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HAZ "Mal raus" - Barfuß durch die Lüneburger Heide

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HAZ "Mal raus"
Liebe Leserinnen und Leser,
Pfingsten bietet ein ereignisreiches langes Wochenende in Hannover. Sie können beispielsweise zwischen dem Gartenfestival in Herrenhausen, dem Christopher Street Day oder dem Bierfest an der Marktkirche wählen. Ans Herz legen wollen wir Ihnen auch den Tag der Niedersachsen Mitte Juni.
Wenn Sie lieber einen größeren Ausflug machen wollen, können Sie in die Lüneburger Heide nach Egestorf fahren und im Barfußpark etwas Gutes für Ihre Füße tun. Unsere Radtour führt auf den Spuren Europas durch die Region. Überhaupt sind wir dieses Mal sehr sportlich unterwegs - mit nächtlichem Skaten und dem Sport im Park beispielsweise.
Wenn Sie weitere Freizeittipps suchen, stöbern Sie gerne in unserem Archiv. Sie finden alle bisherigen Ausgaben unter freizeit-newsletter.haz.de.
Viele Grüße, bleiben Sie in Bewegung!
Bernd Haase

Der große Ausflug

In Egestorf lassen sich die Füße kitzeln. (Foto: Angerer)
In Egestorf lassen sich die Füße kitzeln. (Foto: Angerer)
Barfuß durch den Park
Seit Jahrhunderten stecken die Menschen ihre Füße zumeist in Schuhe. Reflexzonen-Stimulierung sieht anders aus. Mittlerweile setzt sich wieder die Erkenntnis durch, dass es erstens schön und zweitens gesund sein kann, zumindest ab und zu barfuß durch die Gegend zu laufen - umso mehr, wenn unterschiedliche Reize die Fußsohlen kitzeln. Deshalb gibt es den Barfußpark in Egestorf in der Lüneburger Heide.
Die Schuhe haben Pause. (Foto: Irving Villegas)
Die Schuhe haben Pause. (Foto: Irving Villegas)
Rund 2,7 Kilometer lang ist die Wegstrecke im Park und führt bei Weitem nicht nur über Stock und Stein. Am Anfang geht es über nasse Steine einen Hang hinunter zum Wassertreten. Die gefühlte Temperatur beträgt knapp über null Grad Celsius. Der Kälteschock kommt etwas unvermittelt, nimmt aber den Füßen die Empfindlichkeit und weckt sie gleichzeitig auf.
Schlamm ist nicht schlimm. (Foto: Angerer)
Schlamm ist nicht schlimm. (Foto: Angerer)
Weiter geht es über Kiesel, Waschbeton, Holzbohlen, Baumrinde, Flaschenkorken, Heidekraut, Bucheckern oder nassen Torf. Die Füße senden Botschaften ans Gehirn: je nach Untergrund und Empfinden anregend, langweilig, angenehm, aufregend, wackelig. Und dann kommen Glasscherben. Was zunächst wie ein Angebot für Menschen mit Hang zum Masochismus anmutet, entpuppt sich als nicht so schlimm. Die Glasscherben sind in Trommeln geschliffen worden und haben keine Kanten mehr. Die Botschaft der Füße lautet: angenehm. Gut zu wissen ist auch, dass Ärzte Barfußgehen als Beitrag zur gesunden Lebensweise empfehlen.
Das Waldmegafon im Barfußpark. (Foto: Angerer)
Das Waldmegafon im Barfußpark. (Foto: Angerer)
Der Park bietet noch mehr: Es gibt alte Äpfelbäume, eine Äolsharfe und ein Waldmegafon, Naturlernstationen, einen Yoga-Pfad und einiges mehr. Am Ende aber entsteht ein Eindruck, der haften bleibt: Man geht leichtfüßiger, zur Not auch mit Schuhen an den Füßen.
Wie kommt man da hin?
Egestorf liegt direkt an der Autobahn 7, von Hannover aus sind es 105 Kilometer. Einlass in den Barfußpark ist bis zum 30. September von 9 bis 18 Uhr, die Anlage schließt um 20 Uhr. Erwachsene zahlen 7,50 Euro, Kinder und Jugendliche bis zu 16 Jahren 5,50 Euro; außerdem gibt es Gruppentarife. Zu beachten: Hunde sind im Park nicht erlaubt.
Der Baumwipfelpfad in der Lüneburger Heide. (Foto: Philipp Schulze/dpa)
Der Baumwipfelpfad in der Lüneburger Heide. (Foto: Philipp Schulze/dpa)
Was kann man noch unternehmen?
Zwei Tipps: Gut sechs Kilometer nördlich von Egestorf liegt in Nindorf-Hanstedt der Wildpark Lüneburger Heide. 1200 Tiere aus 140 Arten leben dort. Darunter sind alle heimischen Wildtierarten, aber auch Tiger und Kamtschatka-Bären. Wer mag, kann sich das Ganze auch von oben anschauen. Ein Baumwipfelpfad führt über Teile des Geländes, vom Aussichtsturm reicht der Blick bei klarer Sicht bis Hamburg.
Die Alternative: In Egestorf bleiben und das vollbiologische Erlebnisbad Aquadies mit Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken, Sprungfelsen, Strand und Strandbar besuchen.
Der kleine Ausflug

Sport und Spaß am Blauen See
Mit Tempo über das Wasser: Wakeboarden gehört zu den Freizeitmöglichkeiten am Blauen See. (Foto: Gerko Naumann)
Mit Tempo über das Wasser: Wakeboarden gehört zu den Freizeitmöglichkeiten am Blauen See. (Foto: Gerko Naumann)
Es gibt tatsächlich so etwas wie die Garbsener Schweiz, ein Naherholungsgebiet mit bewaldeten Hügeln und dem Blauen See. Dort hat Betreiber Peter Amend in den vergangenen Jahren ein vielfältiges Angebot geschaffen - Badestrand, Wasserski, Wakeboarden, Aquapark oder Übernachtung im Tiny House beispielsweise. Zu erreichen ist der Blaue See über die Abfahrt Garbsen der Autobahn 2, die postalische Anschrift lautet Am Blauen See 119. Redakteur Gerko Naumann hat sich vor Ort umgesehen; seinen Bericht finden Sie hier.
Raus mit dem Rad

Auf den Spuren Europas
Die Europäische Union fördert zahlreiche Projekte auch in Niedersachsen, schützt und erhält damit Kulturstätten und ermöglicht innovative Ideen. Der Europaabgeordnete Bernd Lange hat viele davon als Ziele und Wegpunkte zu Radtouren verknüpft. Eine davon führt in der Region Hannover von Lehrte-Ahlten nach Laatzen-Rethen.
Am Steinbruch von Sehnde-Höver kooperiert der Naturschutzverband mit dem Zementhersteller Holcim, um Schmetterlinge zu schützen. (Foto: NV Niedersachsen)
Am Steinbruch von Sehnde-Höver kooperiert der Naturschutzverband mit dem Zementhersteller Holcim, um Schmetterlinge zu schützen. (Foto: NV Niedersachsen)
Vom Startpunkt am S-Bahnhof in Ahlten geht es zunächst über die Misburger Straße zur Straße Zum Großen Freien und auf dieser durch den Lehrter Ortsteil hindurch bis Ahltener Straße. Nächstes Ziel ist Höver mit dem Werk von Holcim. Das Unternehmen produziert in erster Linie Zement, kooperiert aber auch mit dem Naturschutzverband, indem es Blühflächen für Schmetterlinge anlegt.
Nächstes Ziel ist der Mittellandkanal, dem die Route nach Brückenüberquerung am rechten Ufer in südwestlicher Richtung bis zur Brücke zwischen Wassel und dem Sehnder Kaliberg folgt.
In den Mobilen Welten in Wehmingen ist vieles zu sehen, was sich auf Straßen, Schienen oder in der Luft bewegt. (Foto: Heike Rochlitz)
In den Mobilen Welten in Wehmingen ist vieles zu sehen, was sich auf Straßen, Schienen oder in der Luft bewegt. (Foto: Heike Rochlitz)
Schon bald ist nun Wehmingen erreicht, wo sich zwei Abstecher von der Hauptroute lohnen. Der eine führt zum benachbarten Bolzum, wo es einen der schönsten Dorfläden in der Region Hannover gibt, der andere zum Straßenbahnmuseum Wehmingen. Auf dessen Gelände hat der Förderverein Mobile Welten in einer ehemaligen Salzmühle Exponate zum Thema Mobilität zusammengetragen.
Der folgende Streckenabschnitt verläuft über Müllingen durch die Feldmark über die Autobahn Richtung bis an den Laatzener Stadtrand. Weiter geht es durch den Expo-Park Süd mit dem Wal und über die Würzburger Straße, die Gutenbergstraße und den Expo-Weg zum Spaß- und Wellnessbad AquaLaatzium.
Abendstimmung am Großen Koldinger See. (Foto: Andreas Zimmer)
Abendstimmung am Großen Koldinger See. (Foto: Andreas Zimmer)
Bald ist nun die Leinemasch erreicht. Der Weg orientiert sich am Fluss und führt zu den Koldinger Teichen. Dort umrundet er den großen See, passiert die Bahnlinie und schwenkt schließlich auf die Hildesheimer Straße ein. Durch Gleidingen hindurch gelangt man zum Ziel, dem Bahnhof in Rethen.
Die beschriebene Tour ist 41 Kilometer lang und birgt keine größeren Herausforderungen. Sie führt über gut ausgebaute Wege und Straßen. Allerdings gibt es im Bereich des Aqualaatziums einen kleinen Abschnitt, in dem man absteigen und schieben muss. Zum Ausgangspunkt in Ahlten gelangt man von Hannover aus mit den S-Bahn-Linien 3 und 7, von Rethen zurück geht es mit der S-Bahn-Linie 5. Wer sich für die anderen Europa-Touren interessiert, findet sie hier.
Die Radtour als Karte auf Google Maps
Hannover entdecken

Gartenfestival im Georgengarten
Christine Koch und Bettina Böhnke freuen sich auf das Festival. (Foto: Ilona Hottmann)
Christine Koch und Bettina Böhnke freuen sich auf das Festival. (Foto: Ilona Hottmann)
Pflanzenstauden, Kräuter, Saatgut, eine große Auswahl an Wohn- und Gartenaccessoires, Kunsthandwerk und Lifestyleprodukte: Zum langen Pfingstwochenende präsentiert das Gartenfestival Herrenhausen mehr als 130 Aussteller. Sie bieten vom 3. bis 6. Juni im Georgengarten Ideen für den heimischen Garten. Zu Gast ist zudem Richard Hamann von Kiwiri. Er ist Kiwi-Spezialist und bringt sogenannte Kiwibeeren für den Garten mit. Dazu gibt es vielfältige kulinarische Angebote von Flammlachs über argentinische Angusrindburger bis zu frischem Spargel.
Das Gartenfestival läuft Freitag bis Sonntag von 10 bis 19 Uhr, Pfingstmontag ist von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 12, ermäßigt 9 Euro, Kinder bis 17 Jahre haben freien Eintritt.
CSD 2022 in Hannover: Alles zum Christopher Street Day
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Darauf kann sich Hannover am Tag der Niedersachsen freuen
Stadt Hannover bietet kostenloses Sportprogramm in Parks
Mal was anderes

Auf Rollen durch die Stadt
Für das abendliche Skaten werden die Straßen gesperrt. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
Für das abendliche Skaten werden die Straßen gesperrt. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
Die Skate by Night, bei der es auf gesperrten Straßen durch Hannover geht, ist wieder in die Saison gestartet. Wer mitrollen will: Termine sind jeweils mittwochs am 15. und 29. Juni, am 13. Juli, am 3. und 24. August und am 7. September. Treffpunkt ist jeweils um 18 Uhr Am Klagesmarkt, die eigentliche Rollerrunde beginnt um 20 Uhr.
Und schließlich...

Auch auf dem Erdbeerhof in Laatzen-Gleidingen kann man schon rot sehen. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
Auch auf dem Erdbeerhof in Laatzen-Gleidingen kann man schon rot sehen. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
… reifen auf den heimischen Feldern die Erdbeeren, auch diejenigen zum Selbstpflücken. Wer ernten und nebenbei naschen will, hat in der Region Hannover mehrere Möglichkeiten. Eine Übersicht finden Sie hier.
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