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HAZ "Mal raus" - Ein Advent mit Fragezeichen

HAZ "Mal raus"HAZ "Mal raus"
HAZ "Mal raus"
Liebe Leserinnen und Leser,
auf dem Adventskranz leuchtet bald die zweite Kerze, und das mag für Sie hoffentlich Tröstliches an sich haben. Es ist jetzt das zweite Mal in einer Vorweihnachtszeit, dass wir nicht genau wissen, was wir bald noch dürfen und was wir lassen müssen oder auch lassen sollten. Dieser Freizeit-Newsletter ist auf Basis dessen entstanden, was aktuell erlaubt ist und muss deshalb leider an einigen Punkten den Zusatz “ohne Gewähr” tragen.
Ein Schwerpunkt dieser Ausgabe ist das Schloss Marienburg. Es war Kulisse für Märchenfilme, ist der Schauplatz eines Wintermärchens und mögliches Ziel einer Radtour (diese wenigstens können sie jederzeit unternehmen). Ferner geht es heute unter anderem um einen vorweihnachtlichen Spaziergang in Hannover und einen funkelnden Zoo.
Wie sich das Ganze bis Weihnachten entwickeln wird, bleibt offen. Sie können sich aber unsere Vorschläge gern auf Wiedervorlage legen, dafür sind sie ebenfalls gedacht. Und für Tipps und Anregungen per Mail unter freizeit@haz.de sind wir wie immer dankbar.
Eine schöne Zeit wünschen Ihnen
Bernd Haase und Simon Benne

Der große Ausflug

Wintermärchen im Schloss
“Bei uns ist nun der Winter eingekehrt und hat die schöne Landschaft in ein weiß Gewand gehüllt, was von der Burg wundervoll aussieht”. Das hat Königin Marie von Hannover im Jahr 1866 in einem Brief an ihren Mann Georg V. geschrieben. Das weiße Gewand fehlt dieser Tage noch, aber die Marienburg in Pattensen-Schulenburg sieht auch so tatsächlich wundervoll aus. Dort läuft derzeit die Veranstaltung Wintermärchen.
Das illuminierte Schloss bietet Lichtblicke in der dunklen Jahreszeit. (Foto: Rainer Dröse)
Das illuminierte Schloss bietet Lichtblicke in der dunklen Jahreszeit. (Foto: Rainer Dröse)
Norddeutschlands einziges Königsschloss, das Welfenherrscher Georg V. von 1858 an als Geschenk für seine Gemahlin erbauen ließ, sieht in seinem neugotischen Stil wie eine Märchenkulisse aus - und es wurden dort tatsächlich schon entsprechende Filme gedreht. Auch in diesem Jahr soll dort kein Winterschlaf herrschen.
Auch Nussknackerfiguren gehören zur Kulisse. (Foto: Mark Bode)
Auch Nussknackerfiguren gehören zur Kulisse. (Foto: Mark Bode)
Die Organisatoren haben Eingangshalle, Rittersaal und den großen Speisesaal adventlich-weihnachtlich bestückt - es gibt üppig geschmückte Tannenbäume, lebensgroße Nussknacker, eine festliche Tafel, Lichterspiele und einiges mehr. Im Innenhof zaubern Lichteffekte und Musik eine entsprechende Atmosphäre.
Von einem echten Weihnachtsmarkt kann aber nicht die Rede sein, denn eine Vielzahl an Buden mit Getränken und Essen sowie Kunsthandwerk gibt es nicht. Dafür dreht sich ein kleines nostalgisches Kinderkarussell, außerdem sind Zuckerwatte und gebrannte Mandeln im Angebot. Der Schloss-Shop bietet ein der Jahreszeit und dem nahenden Weihnachtsfest angepasstes Sortiment, gleiches gilt für Speisen und Getränke in Maries Café im Hof.
Der Ritter hat einen exklusiven Blick in den Hof. (Foto: Mark Bode)
Der Ritter hat einen exklusiven Blick in den Hof. (Foto: Mark Bode)
Wie kommt man hin und was kostet das?
Das Wintermärchen läuft bis zum 19. Dezember jeweils freitags bis sonntags von 11 bis 20 Uhr. Nach derzeitigem Stand ist es dann vom 27. bis zum 30. Dezember und vom 2. bis zum 9. Januar täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet, dann allerdings ohne Aussteller und Programm. Eintrittskarten kosten 12,50 Euro für Erwachsene und 9,50 Euro für Kinder im Alter von 5 bis 17 Jahren. Es gilt die 2-G-Plus-Regel, zusätzlich zum Geimpften- oder Genesenen-Nachweis ist also ein aktueller negativer Corona-Test-Nachweis verpflichtend. Außerdem ist das Tragen einer FFP-2-Maske vorgeschrieben. Schloss Marienburg liegt am Marienberg 1 in Pattensen. Aktuelle Informationen finden Sie hier.
Der kleine Ausflug

Hitjepuppen und andere Weihnachtsbräuche
Die leuchtende Altstadt ist Teil der Stattreisen-Tour. (Foto: Rainer Dröse)
Die leuchtende Altstadt ist Teil der Stattreisen-Tour. (Foto: Rainer Dröse)
“O du fröhliche…” ist nicht nur der Titel eines der bekanntesten Weihnachtslieder, sondern auch derjenige einer speziellen Führung des Vereins Stattreisen. Es geht durch das adventliche Hannover, Besucher erfahren etwas über Traditionen und Bräuche, die sich mit dem Advent in der Landeshauptstadt verbinden. Bis zum 22. Dezember sind noch acht Führungen im Angebot, dazu macht der Verein für Gruppen auch Wunschtermine möglich. Nähere Informationen über genaue Zeiten und Teilnahmebedingungen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie finden Sie hier.
Raus mit dem Rad

An der Südgrenze der Region
Der Regionsring ist eine insgesamt 275 Kilometer lange Radstrecke, die sich mehr oder weniger an der Grenze der Region Hannover entlang zieht. Auf dem Abschnitt im Süden locken der Kleine Deister mit Wald und Wisentgehege, das Kloster Wülfinghausen und schließlich die Marienburg.
Die Fußgängerzone in Springe steht am Anfang der Tour. (Foto: Hannah Gottmann)
Die Fußgängerzone in Springe steht am Anfang der Tour. (Foto: Hannah Gottmann)
Die Fahrt durch den Süden der Region beginnt am Springer Bahnhof und führt dann durch die Fußgängerzone aus der Deisterstadt hinaus. Bis zum Jagdschloss, das sich König Ernst August von Hannover von seinem Hofbaumeister Laves bauen ließ, ist es nicht weit. Der Wildreichtum des Deisters hat zu allen Zeiten die jeweiligen Machthaber angelockt, und die wollten repräsentativ tafeln. Während der Kaiserzeit wurde das Schloss noch erweitert.
Die namensgebenden Tiere im Wisentgehege. (Foto: Peter Steffen/dpa)
Die namensgebenden Tiere im Wisentgehege. (Foto: Peter Steffen/dpa)
Am Nordrand des Kleinen Deisters führt die Tour dann durch den Hallerbruch und vorbei am Wisentgehege zum Ausflugslokal Holzmühle. Direkt dahinter geht es für einen kleinen Abschnitt leicht bergauf. Am Vorwerk Farrensen verlässt die Route den Wald. Jetzt kann man von weitem die Marienburg sehen, die noch wirkt wie eine Spielzeugschloss. Nächstes Etappenziel ist aber zunächst das Kloster Wülfinghausen, das auf eine 750-jährige Geschichte zurückblicken kann.
Auch eine Art Wahrzeichen: Die Zuckerfabrik Nordstemmen steht in den Herbst- und Wintermonaten unter Dampf. (Foto: Torsten Lippelt)
Auch eine Art Wahrzeichen: Die Zuckerfabrik Nordstemmen steht in den Herbst- und Wintermonaten unter Dampf. (Foto: Torsten Lippelt)
Boitzum, Alferde und Adensen-Hallerburg sind die nächsten Ortschaften auf dieser Tour. Dann sind die Schulenburger Berge mit der Marienburg erreicht. Wer mag, kann den Aufstieg zu Eingang und Schlosshof unternehmen. Wer sich das Schloss lieber von unten ansehen will, hat auf dem Weg Richtung Nordstemmen die besten Blickperspektiven. Am Bahnhof der Stadt mit der Zuckerfabrik endet die Tour.
Die beschriebene Strecke ist 30 Kilometer lang und führt über asphaltierte Straßen sowie gut ausgebaute Feld- und Waldwege. Das Profil ist wellig, aber nicht wirklich herausfordernd. Zum Ausgangspunkt am Springer Bahnhof gelangt man von Hannover aus mit der S-Bahn-Linie 5, zurück von Nordstemmen geht es mit den Regionalzügen des Metronom.
Interaktive Karte: Die Route der Radtour von Springe bis Nordstemmen
Hannover entdecken

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Mal was anderes

Eine Kathedrale im Museum
2,90 Meter misst der höchste Turm der Lego-Kathedrale von Lukas Weiler. (Foto: Tim Schaarschmidt)
2,90 Meter misst der höchste Turm der Lego-Kathedrale von Lukas Weiler. (Foto: Tim Schaarschmidt)
Bis zum 20. Februar läuft im Landesmuseum an der Willy-Brandt-Allee in Hannover die Ausstellung “Ritter und Burgen”. Der Student Lukas Weiler hat sie vor kurzem mit einem besonderen Exponat bestückt - einer Kathedrale aus rund 400.000 Lego-Steinen, an der er dreieinhalb Jahre gebaut hat. Einen ausführlicheren Bericht über das Projekt finden Sie hier.
Und schließlich...

Szene aus dem Märchen "Allerleirauh" mit der Marienburg als Drehort. (Foto: Rainer Dröse)
Szene aus dem Märchen "Allerleirauh" mit der Marienburg als Drehort. (Foto: Rainer Dröse)
… ist Märchenzeit
Seit 2008 gibt es alljährlich im Winter Märchen in der ARD zu sehen; mittlerweile sind mehr als 50 einstündige Filme gedreht worden. Bekannte Schauspieler bewegen sich in liebevoll erzählten, manchmal etwas vom Original abweichenden Geschichten durch ausgesuchte Kulissen - ein Vergnügen nicht nur für Kinder. Hannoversche Lokalpatrioten sollten sich “Das Märchen von den zwölf Monaten” oder “Allerleirauh” ansehen - beide wurden auf Schloss Marienburg gedreht. Zu sehen entweder sonntags im Ersten oder per Suchfunktion in der Mediathek des Fernsehsenders.
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