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HAZ "Mal raus": Ein Ringgleis für Radler und ein Dorf voller Künstler

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HAZ "Mal raus"
Liebe Leserinnen und Leser,
wenn Sie sich für Kunst und einen besonderen Künstler begeistern können, sollten sie sich entweder den Film “Heinrich Vogeler - Aus dem Leben eines Träumers” ansehen oder, besser noch, ins Künstlerdorf Worpswede nördlich von Bremen fahren. HAZ-Redakteur Ronald Meyer-Arlt hat das getan, um sich die in vier Häusern laufende Jubiläumsschau zum 150. Geburtstag Vogelers anzuschauen. Es hat sich gelohnt, findet er.
Mit dem Rad sind wir dieses Mal auf dem Braunschweiger Ringgleis unterwegs, mit dem Segway in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Ums Fahrradfahren geht es auch beim Wettbewerb Stadtradeln, der demnächst in der Region Hannover startet. Funkeln wird es bald wieder in Herrenhausen beim internationalen Feuerwerkswettbewerb.
Dieses und einiges mehr finden Sie heute hier in unserem neuen Freizeit-Newsletter - und wir hoffen, dass etwas für Sie dabei ist. Falls nicht: Anregungen und Tipps nehmen wir gern per Mail an die Adresse freizeit@haz.de entgegen.
Eine schöne Zeit wünscht Ihnen
Bernd Haase

Der große Ausflug

Ein besonderer Künstler
Als Künstlerkolonie ist Worpswede weithin bekannt. Vier Museen dort widmen sich in einer Jubiläumsschau dem Universalkünstler Heinrich Vogeler, der vor 150 Jahren geboren wurde. Anknüpfungspunkte an die Gegenwart liefert das Ausstellungsprogramm reichlich.
Der Barkenhoff war der Kern der Künstlerkolonie. (Foto: epd)
Der Barkenhoff war der Kern der Künstlerkolonie. (Foto: epd)
Der Barkenhoff, in dem Heinrich Vogeler gewohnt hat (und das er 1923 der „Roten Hilfe“ für die Einrichtung eines Kinderheims zur Verfügung stellte), war der Kern der Worpsweder Künstlerkolonie. Jetzt ist es Museum und Erinnerungsort an den vielseitigen Künstler, Reformer, Handwerker und Visionär Vogeler. Und es ist eines von vier Museen, die sich in einer großen Jubiläumsausstellung zum 150. Geburtstag dem Jugendstilkünstler, Pazifisten und politischen Künstler widmen, der 1872 in Bremen geboren wurde.
Ein Selbstbildnis Heinrich Vogelers aus dem Jahr 1914. (Foto: Rüdiger Lubricht)
Ein Selbstbildnis Heinrich Vogelers aus dem Jahr 1914. (Foto: Rüdiger Lubricht)
„Heinrich Vogeler. Der neue Mensch“ ist der Titel der Jubiläumsausstellung, die bis zum 6. November zu sehen ist. Im Zentrum der Schau steht der Wandel. Es geht um Krisen und Aufbrüche. Mit großartigen Werken zeichnet die Schau das Leben Vogelers nach, der nach der Trennung von seiner Frau Martha, die Künstlerkolonie verlassen hat, um in der Sowjetunion an der Entwicklung des „neuen Menschen“ mitzuwirken.
Im Haus im Schluh widmet man sich besonders der handwerklichen Seite des Künstlers. Hier sind Möbel (die die Tischlerei Müller immer noch nach Originalentwürfen herstellt) zu sehen, Gläser (aus gelblichem „Uranglas“), Webarbeiten, Besteck und auch viele Bilder.
Was schön an dieser großen Künstlerfeier in vier Museen ist: Die Vogeler-Schau bleibt nicht bei der bewundernden Betrachtung einer Künstlerpersönlichkeit stehen. In der Großen Kunstschau im Herzen Worpswedes geht es um die Gegenwart. Hier knüpfen Arbeiten zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler an die politische Kunst Heinrich Vogelers an. Das niederländische Architekturkollektiv „Oma“ etwa präsentiert die Landkarte Europas, das sich ausschließlich mit nachhaltigen Energiequellen versorgt.
Die Zukunft kommt zwar oft anders als erwartet, aber sie kommt. Von beidem erzählen das Leben und die Kunst Heinrich Vogelers – und auch diese spannende Ausstellung.
Was kostet das und wie kommt man hin?
Für die Schau ist ein Ticket für alle Häuser erhältlich: Die Worpsweder-Museums-Karte kostet 19 Euro, ermäßigt 12,50 Euro und ist damit günstiger als alle einzelnen Tickets. Die Öffnungszeiten der Museen sind allerdings unterschiedlich. Weitere Informationen gibt es hier.
Das nördlich von Bremen gelegene Worpswede ist von Hannover aus mit dem Auto über die Autobahnen 7 und 27 erreichbar, es sind rund 145 Kilometer. Einen direkten Bahnanschluss hat die Künstlerkolonie nicht.
Was gibt es noch?
Ein Blick ins Teufelsmoor. (Foto: Ingo Wagner/dpa)
Ein Blick ins Teufelsmoor. (Foto: Ingo Wagner/dpa)
Moor. Worpswede liegt in der Teufelsmoor-Region, die sich mit ihrer sagenumwobenen Vielfalt wunderbar zum Wandern eignet. Entsprechende Vorschläge für Routen und mehr gibt es bei der örtlichen Tourist-Information.
Der kleine Ausflug

Locker stehend durch die Landeshauptstadt
Auch die Basilika Sankt Clemens wird bei einer der Segwaytouren angesteuert. (Foto: Katrin Kutter)
Auch die Basilika Sankt Clemens wird bei einer der Segwaytouren angesteuert. (Foto: Katrin Kutter)
Wer Hannover auf eine besondere Art kennen lernen will, steigt auf einen Segway. Die schlanken Elektroroller auf zwei dicken Rädern sind wieder in der Stadt unterwegs. Ein Tourenanbieter ist die Firma 6-way, die unter anderem spezielle Themenrouten mit Straßentheater als Auflockerung im Programm hat, ein anderer die Firma eco4drive, bei der es außer Stadtführungen auch Schlemmertouren gibt.
Raus mit dem Rad

Eine runde Sache: Das Braunschweiger Ringgleis
Auf vielen ehemaligen Bahntrassen sind mittlerweile beliebte Rad- und Fußwege eingerichtet worden. Einer der bekanntesten ist das Ringgleis in Braunschweig, das auf den Strecken ehemaliger Industriebahnen und an noch genutzten Bahntrassen einmal um den Stadtkern verläuft. Man radelt in der Großstadt und ist doch viel im Grünen unterwegs.
Der Braunschweiger Dom mit dem Löwen, dem Wahrzeichen der Stadt. (Foto: Bert Strebe)
Der Braunschweiger Dom mit dem Löwen, dem Wahrzeichen der Stadt. (Foto: Bert Strebe)
Die Tour startet am Braunschweiger Hauptbahnhof, der allerdings nicht direkt am Ringgleis liegt. Dieses ist vom Bahnhofsvorplatz über Berliner Platz und Salzdahlumer Straße schnell zu erreichen. Hinter dem Sportplatz des FC Braunschweig Süd beginnt die ausgeschilderte Freizeitroute. Es geht nach rechts und damit im Uhrzeigersinn auf den Ring (alle Details sehen Sie in der Karte weiter unten).
Im südlichen Bereich der Strecke sind der Richmondpark mit dem Kennelbad und der Brücke über die Oker das erste Ziel. Die Route verläuft dann weiter durch einen Grünzug und wendet sich schließlich mit einem Schlenker auf das westliche Ringgleis.
Die Tour zeigt die grünen Seiten einer Großstadt. (Foto: Stadtmarketing Braunschweig/Philipp Ziebart)
Die Tour zeigt die grünen Seiten einer Großstadt. (Foto: Stadtmarketing Braunschweig/Philipp Ziebart)
Dieser Streckenteil führt am Westbahnhof vorbei Richtung Norden. Er passiert unter anderem den Mehrgenerationenpark und den Garten ohne Grenzen sowie die Hochschule für bildende Künste. Am Bühler geht es dann Richtung Osten auf das nördliche Ringgleis mit dem Oker-Uferpark Nord und dem Heizkraftwerk als Landmarke. Hinter dem Nordbahnhof beginnt der Universitätscampus - Braunschweig ist nicht zuletzt eine Studentenstadt.
Manchmal sind die früheren Bahnstrecken noch zu sehen. (Foto: Stadtmarketing Braunschweig/Philipp Ziebart)
Manchmal sind die früheren Bahnstrecken noch zu sehen. (Foto: Stadtmarketing Braunschweig/Philipp Ziebart)
Der Bahnhof Gliesmarode als nächstes Etappenziel markiert den Einstieg in östlich der Innenstadt gelegene Naherholungsgebiete wie etwa den Nußberg und den Prinz-Albrecht-Park mit seinen ausgedehnten baumbestandenen Grünflächen. Daran schließt sich der Stadtfriedhof und somit auch bald der Ring. Bis zum Einstiegs- und Endpunkt unserer Tour an der Salzdahlumer Straße ist es nun nicht mehr weit.
Die geschilderte Runde ist 22,2 Kilometer lang, verläuft durchgängig auf gut ausgebauten Wegen und Straßen und weist keine nennenswerten Steigungen auf. Ausgeschildert ist sie mit einem Logo. Wer mit dem Auto anreisen will, findet im Bahnhofsbereich Parkplätze und Parkhäuser.
Die Radtour als Karte auf Google Maps
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Mal was anderes

Radeln für das Klima
Das Stadtradeln startet mit einem Fahrradfest auf dem Opernplatz. (Foto: Umweltzentrum Hannover)
Das Stadtradeln startet mit einem Fahrradfest auf dem Opernplatz. (Foto: Umweltzentrum Hannover)
Der vom Klimabündnis organisierte bundesweite Fahrradwettbewerb Stadtradeln geht in die nächste Runde. Unter dem Motto „Frischluft! Freiheit! Fahrrad!“ läuft er in der Region Hannover vom 29. Mai bis zum 18. Juni.
Bei dem Wettbewerb geht es darum, möglichst viele Kilometer mit dem Rad zurückzulegen. Teilnehmer registrieren sich auf der Internetseite www.stadtradeln.de und tragen dort später ihre Kilometer ein. Sie können dabei eigene Teams bilden oder einem bestehenden wie etwa dem ihrer Heimatkommune beitreten.
Die offizielle Auftaktveranstaltung geht am Sonntag, 29. Mai, von 13 Uhr an mit der Erlebnisausstellung „Stadt, Mensch und Fahrrad“ auf dem Opernplatz in Hannover über die Bühne. Vorgeschaltet ist eine Familientour mit Musikbegleitung auf gesperrten Straßen. Die große Runde über 25 Kilometer startet um 10.30 Uhr am Nordufer des Maschsees, eine kleinere speziell für Kinder an den Herrenhäuser Gärten.
Wohin am Wochenende?

Und schließlich ...

Der Feuerwerkswettbewerb verzaubert seit drei Jahrzehnten. (Foto: Frank Wilde)
Der Feuerwerkswettbewerb verzaubert seit drei Jahrzehnten. (Foto: Frank Wilde)
… können Sie sich wieder in Herrenhausen von den Teams begeistern lassen, die zum internationalen Feuerwerkswettbewerb antreten. Fünf Termine gibt es in diesem Jahr, den Auftakt bestreiten am Sonnabend, 28. Mai, die Australier. Alle Informationen zu Teilnehmern, Rahmenprogramm und Tickets gibt es hier.
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