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HAZ "Mal raus" - An den Nordrand der Region

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HAZ "Mal raus"HAZ "Mal raus"
HAZ "Mal raus"
Liebe Leserinnen und Leser,
Saisonbeginn ist ein Wort, das in dieser Zeit oft zu hören ist. Viele Freizeitangebote, die im Winter pausierten oder aus bekannten Gründen pausieren mussten, stehen wieder zur Verfügung.
Freizeitparks gehören dazu. Wir haben das zum Anlass genommen, Ihnen einen der ältesten und gleichzeitig einzigartigsten unter seinesgleichen ans Herz zu legen: den Erse Park in Uetze, über den sich auch eine faszinierende Gründungsgeschichte erzählen lässt. Sie können auch wieder den Wilhelmstein im Steinhuder Meer ansteuern oder das wunderbare Maikäfertreffen in Hannover besuchen.
Eine Radtour führt in den Norden der Region, wo es derzeit viel Spargel gibt. Lesetipps haben wir an dieser Stelle eher selten im Programm, aber wenn ein Werk mehr als 2200 Seiten umfasst und eine Menge zum Lachen und Nachdenken bietet, machen wir gerne ein Ausnahme.
Sicherlich ist uns der eine oder andere Saisonstart entgangen; helfen Sie uns gern mit Tipps und Anregungen per Mail unter freizeit@haz.de auf die Sprünge.
Einstweilen sonnige Grüße, bis zum nächsten Mal
Bernd Haase

Der große Ausflug

Der skurrile Park mit Patina
Der Erse Park im Uetzer Ortsteil Abbeile ganz im Osten der Region Hannover ist wohl der skurrilste seiner Art im Land. Besucher finden eine Mixtur aus Märchenwald, pädagogischem Lehrpfad, Saurierlandschaft und Vergnügungspark.
Der Drache Ersie ist Wahrzeichen und Maskottchen des Parks. (Foto: Friedrich-Wilhelm Schiller)
Der Drache Ersie ist Wahrzeichen und Maskottchen des Parks. (Foto: Friedrich-Wilhelm Schiller)
Eigentlich wollte der Kunsthändler Richard Schwanstecher nur einen Fayence-Krug kaufen, als er vor fast 50 Jahren zum ersten Mal nach Uetze kam. Erworben hat der dann nicht nur den Krug, sondern auch gleich das Wohnhaus und das gut zehn Hektar große Grundstück des Besitzers mit Garten und Kiefernwald. Blieb die Frage, was mit dem neuen Eigentum zu tun sei. Freizeitparks kamen in Mode, also machte er mit. Es sollte etwas für Familien mit Kindern sein. Also schuf er einen Märchenwald, den es immer noch gibt, und ein Sammelsurium teils nostalgischer Karussells. Es wirkte etwas altbacken, übte aber genau deshalb seinen Charme aus.
Der Märchenwald hat auch nach 46 Jahren noch seinen Platz im Park. (Foto: Sybille Heine)
Der Märchenwald hat auch nach 46 Jahren noch seinen Platz im Park. (Foto: Sybille Heine)
Das Grundkonzept hat sich dann überlebt, Anlagen mit modernen Fahrgeschäften wie der Heide-Park boten mehr Abenteuer. Also schuf man Neues - die Reise in die Urzeit zum Beispiel mit detailgetreuen Modellen aus dem Leben der Steinzeitmenschen. Auch Saurier bevölkern die Szenerie, und dazu kommen 40 Fahrgeschäfte wie eine Bobkartbahn, die Raftingbahn Lost World, eine Hochbahn oder eine Familienachterbahn. Und wo sonst schon können Kinder mit einem Wasserdreirad oder in einem Teetassenkarussell fahren …
Die Raftingbahn Lost World führt an glotzenden Sauriern vorbei. (Foto: Philipp Stein)
Die Raftingbahn Lost World führt an glotzenden Sauriern vorbei. (Foto: Philipp Stein)
Philipp Schwanstecher, der den Park von seinem Onkel geerbt hat, renoviert ihn Stück für Stück. Im Sommer beispielsweise soll der Erseparkturm als Fahrgeschäft hinzukommen. Schwanstecher will aber auf jeden Fall die Familientradition bewahren, und die besagt, dass ein bisschen Patina zum Park dazugehört.
Was kostet das und wie kommt man hin?
Der Erse Park hat die Postanschrift Abbeile 2 in Uetze und liegt direkt an der Bundesstraße 188. Von Hannover aus geht es mit dem Auto über die Bundesstraße 3 Richtung Celle und dann an der Abfahrt Burgdorf auf die Bundesstraße 188. Mit Bus und Bahn ist Abbeile nur schwer zu erreichen. Geöffnet ist bis zum 22. Mai an den Wochenendtagen, danach dann bis Ende August täglich von 10 bis 17 Uhr und während der Sommerferien von 10 bis 18 Uhr. Tageskarten für Erwachsene kosten 23 Euro; es gibt auch ermäßigte Preise und seit Kurzem auch ein Saisonticket für 68 Euro pro Person.
Was gibt es noch?
Das Gebiet der Spreewaldseen eignet sich gut zum Wandern und Radfahren. (Foto: Friedrich-Wilhelm Schiller)
Das Gebiet der Spreewaldseen eignet sich gut zum Wandern und Radfahren. (Foto: Friedrich-Wilhelm Schiller)
Spreewaldseen gibt es nicht nur in Ostdeutschland, sondern auch an der Bundesstraße 188 in Uetze. Bekanntester der Seen dort ist der Irenensee, der auch über einen Badestrand und über Gastronomie verfügt. Das gesamte Gebiet ist beliebt bei Radlern und Spaziergängern.
Der kleine Ausflug

Reif für die Insel
Eine Fahrt mit dem Auswandererboot zum Wilhelmstein gehört zu den Klassikern am Steinhuder Meer. (Foto: Sven Sokoll)
Eine Fahrt mit dem Auswandererboot zum Wilhelmstein gehört zu den Klassikern am Steinhuder Meer. (Foto: Sven Sokoll)
Wer zur Insel Wilhelmstein im Steinhuder Meer wollte, hatte in den Wintermonaten kaum Gelegenheit dazu. Jetzt ist die Saison wieder gestartet, die Inselfestung mit ihrem kleinen Museum ist ebenso geöffnet wie das Restaurant Porto Lage. Der Wilhelmstein ist per Schiff und Boot von Steinhude und Mardorf aus erreichbar. Wer mit dem Kanu oder als Stand Up Paddler hinfährt, kann an einem neuen Schwimmsteg auf der Westseite der Insel anlegen. Alle Informationen zu Öffnungszeiten und Preisen gibt es hier.
Raus mit dem Rad

Zum Nordrand der Region Hannover
Mehrere Seen, darunter einige zum Baden, die Aue des Flüsschens Wietze und schließlich das Fuhrberger Feld, aus dem Hannovers Trinkwasser kommt und aktuell auch viel Spargel von den Feldern dort - unsere Radtour führt an den Nordrand der Region und ist mitunter sehr ländlich.
Der Maschsee als Startpunkt ist einer von vielen Seen an der Strecke. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
Der Maschsee als Startpunkt ist einer von vielen Seen an der Strecke. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
Vom Startpunkt Hellebardier am Nordufer des Maschsees führt die Strecke am Friedsrichswall zu Füßen des Glaspalastes der Norddeutschen Landesbank entlang und weiter über den Schiffgraben Richtung List. Dort umtost den Radler noch der Straßenlärm einer Großstadt, aber danach wird es ganz schnell ruhig. Es geht durch den Kleingartengürtel Richtung Brücke über die Autobahn 2 zur Stadtgrenze nach Langenhagen. Unmittelbar dahinter liegt schon der Silbersee. Es folgen der Wietzepark, der Hufeisensee und der Wietzesee, die direkt an der Route liegen. Von der Wietzeaue, die in Teilen renaturiert wurde, ist es nicht weit zum Krähenwinkeler Waldsee.
Am Würmsee haben sich Künstler um das Ambiente verdient gemacht. (Foto: Antje Bismark)
Am Würmsee haben sich Künstler um das Ambiente verdient gemacht. (Foto: Antje Bismark)
Kurz vor dem Biergarten Waldkater in Maspe zweigt der Weg Richtung Fuhrberg ab. Wer jetzt nach knapp der Hälfte der Strecke genug hat, kann der Ausschilderung zum Bahnhof Isernhagen folgen und mit dem Regionalzug zurück nach Hannover fahren. Weiter mit dem Rad geht es durch Wald und Flur nach Fuhrberg. Unterwegs wäre mit einem kurzen Abstecher der Würmsee zu erreichen, den ein Erlebnispfad umrundet.
Auf den Feldern bei Fuhrberg hat die Spargelernte begonnen. (Foto: Ilona Hottmann)
Auf den Feldern bei Fuhrberg hat die Spargelernte begonnen. (Foto: Ilona Hottmann)
Wo der Wald endet, kommt Fuhrberg in Sicht. Auf den Feldern dort ist der Spargel erntereif und kann in Restaurants gekostet oder auf Höfen gekauft werden. Hinter dem Ort führt die Strecke weiter nach Norden, bis sie nach links Richtung Elze abzweigt. Auch hier gibt es viel Wasser. Man sieht es nicht vor Ort, sondern erst dann, wenn es aus einem der Wasserhähne im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Hannover fließt. Rund 800.000 Menschen bekommen ihr Trinkwasser aus dem Fuhrberger Feld. Folgerichtig passiert man auf dem Weg nach Elze das dortige Wasserwerk mit dem historischen hölzernen Schmucktor. Von dort ist es nicht mehr weit zum S-Bahnhof Bennemühlen als Endpunkt der Tour.
Die geschilderte Strecke ist 42 Kilometer lang und flach. Sie führt als ausgeschilderte Regionsroute 9 zumeist über gut ausgebaute Wege und Straßen, einige Passagen sind aber etwas sandig. Vom Endpunkt in Bennemühlen geht es mit der S-Bahn-Linie 4 zurück nach Hannover.
Fahrradroute an den Nordrand der Region Hannover
Hannover entdecken

Bauer Meyer lädt zu Markttagen in den Zoo
Bauer Meyer und Magd Martha führen durch das Programm. (Foto: Zoo Hannover)
Bauer Meyer und Magd Martha führen durch das Programm. (Foto: Zoo Hannover)
Auf Meyers Hof im Zoo Hannover werden am Sonnabend, 23. April, und am Sonntag, 24. April, wieder die Markttage angeboten. An rund 30 Ständen können Besucher Brot, Obst, Marmelade, Honig, Käse, Wein und andere Marktwaren kaufen. Es wird Gin gebrannt und Kaffee geröstet; es gibt Mitmach-Aktionen, Comedy und Musik sowie Informationen über unterschiedliche Artenschutzprogramme vor der Haustür und in fernen Ländern. Der Besuch der Markttage ist im Zoo-Eintrittspreis enthalten; geöffnet ist an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr.
Die Maikäfer kommen wieder
Das Käfertreffen auf den Messeparkplätzen lockt Besucher aus dem gesamten norddeutschen Raum an. (Foto: Christian Behrens)
Das Käfertreffen auf den Messeparkplätzen lockt Besucher aus dem gesamten norddeutschen Raum an. (Foto: Christian Behrens)
Der 1. Mai ist nicht nur Tag der Arbeit, sondern in Hannover seit 1983 auch der Tag des Maikäfertreffens. Für Liebhaber luftgekühlter VW-Technik ist das ein Pflichttermin; regelmäßig kommen weit mehr als 10.000 Besucher auf das Messegelände. Zuletzt fiel das Maikäfertreffen wegen der Pandemie flach, jetzt kann es am Maifeiertag von 9 bis 17 Uhr wieder losgehen - wie gewohnt mit Teilemarkt und Fahrzeugpräsentation auf der Bühne. Neu ist, dass die Veranstaltung auf den Messeparkplätzen West stattfindet. Weitere Informationen und Impressionen aus den vergangenen Jahren finden Sie hier.
Hannover: Tipps für Touren in Stadt und Region
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Mal was anderes

Familientour mit dem Nachtwächter
Nachtwächter Melchior kennt sich in Hannover aus. (Foto: Handout Stattreisen)
Nachtwächter Melchior kennt sich in Hannover aus. (Foto: Handout Stattreisen)
Mit dem Nachtwächter Melchior geht es auf eine Reise ins Mittelalter und die frühe Neuzeit durch alte Gassen und dunkle Winkel der Landeshauptstadt. Melchior berichtet unter anderem vom früheren Markttreiben vor der Marktkirche, von den Abenteuern eines Chorknaben und von einer finsteren Gestalt, die in Hannover ihr Unwesen treibt. Das tut er schon seit geraumer Zeit. Neuerdings bietet der Verein Stattreisen als Organisator den geheimnisvollen Spaziergang auch für Kinder im Alter von 11 bis 14 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen an. Informationen zu diesem und den weiteren Angeboten des Vereins stehen hier.
Wohin am Wochenende?

Das ist am Sonnabend, 23. April 2022, los
Das ist am Sonntag, 24. April 2022, los
Und schließlich...

Des Meisters Selbstporträt mit Heiligenschein und Moritz-Tolle (Foto: Handout Wilhelm-Busch-Museum)
Des Meisters Selbstporträt mit Heiligenschein und Moritz-Tolle (Foto: Handout Wilhelm-Busch-Museum)
… können Sie viel lesen, wenn sie Freund von Max und Moritz, Lehrer Lämpel und all den anderen Figuren des Humoristen und Karikaturisten Wilhelm Busch sind. Der Bertelsmann-Verlag hat dessen “Sämtliche Werke” als Neuauflage herausgegeben, schlanke 2228 Seiten in zwei Bänden sind es. HAZ-Redakteur Simon Benne hat einmal reingeschaut; seinen Bericht finden Sie hier.
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