Profil anzeigen

HAZ "Mal raus" - Barfußlaufen im Park und Klettern im Garten

Liebe Leserinnen und Leser, hier kommt die frische Ausgabe unseres Freizeit-Newsletters "Mal raus" -
HAZ "Mal raus"HAZ "Mal raus"
HAZ "Mal raus"
Liebe Leserinnen und Leser,
hier kommt die frische Ausgabe unseres Freizeit-Newsletters “Mal raus” - schön, dass Sie reinschauen. Weil Ferien sind und manche ihren Urlaub nicht in der Toskana, in Tirol oder Timmendorf verbringen, haben wird einiges im Angebot, das sich gut mit Kindern unternehmen lässt - natürlich in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern.
“Barfuß durch den Sommer” war vor mehr als 40 Jahren ein Hit des Schlagersängers Jürgen Drews. Mittlerweile liegt Barfußlaufen wieder im Trend - nicht konsequent und rund um die Uhr, aber bei passenden Gelegenheiten. Weil es nicht nur Spaß macht, sondern offenbar auch gesund ist, empfehlen wir Ihnen einen Ausflug in den Barfußpark Egestorf in der Lüneburger Heide.
Höher hinaus geht es in den Klettergärten der Region. Oder auf den Baumwipfelpfaden in der Heide und im Harz - dort gibt es neuerdings auch eine Baumschwebebahn. In den Baumhäusern in Niedersachsen kann man sogar übernachten.
Die Radtour in dieser Woche führt über den Grünen Ring, der zu den beliebtesten Strecken in der Region gehört und immer wieder neue Eindrücke und Perspektiven bietet. Blau angestrichene Objekte weisen den Weg einmal rund um Hannover.
Kulinarisch widmen wir uns dem Frühstück. HAZ-Feinschmecker Hannes Finkbeiner hat da einen Tipp, weitere Kollegen nennen ihre Lieblings-Cafés.
Wie immer gilt: Wenn Sie Anregungen für Tipps und Touren haben, Lob oder Kritik loswerden wollen oder einfach unterwegs ein schönes Foto gemacht haben - wir freuen uns über Einsendungen per Mail an freizeit@haz.de
Schöne Sommertage wünscht Ihnen
Ihr
Bernd Haase
HAZ-Freizeit-Team

Der große Ausflug

In Egestorf lassen sich die Füße kitzeln. (Foto: Angerer)
In Egestorf lassen sich die Füße kitzeln. (Foto: Angerer)
Barfuß durch den Park
Seit Jahrhunderten stecken die Menschen ihre Füße zumeist in Schuhe. Reflexzonen-Stimulierung sieht anders aus. Mittlerweile setzt sich wieder die Erkenntnis durch, dass es erstens schön und zweitens gesund sein kann, zumindest ab und zu barfuß durch die Gegend zu laufen - umso mehr, wenn unterschiedliche Reize die Fußsohlen kitzeln. Deshalb gibt es den Barfußpark in Egestorf in der Lüneburger Heide.
Die Schuhe haben Pause. (Foto: Villegas)
Die Schuhe haben Pause. (Foto: Villegas)
Rund 2,7 Kilometer lang ist die Wegstrecke im Park und führt bei Weitem nicht nur über Stock und Stein. Am Anfang geht es über nasse Steine einen Hang hinunter zum Wassertreten. Die gefühlte Temperatur beträgt knapp über null Grad. Der Kälteschock kommt etwas unvermittelt, nimmt aber den Füßen die Empfindlichkeit und weckt sie gleichzeitig auf.
Schlamm ist nicht schlimm. (Foto: Angerer)
Schlamm ist nicht schlimm. (Foto: Angerer)
Weiter geht es über Kiesel, Waschbeton, Holzbohlen, Baumrinde, Flaschenkorken, Heidekraut, Bucheckern oder nassen Torf. Die Füße senden Botschaften ans Gehirn: je nach Untergrund und Empfinden pieksig, langweilig, angenehm, aufregend, wackelig. Und dann kommen Glasscherben. Was zunächst wie ein Angebot für Menschen mit Hang zum Masochismus anmutet, entpuppt sich als nicht so schlimm. Die Glasscherben sind in Trommeln geschliffen worden und haben keine Kanten mehr. Die Botschaft der Füße lautet: angenehm. Gut zu wissen ist auch, dass Ärzte Barfußgehen als Beitrag zur gesunden Lebensweise empfehlen.
Das Waldmegafon im Barfußpark. (Foto: Angerer)
Das Waldmegafon im Barfußpark. (Foto: Angerer)
Der Park bietet noch mehr: Es gibt alte Äpfelbäume, eine Äolsharfe und ein Waldmegafon, Naturlernstationen, einen Yoga-Pfad und einiges mehr. Am Ende aber entsteht ein Eindruck, der haften bleibt: Man geht leichtfüßiger, zur Not auch mit Schuhen an den Füßen.
Wie kommt man da hin?
Egestorf liegt direkt an der Autobahn 7, von Hannover aus sind es 105 Kilometer. Einlass in den Barfußpark ist bis zum 30. September von 9 bis 18 Uhr, die Anlage schließt um 20 Uhr. Erwachsene zahlen 7,50 Euro, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren 5,50 Euro; außerdem gibt es Gruppentarife.
Allerdings: Im Augenblick gelten auch dort Corona-Regeln, wodurch nur eine begrenzte Anzahl Besucher gleichzeitig auf das Gelände darf. Reservierungen sind einstweilen nicht möglich. Die Parkleitung empfiehlt, vor 11 Uhr oder nach 16 Uhr zu kommen, um die Stoßzeiten zu umgehen. Auch zu beachten: Hunde sind im Park nicht erlaubt.
Der neue Baumwipfelpfad in der Lüneburger Heide. (Foto: dpa)
Der neue Baumwipfelpfad in der Lüneburger Heide. (Foto: dpa)
Was kann man noch unternehmen?
Zwei Tipps: Gut sechs Kilometer nördlich von Egestorf liegt in Nindorf-Hanstedt der Wildpark Lüneburger Heide. 1200 Tiere aus 140 Arten leben dort. Darunter sind alle heimischen Wildtierarten, aber auch Tiger und Kamtschatka-Bären. Wer mag, kann sich das Ganze auch von oben anschauen. Ein Baumwipfelpfad führt über Teile des Geländes, vom Aussichtsturm reicht der Blick bei klarer Sicht bis Hamburg.
Die Alternative, schon, weil es in diesen Tagen heiß werden soll: In Egestorf bleiben und das vollbiologische Erlebnisbad Aquadies mit Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken, Sprungfelsen, Strand- und Strandbar besuchen. Allerdings gelten auch hier Corona-Regeln.
Der kleine Ausflug

Der Schneerener Landwirt Stephan Ruhnow-Thieße hat ein Labyrinth in sein Maisfeld geschnitten. (Foto: Kathrin Götze)
Der Schneerener Landwirt Stephan Ruhnow-Thieße hat ein Labyrinth in sein Maisfeld geschnitten. (Foto: Kathrin Götze)
Irrwege im Maisfeld und Blaubeeren
Der Mais steht hoch, die Schneisen sind geschnitten: Mit der Motorsense hat Landwirt Stephan Ruhnow-Thieße Irrwege in sein Maisfeld gegenüber der Gaststätte Schneerener Krug an der Bundesstraße 6 geschnitten. Regenfälle und Wärme haben die Getreidepflanzen so wachsen lassen, dass sie mehr als mannshoch sind. Erkunden kann man das Labyrinth auf eigene Faust; am Eingang steht eine Vertrauenskasse - jeder kann entscheiden, wie viel ihm das Vergnügen wert ist. Noch bis zum 30. August will Ruhnow-Thieße den Mais stehen lassen und ihn danach zu Silagefutter für seine Bisons und Heckrinder verarbeiten, die er auf seinen Weiden bei Schneeren hält.
Der Schneerener Krug liegt an der Regionsgrenze zum Kreis Nienburg. Die Fahrt dorthin lässt sich mit einem Abstecher bei der Heidelbeerplantage vom Obsthof Rieke an der Bundesstraße 6 bei Eilvese verbinden. Dort können Besucher Heidelbeeren selbst pflücken, es gibt aber auch einen Hofladen und ein Plantagencafé. Und weil gerade Saison ist: Eine Übersicht über die Heidelbeerplantagen in der Region und Wissenswertes zu den blauen Früchten finden Sie hier.
Raus mit dem Rad

Die gesamte Strecke ist 37 Kilometer lang. Einen Link zum detaillierten Verlauf finden Sie am Ende dieses Tipps. (HAZ-Grafik: ll | Google Maps)
Die gesamte Strecke ist 37 Kilometer lang. Einen Link zum detaillierten Verlauf finden Sie am Ende dieses Tipps. (HAZ-Grafik: ll | Google Maps)
Blaue Zeichen auf dem Grünen Ring
Der Grüne Ring ist einer der Klassiker unter den Radwegen in der Region Hannover und einer der ungewöhnlichsten. Die Hauptstrecke führt über 80 Kilometer weitgehend durchs Grüne – daher der Name - einmal um die Landeshauptstadt. Es geht aber auch um Spurensuche in der Landschaft. Blau gestrichene Objekte wie Schildermasten, Holzpfähle, Feldsteine und manchmal auch eigens installierte Skulpturen weisen den Weg. Unser Tourenvorschlag führt über den östlichen Teil des Rings.
Radler auf dem Grünen Ring sehen blau - an dieser Stelle in der Isernhagener Feldmark gleich mehrfach. (Foto: Bernd Haase)
Radler auf dem Grünen Ring sehen blau - an dieser Stelle in der Isernhagener Feldmark gleich mehrfach. (Foto: Bernd Haase)
Startpunkt ist der mit S-Bahnen und Regionalzügen zu erreichende Bahnhof Langenhagen-Mitte. Gleich links hinter dem Vorplatz sieht man zum ersten Mal an einem Mast die Farbe Blau. Es geht zum Stadtpark und durch diesen hindurch zum Flüsschen Wietze.
Der Altwarmbüchener See ist ein geeigneter Rastplatz an der Route (Foto: Bernd Haase)
Der Altwarmbüchener See ist ein geeigneter Rastplatz an der Route (Foto: Bernd Haase)
Zwischen Wiesen und Feldern hindurch führt die Route zum Basselthof, einer früheren Pferdewechselstation. Heute befindet sich dort ein Islandpferdehof. Nächste Station ist der Altwarmbüchener See mit Stränden, Spiel- und Liegewiesen. Weiter südlich erreicht der Ring dann den Misburger Wald mit seinen alten Eichen- und Buchenbeständen.
Grasende Schafe am Kronsberg. (Foto: Bernd Haase)
Grasende Schafe am Kronsberg. (Foto: Bernd Haase)
Nun ist eine Zeitlang der Mittellandkanal Begleiter und Wegweiser für die Tour, bis die Route dann zum Kronsberg abknickt. Es beginnt eine kleine Bergetappe. Wer sie absolviert hat, kann erstens den Kronsbergschafen beim Grasen zuschauen und zweitens einen schönen Blick auf Hannovers Stadtsilhouette und das Messegelände genießen.

Der letzte Abschnitt des östlichen Ringteils ist dann die Strecke Richtung Laatzen. Wer hier Schluss macht und den Wegweisern zum Messebahnhof folgt, hat etwa 37 Kilometer auf dem Tacho. Wer Lust auf mehr hat, kann weiter blaue Zeichen suchen und den Ring im Zweifelsfall sogar komplettieren. Dann kommen 80 Kilometer zusammen.
Die App Bike Citizens hilft im Zweifelsfall bei der Suche nach dem Weg. (Foto: Conrad von Meding)
Die App Bike Citizens hilft im Zweifelsfall bei der Suche nach dem Weg. (Foto: Conrad von Meding)
Apropos blaue Zeichen. An einigen Stellen täte es dem Grünen Ring gut, wenn einmal wieder jemand zu Farbeimer und Pinsel greifen würde. Einige Holzobjekte beispielsweise sind verwittert, an anderen Stellen ist die Farbe verblasst. Wer sich deswegen nicht nur auf die Spuren in der Landschaft verlassen mag, kann sich die in der Region kostenlose App Bike Citizens zum Navigieren auf das Smartphone laden. Dort ist der Grüne Ring unter dem Menüpunkt “Touren” hinterlegt.

Hier gibt es die detaillierte Karte zu ihrer Route
Niedersachsen entdecken

Hier können Sie im Grünen schlafen
Mit Tempo 15 ins Tal
Kletterspaß für Groß und Klein
Manche fahren in den Sommerferien nicht weit weg, können aber hoch hinaus - in den Klettergärten der Region. Unterschiedliche Parcours sind zu bewältigen, Elemente wie Wackelbrücken oder Seilrutschen bieten Spaß und Herausforderung. Möglich ist das im PirateRock am Hufeisensee in Isernhagen, im See Tree in Mardorf am Steinhuder Meer oder im Wakitu in der Eilenriede im Stadtteil List in Hannover.
Klettern am PirateRock in Isernhagen. (Foto: Carina Bahl)
Klettern am PirateRock in Isernhagen. (Foto: Carina Bahl)
Was? Wann? Wo?

Elf Künstler und eine Scheune
Bestes Essen am Autofenster
Gartenfest in royaler Umgebung
Na, Hunger?

Neben süßen Speisen bekommen die Gäste im Corner auch einen Strammen Max. Foto: Katha Kutter
Neben süßen Speisen bekommen die Gäste im Corner auch einen Strammen Max. Foto: Katha Kutter
Das sind Hannovers 
schönste Frühstücks-Cafés
Sie wollen mehr wissen? Gern!
Hat Ihnen diese Ausgabe gefallen?
Teilen Sie diesen Newsletter:
Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr empfangen wollen, können Sie ihn hier abbestellen.
Wenn Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde, können Sie ihn hier abonnieren.