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HAZ "Mal raus" - Ein Forschungsmuseum und eine Familienwanderung

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HAZ "Mal raus"HAZ "Mal raus"
HAZ "Mal raus"
Liebe Leserinnen und Leser,
der Frühling naht spürbar und bringt erweiterte Möglichkeiten der Freizeitgestaltung mit sich - sowie die Hoffnung, dass wir uns demnächst tatsächlich wieder lockerer machen können und dürfen.
In dieser Ausgabe unseres Newsletters steht der Elm im Mittelpunkt - zum einen mit dem Forschungsmuseum in Schöningen, zum anderen als ein gerade auch für Familien geeignetes Wandergebiet. Wenn Sie sich in Hannover an der frischen Luft bewegen und dabei Gutes tun wollen, können Sie sich an der Aktion “Hannover ist putzmunter” beteiligen. Außerdem wäre jetzt die Zeit, um Tomaten zu säen und zu ziehen.
Wir hoffen, dass für Sie etwas dabei ist. Für weitere Anregungen können Sie auch gerne in die bisherigen Ausgaben unseres Newsletters schauen; Sie finden diese unter freizeit-newsletter.haz.de im Internet. Und wenn Sie Tipps und Anregungen für uns haben, freuen wir uns über eine Mail an die Adresse freizeit@haz.de
Beste Grüße senden Ihnen
Bernd Haase und Simon Benne

Der große Ausflug

Eine Reise in die Altsteinzeit
Mit einer Erwähnung im Jahr 748 ist Schöningen am Elm die älteste urkundlich belegte Stadt des früheren Braunschweiger Landes. Das ist aber ein Klacks gegenüber den Schöninger Speeren, die 300.000 Jahre alt sind und damit aus der Altsteinzeit stammen. Sie liegen heute als zentrales Exponat im Schöninger Forschungsmuseum.
Wer das Museum besucht, sieht auch einen architektonischen Hingucker. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
Wer das Museum besucht, sieht auch einen architektonischen Hingucker. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
Das Museum liegt in unmittelbarer Nähe einer Ausgrabungsstätte in einem ehemaligen Braunkohletagebau, und das hat seinen Grund: Regelmäßig entdecken Forscher dort Funde aus der Frühzeit, zuletzt etwa ein Wurfholz und das Skelett eines Waldelefanten.
Die spektakulärste Entdeckung stammt aus dem Jahr 1994 - die Schöninger Speere sind die ältesten vollständig erhaltenen Holzwaffen der Menschheitsgeschichte. Sie erlauben einen Blick in die Lebenswelt der Altsteinzeit und beweisen, dass der Homo Heidelbergensis bereits technische Fähigkeiten besaß und über ausgefeilte Jagdstrategien verfügte.
Die Schöninger Speere zählen zu den weltweit wichtigsten archäologischen Funden. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
Die Schöninger Speere zählen zu den weltweit wichtigsten archäologischen Funden. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
Um ihnen eine würdige Ausstellungsumgebung zu schaffen, wurde nicht gespart. 15 Millionen Euro hat das vor neun Jahren als Paläon eröffnete Museum gekostet. Besucher sehen eine Dauerausstellung, in der man die ersten Bewohner Niedersachsens trifft, die Inszenierung einer prähistorischen Jagdexpedition erlebt und die Klimageschichte der Region nachvollzieht. Umweltveränderungen und die Anpassungen des Menschen daran sind schließlich ein aktuelles Thema.
Außerdem kann man in einem gläsernen Labor Archäologen bei der Arbeit zuschauen oder auf dem Außengelände mit seiner weitläufigen Parkanlage samt Erlebnispfad die Lebensumwelt der Altsteinzeit erkunden.
Wie kommt man hin und was kostet das?
Das Forschungsmuseum hat die Adresse Paläon 1 in Schöningen. Mit dem Auto geht es von Hannover aus über die Autobahn 2 bis Helmstedt-West und dann weiter auf der Bundesstraße 244 - das sind gut 100 Kilometer. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen will, muss mit der Bahn bis Helmstedt fahren und dann auf den Bus umsteigen. Geöffnet ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 6 Euro; außerdem gibt es Familien- und Gruppenkarten. Bis zum 1. April gilt ein Rabatt von 20 Prozent, weil im Museum Umbauarbeiten laufen. In Sachen Corona gelten die 3G-Regel sowie Maskenpflicht.
Was gibt es noch?
Ein Schaufelradbagger erinnert an die Bergbaugeschichte der Region. (Foto: Philigran-Studio Helmstedt)
Ein Schaufelradbagger erinnert an die Bergbaugeschichte der Region. (Foto: Philigran-Studio Helmstedt)
Zwischen Schöningen und Hötensleben befindet sich ein Informationspunkt, der über die 146-jährige Geschichte der Kohleförderung informiert. Ein Vergnügen anderer Art bietet das Badezentrum Negenborn mit Wasserrutsche, Saunen und Bistro. Und wer lieber wandern will, braucht jetzt nur weiterlesen.
Raus zur Wanderung

Mit der Familie in den Elm
Unsere Wanderung ist knapp zehn Kilometer lang. (Quelle: GoogleMaps)
Unsere Wanderung ist knapp zehn Kilometer lang. (Quelle: GoogleMaps)
Mit seiner Höhe von maximal 320 Metern ist der südöstlich von Braunschweig gelegene Elm zwar keine Herausforderung für Hochgebirgssportler, aber ein wunderschönes Wandergebiet mit einigen Sehenswürdigkeiten. Er gilt nicht zuletzt als größter Buchenwald Norddeutschlands. Die Tourismusgemeinschaft Elm-Lappwald hat eine Familienwanderung ausgearbeitet, bei der sich das entdecken lässt.
Auch Karl der Große weilte gemäß Überlieferung einst in der Schöninger St. Lorenz-Kirche. (Foto: Philigran-Studio Helmstedt)
Auch Karl der Große weilte gemäß Überlieferung einst in der Schöninger St. Lorenz-Kirche. (Foto: Philigran-Studio Helmstedt)
Die Tour startet auf dem Burgplatz am Schloss in Schöningen, das 1350 als herzogliches Jagdschloss gegründet wurde. Heute wird es vielfältig genutzt und verfügt unter anderem über einen Barockgarten. Der Ausschilderung folgend erreicht man die Kirche St. Lorenz, 900 Jahre alt und romanischen Ursprungs. Auf dem Gelände befindet sich ein Garten mit biblischen Pflanzen, der Eindrücke der Landschaft vermitteln soll, durch die Jesus mit seinen Jüngern wanderte.
An einem Golfplatz entlang und an einer Radarstation vorbei führt der Weg zum östlichen Elmrand. Ein Stück weiter in den Wald hinein liegt ein Eiszeitfindling mit dem Namen Goldener Hirsch am Weg. Der Sage nach soll hier ein Goldschatz verborgen sein, der aber bisher nicht entdeckt worden ist.
Am Findling Goldener Hirsch kann man auf Schatzsuche gehen. (Foto: Philigarn-Studio Helmstedt)
Am Findling Goldener Hirsch kann man auf Schatzsuche gehen. (Foto: Philigarn-Studio Helmstedt)
Weiter geht es zur Burgruine Elmsburg, von der nicht viel mehr als die Grundmauern erhalten sind. Wer bis in die Nacht bleibt, kann überprüfen, ob dort wirklich in der Dunkelheit der Geist eines Burgfräuleins umgeht. Gegenüber befinden sich die Reste von vier Hügelgräbern.
Nach der Haukhütte knickt der Weg Richtung Nordosten ab und führt zum Karl-May-Tal. Mit den Hütten und Findlingen in dem Talkessel wird man in die Zeit von vor 300.000 Jahren zurückversetzt und kann einen Eindruck davon gewinnen, wie die Menschen damals gelebt und gejagt haben.
Das Karl-May-Tal ist auch ein Spiel- und Abenteuerplatz. (Foto: Philigran-Studio Helmstedt)
Das Karl-May-Tal ist auch ein Spiel- und Abenteuerplatz. (Foto: Philigran-Studio Helmstedt)
Auf dem Rückweg erreicht man am Singplatz wieder den Elmrand. Über Volkspark, Schlosswiese und Schlosshof führt die Route wieder zum Ausgangspunkt auf dem Burgplatz.
Die beschriebene Tour ist 9,8 Kilometer lang und führt über gut ausgebaute Straßen und Wege. Das Höhenprofil stellt auch für Kinder keine Hindernisse dar.
Die Strecke im Detail
Der kleine Ausflug

Die Faszination der Murmeln
Ortwin Grüttner baut seit mehr als 30 Jahren Murmelbahnen. (Foto: Frank Wilde)
Ortwin Grüttner baut seit mehr als 30 Jahren Murmelbahnen. (Foto: Frank Wilde)
Coronabedingt musste das Murmiland von Ortwin Grüttner Pause machen - vom 20. März bis zum 11. April ist es wieder da. Im Stadtteilzentrum in Hannover-Ricklingen baut der Meister seine Murmelbahnmitspielausstellung auf, in der es auch Neuheiten wie eine Hammerbahn zu entdecken gibt. Geöffnet ist montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr. Eintritt ist mit Anmeldung unter der Telefonnummer (0511) 16 84 95 93 möglich. Online-Tickets gibt es unter www.fzh-ricklingen.de im Internet. Die Karten kosten 5, ermäßigt 3 Euro, außerdem gibt es Familien- und Gruppenkarten.
Hannover entdecken

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Mal was anderes

Frühjahrsputz für die Stadt
Zu Corona-Zeiten hat der wilde Müll im Stadtgebiet zugenommen: Zeit zum Frühjahrsputz. (Foto: Samantha Franson)
Zu Corona-Zeiten hat der wilde Müll im Stadtgebiet zugenommen: Zeit zum Frühjahrsputz. (Foto: Samantha Franson)
Sich an der frischen Luft bewegen und dabei was Gutes tun? Das geht am Sonnabend, 19. März, in Hannover. Der Abfallzweckverband Aha und die Stadt rufen wieder zum Müllsammeltag auf. “Hannover ist putzmunter” heißt die Aktion. Wer sich anmelden will, kann das über die Internetseite hannover-sauber.de tun - und findet dort auch gleich entsprechende Regularien. Sets mit Säcken, Verschlüssen, Handschuhen und Sammelhinweisen sind bis zum 19. März auf den Wertstoffhöfen im Stadtgebiet, bei den Filialen von Denn’s Biomarkt und NP sowie bei den Loseläden in Linden, der List und der Südstadt erhältlich.
Wohin am Wochenende?

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Und schließlich...

Die Welt der Tomaten ist bunter und vielfältiger, als viele glauben. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
Die Welt der Tomaten ist bunter und vielfältiger, als viele glauben. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
…könnten Sie jetzt Tomaten aussäen und ziehen - vorzugsweise alte Sorten, die es nicht im Supermarkt gibt und die auch nicht ertragsoptimiert sind, sondern ganz einfach gut schmecken. Falls Sie nicht genau wissen, wie das geht, finden Sie auf der Internetseite vom Bund für Umwelt- und Naturschutz in Hannover sachdienliche Hinweise, also hier. Und wenn Sie Saatgut bestellen wollen, dann hat der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) auf seiner Homepage ein mehr als umfangreiches Angebot.
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