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HAZ "Mal raus" - Alte Stadtbahnen und ein Walk in der Wildnis

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HAZ "Mal raus"
Liebe Leserinnen und Leser,
die Sommerferien stehen vor der Tür und damit auch sechs Wochen, die für viele mehr Freizeitmöglichkeiten bieten. In unserem Newsletter haben wir wieder Vorschläge zusammengestellt.
Darunter ist zum Beispiel das Straßenbahnmuseum in Sehnde-Wehmingen. Es ist nicht wirklich ein Geheimtipp, hat aber wie so manche vergleichbare Einrichtungen wegen des unheimlichen Virus schwere Zeiten hinter sich. Da passt es, dass es mit einer Sonderausstellung zum Thema Dampf in die Saison gestartet ist.
Mitten in der Stadt Hannover lässt sich auf dem Lindener Berg ein Stück Wildnis entdecken, das lohnt einen Spaziergang, wie wir finden. Die Radtour führt dieses Mal durch Burgwedels Dörfer.
Auch kulturell ist wieder mehr los als in den trüben Wochen des Jahres; die Region Hannover bittet zum Beispiel zu einem kompletten Kultursommer mit vielen Veranstaltungen. Und wenn Sie etwas Leckeres selbst ernten wollen, dann können Sie das auf einer der Heidelbeerplantagen tun.
Tipps und Anregungen nehmen wir gerne per Mail unter freizeit@haz.de entgegen. Ansonsten wünschen wir Ihnen viel Spaß und einen im positiven Sinn aufregenden Sommer.
Bernd Haase und Simon Benne
aus dem HAZ-Freizeit-Team

Der große Ausflug

Dampf im Straßenbahnmuseum
Der Verein “Mobile Welten” hat auf dem Gelände des Hannoverschen Straßenbahnmuseums im Sehnder Ortsteil Wehmingen die Sonderausstellung „Faszination Dampf“ eröffnet. Sie zeichnet die Rolle der Dampfkraft als Kraftquelle für die erblühende Industrie oder die Mobilität auf der Schiene nach.
Rainer Schiemenz (links) und Peter Bochnig halten "Angelika" in Betrieb. (Foto: Katja Eggers)
Rainer Schiemenz (links) und Peter Bochnig halten "Angelika" in Betrieb. (Foto: Katja Eggers)
Sie kann tuckern und dampfen. Und wegen ihrer stattlichen Größe zieht sie viele Blicke auf sich: Die sogenannte Dampflokomobile “Angelika”, Baujahr 1922, gehört zu den Höhepunkten in der neuen Sonderausstellung des Vereins Mobile Welten. Zu sehen ist sie in der historischen Salzmühle auf dem Gelände des Straßenbahnmuseums.
Rund 100 Exponate zum Thema Dampftechnik sind ausgestellt. Außer vielen Modellen und Nachbauten gibt es auch Originale, darunter ein Dampfautomobil von 1919 und der imposante Langkessel einer Lokomotive der Gattung T3 der Preußischen Staatseisenbahnen aus dem Jahr 1901. Der Kessel wurde einst von dem hannoverschen Unternehmen Hanomag gebaut und steht heute unter Denkmalschutz. Den Lokomotiven der früheren Hanomag, heute Komatsu, ist in der Ausstellung gleich ein ganzer Raum gewidmet.
Der Langkessel wurde 1901 von der Hanomag gebaut und gehört in der Ausstellung zu den ältesten und auch schwersten Exponaten. (Foto: Katja Eggers)
Der Langkessel wurde 1901 von der Hanomag gebaut und gehört in der Ausstellung zu den ältesten und auch schwersten Exponaten. (Foto: Katja Eggers)
Zu verdanken ist die Sonderausstellung zahlreichen Sammlern und Leihgebern. Die Lokomobile “Angelika” gehört dem Verein “Mobile Welten” selbst. In drei Jahren Feinarbeit wurde die Lokomobile wieder betriebsfähig instand gesetzt. Der TÜV erteilte ihr nach drei aufwendigen Prüfungen des Dampfkessels erneut die Zulassung. Vereinsvorsitzender Lange ergänzt “Angelikas” Historie zudem noch um ein charmantes Detail: „Ihr Besitzer hat sie einst nach seiner Liebsten benannt.“
Erst am 4. Juli konnte das Straßenbahnmuseum in die neue Saison starten. (Foto: Konstantin Klenke)
Erst am 4. Juli konnte das Straßenbahnmuseum in die neue Saison starten. (Foto: Konstantin Klenke)
Was gibt es noch?
Das Hannoversche Straßenbahnmuseum will mit seiner Sammlung die Entwicklung der Straßenbahn von der Pferdebahn bis zur modernen Stadtbahn im Original darstellen. Es hat rund 100 Fahrzeuge im Bestand und stellt sie aus. Auf dem Gelände sind Rundfahrten möglich. Zu den Neuerungen zählt ein Ausstellungsraum für Anzeigetafeln, Kassen, Fahrkarten- und Stempelautomaten.
Museumssprecher Bodo Krüger kann einen neuen Ausstellungsraum zeigen. (Foto: Konstantin Klenke)
Museumssprecher Bodo Krüger kann einen neuen Ausstellungsraum zeigen. (Foto: Konstantin Klenke)
Wann ist geöffnet und was kostet das?
Das Straßenbahnmuseum öffnet bis zum 31. Oktober an allen Sonn- und Feiertagen jeweils von 11 bis 17 Uhr. Erwachsene zahlen 7,50 Euro und ermäßigt 6,50 Euro Eintritt. Für Kinder bis 15 Jahre kostet der Eintritt 4 Euro. Modelleisenbahnanlage, Kino, Kinderspielzimmer und Fahrsimulator stehen derzeit coronabedingt nicht zur Verfügung. Auf dem Gelände gelten die Pandemieregeln.
Wie kommt man hin?
Das Straßenbahnmuseum befindet sich auf der Fläche des ehemaligen Kalibergwerks Hohenfels in Sehnde-Wehmingen, Am Straßenbahnmuseum 2. Die Telefonnummer lautet (05138) 4575. Von Hannover aus ist es mit dem Auto über die Bundesstraßen 65 und 443 erreichbar. Weitere Informationen gibt es hier.
Der kleine Ausflug

Spazieren und Hören am Lindener Berg
„Hallo, Sie sind ganz richtig!“, sagt die Stimme, im Hintergrund sind Bienengesumm und entferntes Verkehrsrauschen zu hören. „Hier ist das grüne Tor zur Stadt-Wildnis.“ Dieses Tor hat sich jetzt auf dem Lindener Berg aufgetan, wo die Stadt Hannover den neuen Hörspaziergang „Asselquasselwildniswalk“ installiert hat. Dieser kann über diesen Link geöffnet werden.
Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, hat den Hörspaziergang am Lindener Berg getestet. (Foto: Christian Behrens)
Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, hat den Hörspaziergang am Lindener Berg getestet. (Foto: Christian Behrens)
Der Hörspaziergang bietet per Audioguide Infos zur wilden Fauna und Flora. Erzählt werden diese kind- wie erwachsenengerecht; einerseits von der „Wildnisassel“, dem Maskottchen der Aktion, andererseits von Johann Hinrich Egestorff, geschäftstüchtiger Begründer der Industrialisierung Lindens.
Beide begleiten als fiktives und ungewöhnliches Paar den Spaziergänger rund 45 Minuten lang über sechs Stationen in einer Art Hörspiel durch die Wildnis des Lindener Bergs.
Die Runde beginnt gegenüber dem botanischen Schulgarten Linden an der Straße am Lindener Berge 50.
Raus mit dem Rad

Die Fahrradtour durch Burgwedels Dörfer ist 31,5 Kilometer lang. (Quelle: Google Maps)
Die Fahrradtour durch Burgwedels Dörfer ist 31,5 Kilometer lang. (Quelle: Google Maps)
Durch Burgwedels Dörfer
Bürgerstiftung und ADFC in Burgwedel haben eine Radtour ausgearbeitet, die die Dörfer des Städtchens im Nordosten Hannovers verbindet. Wir lassen, man möge uns verzeihen, Oldhorst aus und beschränken uns auf die übrigen sechs Ortschaften.
An den Kreisstraßen Burgwedels sind kilometerlang Fahrradstreifen markiert. (Foto: Bernd Haase)
An den Kreisstraßen Burgwedels sind kilometerlang Fahrradstreifen markiert. (Foto: Bernd Haase)
Die Tour startet am Bahnhof Großburgwedel und führt von dort zunächst ins Zentrum von Burgwedel, womit Ortsteil Nummer 1 bereits erreicht ist. Weiter geht es über die Kreisstraße nach Thönse, wobei schon etwas auffällt. Sie haben hier fleißig mit roter Fahrbe und entsprechenden Signets Fahrradstreifen markiert, die Auto- und Radverkehr besser voneinander trennen sollen. Das klappt ganz gut, wie wir auch auf dem weiteren Weg über Engensen und ins nahe gelegene Wettmar mit der Bockwindmühle feststellen dürfen.
Der Alte Posthof in Engensen ist als Biergarten geeigneter Treffpunkt auch für Fahrradfahrer. (Foto: Bernd Haase)
Der Alte Posthof in Engensen ist als Biergarten geeigneter Treffpunkt auch für Fahrradfahrer. (Foto: Bernd Haase)
Die Route führt nun durch das Waldgebiet Ahrensnestgehege, bis nach Fuhrberg, das weitaus nördlicher liegt als die anderen Burgwedeler Ortsteile. Zurück Richtung Süden geht es durch das Sprillgehege Richtung Würmsee. Rund um den Moorkolk wurde zuletzt ein Wanderweg mit Installationen und Aussichtsstellen angelegt. Die urige Gastwirtschaft ist leider derzeit geschlossen.
Der Würmsee bei Kleinburgwedel verspricht einige Erlebnisse. (Foto: Antje Bismark)
Der Würmsee bei Kleinburgwedel verspricht einige Erlebnisse. (Foto: Antje Bismark)
Wer mitgezählt hat, kommt auf fünf Ortschaften. Fehlt also noch Kleinburgwedel, das auch bald erreicht ist. Mit einem Schlenker erneut durch Großburgwedel ist der Ausgangspunkt am Bahnhof bald wieder erreicht.
Die beschriebene Tour ist knapp 31,5 Kilometer lang. Sie führt in der Regel über gut ausgebaute Straßen und Wege, Ausnahme sind Waldwege im Bereich Fuhrberg.
Großburgwedel ist von Hannover aus mit den Regionalzügen des Metronom und mit dem Auto über die Autobahn 37 Richtung Celle bis zum Kreuz Kirchhorst und dann über die Autobahn 7 zu erreichen.
Die Route im Detail
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Und schließlich ...

… sind die zahlreichen Störche in der Region derzeit stark mit der Aufzug ihres Nachwuchses beschäftigt. Dabei hat sie Ernst Sinner beobachtet und in der Stöckener Leinemasch dieses sehenswerte Foto geschossen. Vielen Dank dafür!
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