Dort können Sie sich in einem Irrgarten verlaufen oder auf einer Radtour die Heideblüte bewundern, bevor es mit der Pracht für dieses Jahr wieder vorbei ist.
Pilze finden können Sie in der Heide ebenfalls, aber auch in der Region Hannover. Wir geben Ihnen zur Saison ein paar Tipps. Auch möchten wir Ihnen Hannovers ältestes Gotteshaus ans Herz legen. Die Klosterkirche Marienwerder hat zu ihrem 825. Geburtstag ein kleines, feines Veranstaltungsprogramm aufgelegt.
Wie immer freuen wir uns über Tipps und Anregungen für künftige Ausgaben. Melden Sie sich gern per Mail unter freizeit@haz.de bei uns.
Herzliche Grüße
Bernd Haase
aus dem HAZ-Freizeit-Team

Der große Ausflug

Sich mal verirren
Der größte Irrgarten überhaupt in Niedersachsen befindet sich in Bispingen in der Lüneburger Heide. Dort steht das wandelbare Abenteuerlabyrinth aus Holz. Da es ein Stecksystem ist, kann es immer wieder umgebaut werden. Wer also den Weg hinaus gefunden hat, kann beim nächsten Mal nicht sicher sein, es auf gleiche Weise wieder zu schaffen.
Wer sich im Labyrinth auf den Weg macht, kommt an Abenteuerstationen vorbei. (Foto: www.lueneburger-heide.de)
Wer sich im Labyrinth auf den Weg macht, kommt an Abenteuerstationen vorbei. (Foto: www.lueneburger-heide.de)
In dem Gewirr von Gängen auf 2800 Quadratmeter Fläche befinden sich unter anderem Abenteuerstationen, 18 an der Zahl, bei denen motorische Fähigkeiten gefragt sind - Klettern, Balancieren, Hüpfen oder Hangeln zum Beispiel. Außerdem gibt es eine Rätsel-Rallye, in der sich die Region Lüneburger Heide besser kennen lernen lässt.
Auch im Angebot: Eine Zwergenrallye für die kleineren Besucher und die Pit-Pat-Anlage im Außenbereich. Hinter der Bezeichnung verbindet sich eine Mischung aus Minigolf und Billard. Sollte man komplett die Orientierung verlieren, gibt es im Zentrum der Anlage einen knapp zehn Meter hohen Turm. Der dient sowohl als Navigationshilfe von unten als auch für den Überblick von oben.
Sieht verschachelt aus - ist es auch. (Foto: www.lueneburger-heide.de)
Sieht verschachelt aus - ist es auch. (Foto: www.lueneburger-heide.de)
Was kostet das und wie kommt man hin?
Das Abenteuerlabyrinth ist im September und Oktober täglich von 10.30 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet, in den Wintermonaten dann an den Wochenendtagen von 11 bis 16 Uhr. Erwachsene zahlen 9 Euro, Kinder ab 4 Jahren 6 Euro. Darüber hinaus sind Familienkarten im Angebot.
Die Anlage befindet sich am Gaußschen Bogen 4 in Bispingen. Mit dem Auto erreicht man sie von Hannover aus über die Autobahn 7, Abfahrt Bispingen; das sind rund 90 Kilometer Fahrtstrecke. Einen direkten Bahnanschluss gibt es dort nicht.
Was gibt es noch?
Auch die Modellbauwelten lohnen einen Besuch. (Foto: Carolin George)
Auch die Modellbauwelten lohnen einen Besuch. (Foto: Carolin George)
So einiges. Die Modellbauwelten beispielsweise, eine Miniatureisenbahn-Anlage, die unter der Bispinger Skihalle aufgebaut wurde. Das nahe gelegene Abenteuerland Lüneburger Heide wirbt damit, der modernste Trampolinpark Deutschlands zu sein. Es gibt außerdem eine Boulderwand, einen Hochseilgarten und einen Ninja-Parcours. Ein rasantes Erlebnis auf der Straße bietet die Kartbahn des ehemaligen Formel-1-Piloten Ralf Schumacher.
Der kleine Ausflug

Pilze finden
Auch im Forst Rundshorn in der Wedemark werden Pilzfreunde fündig. (Foto: Martin Steiner)
Auch im Forst Rundshorn in der Wedemark werden Pilzfreunde fündig. (Foto: Martin Steiner)
Der Herbst für ist für Pilzsammler besonders – zu dieser Jahreszeit gibt es die größte Auswahl an Pilzen in den Wäldern.
Auch in Hannover und der Region ist Pilzesammeln gar nicht schwer. Die klassischen deutschen Speisepilze wie Steinpilze, Maronen, Herbsttrompeten, Pfifferlinge, Champignons und Schopftintlinge sind auch hier zu Hause. Sie wachsen gern dort, wo es feucht ist - in Mulden und kleinen Kuhlen etwa, aber auch in Gesellschaft von Bäumen.
In der Stadt Hannover ist die Eilenriede Anlaufpunkt Nummer eins; aber auch im Misburger Wald, dem Mecklenheider Forst und in der Seelhorst können Sammler fündig werden. Außerhalb der Stadtgrenzen lockt der Deister rund um den Nienstedter Pass mit vielen Pilzsorten, ebenso wie der Forst Rundshorn in der Wedemark, das Burgdorfer Holz, der Saupark Springe und der Hildesheimer Wald.
Die Grundvoraussetzungen für ein Pilzgericht sind geschaffen. (Foto: Tim Schaarschmidt)
Die Grundvoraussetzungen für ein Pilzgericht sind geschaffen. (Foto: Tim Schaarschmidt)
Und wenn Sie noch ein paar Tipps und Anregungen für den richtigen Umgang mit Pilzen in der Küche suchen - HAZ-Feinschmecker Hannes Finkbeiner hat welche parat. Sie finden sie hier.
Raus mit dem Rad

Unsere Route durch die Südheide ist rund 39 Kilometer lang. (Quelle: GoogleMaps)
Unsere Route durch die Südheide ist rund 39 Kilometer lang. (Quelle: GoogleMaps)
Zur Blüte in die Heide
Die Heide steht in voller Blüte, teilweise hat die Pracht ihren Höhepunkt schon überschritten. Höchste Zeit also für eine spätsommerliche Runde. Wir schlagen die Große Heidetour im Naturpark Südheide vor, auf der sich außer Blütenpracht noch anderes entdecken lässt.
Die Misselhorner Heide aus der Luft betrachtet. (Foto: www.lueneburger-heide.de)
Die Misselhorner Heide aus der Luft betrachtet. (Foto: www.lueneburger-heide.de)
Ausgangspunkt der Tour ist der Parkplatz Misselhorner Heide bei Hermannsburg, wo auch ein Panoramaweg beginnt. Dort kann man sich mit Informationen darüber, wie die Landschaft im Laufe der Jahrhunderte entstanden ist, auf das Folgende einstimmen.
Der Weg führt zunächst auf den Eicksberg mit Blick über das Tiefental und dann durch den Wald in die Ortschaft Lutterloh. Auf dem Weg Richtung Unterlüß folgt die Heide am Schillohsberg und dann ein Stück weit den Spuren des Mathematikers Carl-Friedrich Gauß, der hier zur Landvermessung unterwegs war.
Mit etwas Glück trifft man unterwegs auf Heidschnucken - hier in der Großen Heide bei Oberohe. (Foto: www.lueneburger-heide.de)
Mit etwas Glück trifft man unterwegs auf Heidschnucken - hier in der Großen Heide bei Oberohe. (Foto: www.lueneburger-heide.de)
Vor Unterlüß knickt die Route Richtung Norden in die Große Heide bei Oberohe ab. Es folgen der größte Wacholderwald Niedersachsens, das Dörfchen Schmarbeck mit seinen historischen Höfen und dann Faßberg, wo sich die Erinnerungsstätte zur Luftbrücke für Berlin befindet.
Anwesen in Weesen mit Bäumen und spätsommerlichem Lichtspiel. (Foto: www.lueneburger-heide.de)
Anwesen in Weesen mit Bäumen und spätsommerlichem Lichtspiel. (Foto: www.lueneburger-heide.de)
Über Hankenbostel geht es weiter zur kleinen Heide bei Gerdehaus. Danach verläuft der Weg durch den Wald Richtung Süden nach Weesen und von dort über kleine Wirtschaftswege zurück zum Ausgangspunkt. Wer mag, kann vorher noch den etwa dreieinhalb Kilometer langen Abstecher nach Hermannsburg einschieben, wo es unter anderem ein Heimatmuseum zu besichtigen gibt.
Die ausgeschilderte Tour ist 39 Kilometer lang, mit dem Abstecher nach Hermannsburg sind es 46 Kilometer. Sie führt größtenteils über befestigte oder asphaltierte Radwege, im Wald gibt es aber auch sandige Passagen. Der Weg ist mit einem Piktogramm gekennzeichnet. Hermannsburg ist von Hannover aus mit dem Auto über die Bundesstraße 3 nach Celle und dann weiter über die Landesstraße 240 zu erreichen. Der Parkplatz Misselhorner Heide liegt an der Straße Richtung Unterlüß etwa 1,5 Kilometer hinter dem Ortsausgang. Alternativ kann man die Tour auch in Unterlüß starten, denn dort halten von Hannover aus die Regionalzüge des Metronom. Zur eigentlichen Strecke gibt es einen ausgeschilderten Radweg als Zubringer.
Die Strecke im Detail
Hannover entdecken

Clemens Fürtler und David Mozny bei der Brutalismus-Schau in der Faust
Graffiti-Festival bringt mit Straßenkunst Farbe auf Hannovers Wände
Vorwiegend heiter: Originelle Arbeiten bei der 89. Herbstausstellung des Kunstvereins
Kindheitsreisen: Die Ausstellung „Refugium“ im Edelhof Ricklingen
Und schließlich

Zum Jubiläum in die Klosterkirche
Sie gilt als Hannovers ältestes Gotteshaus: Die Klosterkirche Marienwerder feiert in diesem Jahr ihr 825-jähriges Bestehen. Graf Konrad von Roden stiftete die Kirche und das Kloster „Sanctae Mariae in Werdere“ im Jahr 1196. Heute leben hier evangelische Konventualinnen, die romanische Kirche steht unter der Ägide der Klosterkammer.
Zum Jubiläum gibt es in der Kirche bis zum vierten Advent jeden Sonntag um 9.30 Uhr einen besonderen Gottesdienst. Zudem ist die Kirche jeweils sonntags von 14 bis 16 Uhr für Besucher geöffnet. Dort liegen Erkundungsbögen für Familien sowie Literatur für Erwachsene aus.
Kirchenführungen stehen am 12. September um 11 Uhr sowie am 28. September um 14 Uhr und am 10. Oktober um 11 Uhr auf dem Programm. Um Anmeldung unter gemeindebuero@marienwerder.de wird gebeten. Weitere Infos unter www.marienwerder.de im Internet.
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