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HAZ "Mal raus" - Heide, Harz und Lüttje Lagen

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HAZ "Mal raus"
Liebe Leserinnen und Leser,
es ist wirklich ein Kreuz mit dieser Pandemie. Während wir diesen Freizeit-Newsletter zusammenstellen und schreiben, wissen wir noch gar nicht genau, was genau zu Ostern erlaubt ist und was nicht. Was wohl generell wie auch im Detail am besten hilft, ist Ruhe bewahren.
Rad fahren werden wir dürfen, wir haben dieses Mal eine Tour in der Lüneburger Heide ausgesucht. Zum Wandern geht es nach längerer Pause wieder einmal in den Harz auf eine Tour, die in der Regeln nicht überlaufen ist. Alternativen sind ein literarischer Spaziergang in Hannover und eine Joggingrunde am Kanal. Und schließlich feiern wir bei der HAZ am 1. April ein kleines Jubiläum, auf das wir sie freundlich hinweisen.
Wir wünschen Ihnen frohe Ostertage, bleiben Sie gesund und munter - und hoffen Sie mit uns, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft nicht mehr darüber reden müssen, was alles nicht geht.
Beste Grüße
Nadine Wolter und Bernd Haase
vom HAZ-Freizeitteam

Raus mit dem Rad

Die Vogelpark-Route durch die Heide
Er nannte sich früher Vogelpark und ist mittlerweile zum Weltvogelpark gewachsen. Die Anlage in Walsrode zählt zu den bekanntesten Ausflugszielen in Norddeutschland. Sie ist Start- und Zielpunkt einer Radtour durch die umliegende Heidelandschaft und durch kleinere und größere Ortschaften.
Auch in der Lüneburger Heide herrscht jetzt Frühlingserwachen. (Foto: Lüneburger Heide GmbH)
Auch in der Lüneburger Heide herrscht jetzt Frühlingserwachen. (Foto: Lüneburger Heide GmbH)
Vom Startpunkt am Vogelpark führt die Strecke zunächst durch ein Waldstück in den Walsroder Stadtkern mit dem zwischen zwei Einkaufsstraßen gelegenen Kloster und seinen Barockgebäuden. Über die Bahnlinie hinweg geht es in das Dorf Meinerdingen, wo es eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert zu sehen gibt - derzeit nur von außen. Durch Wald und Feld verläuft die Route in Richtung Düshorn.
In der Heide wächst nicht nur Heide, sondern auch Ginseng. (Foto: Philipp Schulze/dpa)
In der Heide wächst nicht nur Heide, sondern auch Ginseng. (Foto: Philipp Schulze/dpa)
Bei Bockhorn befindet sich die Florafarm - angeblich der einzige Ort in Europa, an dem koreanischer Ginseng in professionellem Stil angebaut und als Arzneimittel und in der Kosmetik vermarktet wird. Es folgen der Kurort Bad Fallingbostel und danach die Lönsheide. Heimatverbundene wissen es natürlich: Sie trägt ihren Namen nach dem sogenannten Heidedichter Hermann Löns, dessen Grab hier liegt und dem an mehreren Orten in der von ihm geliebten Landschaft Denkmale errichtet wurden - so auch hier.
Das Lönsgrab bei Bad Fallingbostel. (Foto: Kristoffer Finn)
Das Lönsgrab bei Bad Fallingbostel. (Foto: Kristoffer Finn)
Hinter der Lönsheide erreicht die Tour das Dorf Bomlitz, bekannt unter anderem durch die Cordinger Mühle und den dort zu besonderen Gelegenheiten wie Festen gebackenen frischen Butterkuchen. Feste fallen aber auch in Bomlitz bis auf weiteres flach, was bleibt, ist Naturgenuss. Den gibt es auf der letzten Etappe zurück nach Walsrode in der Eibia/Lohheide mit ihren Wacholderflächen, Bachläufen und urzeitlichen Hügelgräbern. Mit etwas Glück sind auch Wildtiere zu beobachten. Fuchs und Hase sagen sich in dieser Landschaft noch gute Nacht.
Die beschriebene Tour ist 31 Kilometer lang und stellt keine besonderen Herausforderung dar. Walsrode ist mit dem Auto gut zu erreichen, es hat schließlich ein eigenes Autobahndreieck. Mit der Bahn kommt man von Hannover aus mit dem Heidesprinter Erixx in die Kleinstadt.
Das ist die Route auf einer interaktiven Karte
Der Vogelpark ist geöffnet - in Teilbereichen
Am 21. März ist der Weltvogelpark in die Saison gestartet. (Foto: Philipp Schulze/dpa)
Am 21. März ist der Weltvogelpark in die Saison gestartet. (Foto: Philipp Schulze/dpa)
Nach viereinhalb Monaten Pause hat der Weltvogelpark in Walsrode zum Frühlingsanfang am 21. März wieder geöffnet. Neue Tiere gibt es dort etwa im Kolibrihaus mit den nur wenige Zentimeter großen Pipras. Die kleinen Vögel leben eigentlich in den tropischen Wäldern Südamerikas. Insgesamt sind in dem Park im Heidekreis 4000 Vögel aus etwa 650 Arten zu Hause. Derzeit können 2000 Besucher in den Park. Um einen Einlass zu gewährleisten, gibt es eine Onlineticketbuchung. Wegen der Unwägbarkeiten empfiehlt sich ein tagesaktueller Blick auf die Internetseite des Parks.
Raus zur Wanderung

Auf Schiefers Spuren
Der Autor Richard Goedeke hat einige Bücher über den Harz geschrieben. Sein jüngstes Werk “Historische Pfade im Harz”, erschienen im Bruckmann-Verlag, weist 30 besondere Wege durch das geschichtsträchtige Mittelgebirge. Einer davon führt von Goslar aus zu den Fundorten des Schiefers, mit dem viele Dächer der alten Kaiserstadt bedeckt sind.
Die Kaiserpfalz ist das Wahrzeichen Goslars. Ganz in der Nähe beginnt die Wanderung. (Foto: Peter Steffen/dpa)
Die Kaiserpfalz ist das Wahrzeichen Goslars. Ganz in der Nähe beginnt die Wanderung. (Foto: Peter Steffen/dpa)
Startpunkt der Tour ist der Parkplatz an der Rammelsberger Straße am Rand der Altstadt Goslars. Von dort weist der Bach Gose den Weg bis zur geschotterten Alten Harzstraße. Durch Wiesengelände geht es in den Wald, wo bald Halden und überwachsene Löcher der ehemaligen Ratsschiefergrube zu sehen sind. Nächstes Ziel ist die Alte Pferdetränke mit einem historischen Steintrog. Hier verlässt die Route die Alte Harzstraße und verläuft über eine Asphaltstraße bis zu einem Wegekreuz. Es folgt ein Hangweg um die Kuppe des Glockenberges.
Die folgende Passage ist der Taubenstieg, von dem aus sich unterwegs schöne Blicke auf den Granestausee bieten. Es geht abwärts zum Parkplatz unter den Eichen und dann wieder leicht bergauf mit Sicht auf Goslars Altstadt und später auf den gegenüberliegenden Rammelsberg zur Steinberg-Alm.
Der Harz ist ein beliebtes Wanderrevier und bietet Touren ohne Massenandrang. (Foto: Swen Pförtner/dpa)
Der Harz ist ein beliebtes Wanderrevier und bietet Touren ohne Massenandrang. (Foto: Swen Pförtner/dpa)
Wer noch nicht genug gesehen hat, kann auf der Gipfelkuppe des Steinberges den Turm besteigen und hat dann den vollen Rundblick. Durch den Wald geht es dann wieder bergab zum Frankenberger Teich und schließlich über Nonnenstieg und Nonnenweg zurück zum Ausgangspunkt. Natürlich lohnt ein Abstecher in die historische Altstadt Goslars - wenn es denn dort nicht zu voll ist und die derzeitigen Regeln eingehalten werden können.
Goslars Altstadt ist nicht immer so leer wie auf diesem Bild. (Foto: Swen Pförtner/dpa)
Goslars Altstadt ist nicht immer so leer wie auf diesem Bild. (Foto: Swen Pförtner/dpa)
Die beschriebene Tour ist knapp zwölf Kilometer lang und mit insgesamt 330 Höhenmetern auf gut ausgebauten Wegen auch bequem zu absolvieren. Von Hannover aus erreicht man Goslar über die Autobahn 7 bis zum Autobahndreieck Salzgitter und dann weiter über die Bundesstraße 6. Wer lieber mit der Bahn fährt, nimmt den Regionalzug Erixx mit Ziel Bad Harzburg.
Interaktive Karte: Die Wanderung von Goslar zu den Schiefergruben
Hannover entdecken

Literarische Audiotour "Stadt Klang Wort" verbindet Orte mit Autoren
Die besten Laufrouten in Hannover: Entlang dem Mittellandkanal und durch die Gaim
Ostereier natürlich färben: Bunte Eier mit Kurkuma, Kaffee oder Roter Bete
Mal was anderes

Die Folgen des Hexenwahns
Diese Darstellung zeigt einen Hexenritt zum Blocksberg. (Handout: Historischer Verein)
Diese Darstellung zeigt einen Hexenritt zum Blocksberg. (Handout: Historischer Verein)
Gut zwei Dutzend Menschenleben kostete der Hexenwahn allein in Hannover zwischen 1514 und 1648, in ganz Europa starben rund 50.000. In einem spannenden Vortrag nimmt der Historiker Nicolas Rügge die „Hexenverfolgungen in Niedersachsen“ in den Blick, wo Osnabrück und Schaumburg Hochburgen des Geschehens waren. Die grausamen Hexenprozesse wurden meist nicht auf Betreiben der Kirchen, sondern als reguläre Strafverfahren der weltlichen Justiz und auf vermeintlich wissenschaftlicher Grundlage geführt. Der 41-minütige Vortrag ist auf dem Youtube-Kanal des Historischen Vereins für Niedersachsen zu sehen.

Und schließlich...

Die Lüttje Lage gibt es als Getränk - und als Glosse. (Foto: Rainer Dröse)
Die Lüttje Lage gibt es als Getränk - und als Glosse. (Foto: Rainer Dröse)
… ist es am 1. April genau 25 Jahre her, dass in der HAZ die erste Glosse erschien, die nach der hannoverschen Getränkespezialität Lüttje Lage benannt ist. Seitdem gibt es täglich eine davon. Wenn Sie was zum Schmunzeln suchen, finden Sie hier eine reichhaltige Auswahl.
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