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HAZ "Mal raus" - Abenteuer in der Heide und verlängerter Badespaß

Liebe Leserinnen und Leser, unser Freizeit-Newsletter trägt den Titel "Mal raus", und das Wetter soll
HAZ "Mal raus"HAZ "Mal raus"
HAZ "Mal raus"
Liebe Leserinnen und Leser,
unser Freizeit-Newsletter trägt den Titel “Mal raus”, und das Wetter soll in den kommenden Tagen dergestalt bleiben, dass sich das auch lohnt. Ein in vielerlei Hinsicht ungewöhnlicher Sommer wird aber unweigerlich irgendwann zu Ende gehen, und deshalb denken wir am Schluss dieses Newsletters schon einmal sachte an den Herbst.
Zu den Kuriositäten gehört, dass viele Freibäder den üblichen Saisonschluss Mitte September verlängern und die meisten Hallenbäder trotzdem schon öffnen. Als Entscheidungshilfe, ob Sie lieber drinnen oder draußen baden gehen möchten, geben wir einen Überblick.
Wenn Sie etwas weiter ins Land möchten, lesen Sie doch einmal nach, was in Bispingen in der Lüneburger Heide so alles möglich ist. Modelleisenbahn, verrücktes Haus, Irrgarten und vieles mehr – es sollte eigentlich für jeden etwas dabei sein. In Sachen Radtour möchte ich Ihnen in Erinnerung rufen, wie schön es sich an der Weser fahren lässt, und wenn Sie das noch gar nicht wussten, sollten Sie es unbedingt ausprobieren.
Wie haben Ihnen die bisherigen elf Ausgaben von “Mal raus” gefallen? Wovon wünschen Sie sich mehr? Sollten Sie Anregungen für Touren oder auch Lob oder Kritik haben, mailen Sie uns gern an freizeit@haz.de.
Ansonsten: Munter bleiben und die sonnigen Tage genießen,
beste Grüße,
Bernd Haase
aus dem HAZ-Freizeit-Team

Der große Ausflug

Kleine Züge und andere Abenteuer
In Bispingen können Besucher einer riesigen Modellbaueisenbahnanlage beim Entstehen zuschauen. (Foto: Carolin George)
In Bispingen können Besucher einer riesigen Modellbaueisenbahnanlage beim Entstehen zuschauen. (Foto: Carolin George)
Wer Modelleisenbahnen baut, findet dabei offenbar nie ein Ende. Das gilt auch für Yogi Meiners, der für eine riesengroße Anlage zuständig ist. Eröffnet am 1. Juli unter der Skihalle in Bispingen, sind dort die Modellbauwelten die neue Attraktion im Horstfeldweg – einer Spielstraße der anderen Art. Denn hier, direkt an der Autobahn 7, gibt es nichts anderes als ein Vergnügungsangebot neben dem nächsten.
Tausende einzigartige Figuren haben Yogi Meiners und sein Team aus den Rohlingen gefertigt. (Foto: Carolin George)
Tausende einzigartige Figuren haben Yogi Meiners und sein Team aus den Rohlingen gefertigt. (Foto: Carolin George)
„Mit dem Grand Canyon fing alles an“, erzählt der gelernte Schlosser und jetzige Modellbahnbauer Meiners. „Zusammen mit meinem Sohn habe ich den ersten Berg überhaupt gebaut.“ Seither hat der 54-Jährige viel gelernt. „Wir haben schnell gemerkt, dass wir härteres Styropor brauchen, damit wir alle Landschaften noch betreten können, ohne dass es Dellen gibt. Jetzt nutzen wir Styropor, das auch im Hausbau verwendet wird.“
Fertig ist die Anlage aber noch lange nicht. Und so können die Besucher zwar bereits Hunderte Züge durch unterschiedliche Landschaften rollen sehen – aber sie sehen auch Projektleiter Yogi Meiners und seinem Team bei der Arbeit zu.
Weil es Teebäume als Modell nicht gab, dachten sich Yogi Meiners und sein Team kurzerhand etwas aus: Sie stellten die Teeplantage aus künstlichen Buchsbaumkugeln her. (Foto: Carolin George)
Weil es Teebäume als Modell nicht gab, dachten sich Yogi Meiners und sein Team kurzerhand etwas aus: Sie stellten die Teeplantage aus künstlichen Buchsbaumkugeln her. (Foto: Carolin George)
Ziel sind 500 Züge auf 20 Schienenkilometern. „Da sind wir noch nicht ganz“, gibt Meiners zu. Denn so einfach ist das selbst mit gekauften Zügen nicht, auch wenn für eine einzige Lok bis zu 6000 Euro bezahlt werden. „Sie sind nicht immer sofort einsetzbar", erklärt Meiners. „Häufig fahren sie zu schnell, dann müssen wir sie erst umbauen.“ Fazit des Projektleiters: „Eine Modelleisenbahn ist niemals richtig fertig. Auch diese nicht.“
Die Modellbauwelten sind zwar überdacht, aber an der frischen Luft. Sie sind derzeit von montags bis freitags sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet; samstags von 10 bis 19 Uhr. Mehr Informationen zu Preisen und der Anfahrt finden Sie hier.
So entsteht die neue Modelleisenbahnanlage in Bispingen. (Video: Carolin George)
So entsteht die neue Modelleisenbahnanlage in Bispingen. (Video: Carolin George)
Und sonst?
  • Die Modellbauwelten gehören zum Abenteuer Resort Bispingen inklusive Skihalle, Spielplatz und Oldtimer-Ausstellung. Mehr Infos gibt es unter www.abenteuer-resort.de.
  • Vor nicht einmal einem Jahr eröffnet, wirbt das benachbarte Abenteuerland Lüneburger Heide damit, der modernste Trampolinpark Deutschlands zu sein. Es gibt außerdem eine Boulderwand, einen Hochseilgarten und einen Ninja-Parcours. Weitere Informationen finden Sie unter www.abenteuerland.de.
  • Nebenan wartet der 2800 Quadratmeter große Irrgarten auf Leute mit gutem Orientierungssinn und starken Nerven. Er besteht aus einem Holzsystem und wird jedes Jahr umgesteckt. Mehr Informationen zum Irrgarten unter www.abenteuerlabyrinth.de.
  • Ein rasantes Erlebnis auf der Straße lässt sich auf der Kartbahn von Ralf Schumacher erleben. Weitere Informationen dazu unter www.rs-kartcenter.de.
Es sollte also für (fast) jeden etwas dabei sein in der Abenteuerwelt in Bispingen. Zu erreichen ist der Heideort von Hannover aus über die Autobahn 7 nach knapp 100 Kilometer Strecke. Mit Bahn über Soltau und dem Bus zum Zielort geht es auch, aber das dauert länger als zwei Stunden pro Fahrt.
Der kleine Ausflug

Lehrte in Grün
Die Tour „Gewässer in und um Lehrte“ führt unter anderen zum Waldsee in Hämelerwald. (Foto: privat)
Die Tour „Gewässer in und um Lehrte“ führt unter anderen zum Waldsee in Hämelerwald. (Foto: privat)
Waren Sie schon einmal am Waldsee in Hämelerwald? Kennen Sie den Heilpflanzengarten am Lehrter Krankenhaus? Wissen Sie, was es mit der Alten Poststation in Arpke auf sich hat? Wer Lehrte und seine Dörfer näher kennenlernen und sich obendrein über Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten informieren möchte, bekommt dafür jetzt eine Hilfestellung.
Der Arbeitskreis (AK) Stadt & Natur des Lehrter Stadtmarketingvereins hat gemeinsam mit Heimatforschern aus den Ortsteilen 16 Touren zusammengestellt, mit denen sich die Kernstadt und die Ortsteile erkunden lassen. Die Touren können zu Fuß, mit dem Fahrrad und dem Auto gemacht werden.
Raus mit dem Rad

Durch den großen Weserbogen
Die Strecke von Hameln nach Minden ist rund 65 Kilometer lang. (HAZ-Grafik: Llorens | GoogleMaps)
Die Strecke von Hameln nach Minden ist rund 65 Kilometer lang. (HAZ-Grafik: Llorens | GoogleMaps)
Der Weserradweg mit seiner Gesamtstrecke von 520 Kilometern von Hannoversch-Münden bis zur Nordseemündung bei Cuxhaven gehört zu den beliebtesten in Deutschland überhaupt. Wir möchten eine der schönsten Etappen schmackhaft machen, diejenige von Hameln nach Minden. Sie führt zum Schluss durch den großen Weserbogen und hat den Vorteil, dass Start- und Zielort von Hannover aus mit der S-Bahn zu erreichen sind.
Fachwerkbauten wie hier in Hameln prägen die Städte im Weserbergland. (Foto: Weserbergland-Tourismus)
Fachwerkbauten wie hier in Hameln prägen die Städte im Weserbergland. (Foto: Weserbergland-Tourismus)
Vom Bahnhof in Hameln aus geht es zunächst durch die malerische Altstadt zum Weserufer. Der Weg bleibt auf der rechten Flussseite und führt erst einmal an der etwas trubeligen Fischbecker Straße entlang hinaus aus der Rattenfängerstadt. Nach wenigen Kilometern bei Wehrbergen jedoch wird es merklich ruhiger; es geht nun zwischen Wiesen, Feldern und Teichen hindurch mal nahe, mal etwas entfernter am Flussufer entlang.
Wer Zeit hat und kulturell interessiert ist, kann einen kleinen Schlenker nach Fischbeck einlegen. Dort steht das Damenstift aus dem Jahr 955, verwunschen und eines der schönsten seiner Art weit und breit.
Die Gierseilfähre in Großenwieden. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
Die Gierseilfähre in Großenwieden. (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)
Der Ort Großenwieden bietet sich für eine Rast an – entweder im Biergarten oder am Uferkiosk. Dort verkehrt eine sogenannte Gierseilfähre, wobei aber Radler, die auf dem Hauptweg bleiben wollen, auf die Überfahrt verzichten. Durch Kohlenstädt und weitere Dörfchen führt der Weg weiter nach Westen zur nächsten etwas größeren Stadt an der Weser.
Der Marktplatz in Rinteln. (Foto: dpa)
Der Marktplatz in Rinteln. (Foto: dpa)
In Rinteln wechselt der Weg zum ersten Mal auf das andere Flussufer. Dort befindet sich das Zentrum mit dem historischen Marktplatz. Er ist allemal einen Zwischenstopp wert, denn er ist mit einem seit dem 13. Jahrhundert erhalten gebliebenen geschlossenen Fachwerkensemble eine Perle der Weserrenaissance.
Etwas außerhalb liegt der Haussee der Rintelner, der Doktorsee, bevor es dann Richtung Eisbergen und dort wieder auf die rechte Weserseite geht.
HAZ-Redakteur Bernd Haase ist häufig an der Weser unterwegs – gerne auch im großen Flussbogen. (Foto: Michael Thomas)
HAZ-Redakteur Bernd Haase ist häufig an der Weser unterwegs – gerne auch im großen Flussbogen. (Foto: Michael Thomas)
Langsam nähert sich die Tour dem großen Weserbogen, an dessen Ende der Fluss das Weserbergland verlässt und seinen Weg Richtung Norden nimmt. Der wiederum fällige Uferwechsel ist über die Brücke bei Vössen möglich. Die schönere Variante bietet aber etwas später die kleine Weserfähre Amanda in Rehme, wo sich am Anlieger ein Biergarten befindet. Allerdings stellt sie von Anfang Oktober an den Betrieb für die Wintermonate ein.
Durch die Flussaue geht es nun Richtung Porta Westfalica. Der Abstecher hinauf zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal bietet eine Herausforderung – es sei denn, man ist mit dem E-Bike unterwegs. Von oben bietet sich aber ein schöner Blick auf den Fluss auf der einen und das Tourziel Minden auf der anderen Seite.
Bis dorthin sind es dann noch sieben Kilometer.
Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal hat seit zwei Jahren ein neues Besucherzentrum. (Foto: Friso Gentsch/dpa)
Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal hat seit zwei Jahren ein neues Besucherzentrum. (Foto: Friso Gentsch/dpa)
Die Tour an der Weser ist knapp 70 Kilometer lang und führt meistens über asphaltierte, immer aber über gut ausgebaute Wege. Nach Hameln fährt von Hannover aus die S-Bahn-Linie 5, zwischen Hannover und Minden verkehrt die S1. Weitere Informationen zum gesamten Weserradweg finden Sie hier.
Die Strecke im Detail
Die Region entdecken

Der Sommer geht in die Verlängerung
Im Kleefelder Annabad soll erst Anfang Oktober Saisonschluss sein. (Foto: Katrin Kutter)
Im Kleefelder Annabad soll erst Anfang Oktober Saisonschluss sein. (Foto: Katrin Kutter)
Schwimmen und erfrischen unter freiem Himmel – in der Region Hannover ist das wegen des schönen Wetters noch in mehreren Bädern möglich, teilweise sogar ohne Reservierungspflicht. Einige Freibäder haben die Saison verlängert, teilweise bis zum kommenden Wochenende, teilweise sogar bis Anfang Oktober. Parallel dazu sind fast alle Hallenbäder geöffnet. Wir geben den großen Überblick, und den finden Sie hier.
Wohin am Wochenende?

Foto: Tim Schaarschmidt
Foto: Tim Schaarschmidt
Fahrradbörse am Hauptbahnhof
Auf einem abgesperrten Teil des Ernst-August-Platzes ist am Sonnabend, 19. September, wieder Fietsenbörse (Fiets heißt aus dem Holländischen übersetzt schlicht Fahrrad). Im Angebot sind Gebrauchträder jedweder Kategorie, sie kommen zu Festpreisen zwischen 60 und 400 Euro ins Angebot. Verkäufer können sich und ihr Angebot von 8 Uhr an registrieren lassen, Käufer dürfen von 10 Uhr an auf den Platz. Einen Bericht über die vergangene Fietsenbörse finden Sie hier.
Foto: Tina Hey/dpa
Foto: Tina Hey/dpa
Wiesn auf der Expo-Plaza
Die Veranstalter Max Tobschall und Nexhdet Hoxhaj laden für Freitag, 18. September, 16 bis 23 Uhr, zur Freiluft-Wiesn in den Biergarten auf der Expo-Plaza. Es gibt Livemusik mit der Oktoberfestband “Würzbuam” sowie ein anlassgerechtes Speisen- und Getränkeangebot. Das Kartenkontingent ist begrenzt. Tickets sind über die Agentur Eventim im Internet erhältlich, es soll aber auch Restkarten an der Tageskasse geben.
Foto: Irving Villegas
Foto: Irving Villegas
Saisonabschluss auf der Kulturwiese
Mit Theater, Tanz und Musik endet das Programm der Kulturwiese neben dem Faustgelände an der Ihme in Linden. Am Freitag, 18. September, 18 Uhr, bietet der “Salon Du Plants” ein musikalisch-lyrisches Format zur Poesie der Pflanzen. Danach tritt die Calaneya Dance Academy auf.
Am Sonnabend, 19. September, beginnt die Veranstaltung mit einem Talk über “Women in Musik”, im Anschluss gibt es Indie-Pop mit dem Duo “A Fox Burrow” aus Hannover sowie Gitarrenmusik mit der Sängerin Sobi aus London. Der Eintritt ist frei, aber wegen der Hygieneregeln dürfen immer nur 100 Besucher gleichzeitig auf dem Gelände sein.
Wahnsinn am Azzurro Beach
Die Komödianten Emmi & Willnowsky liefern sich auf der Freilichtbühne Azzurro Beach am Blauen See in Garbsen am Sonntag, 20. September, von 18 Uhr an eine zweistündige vergnüglich-fiese Eheschlacht; das Motto lautet “Der Wahnsinn geht weiter”. Tickets zum Preis von 28,50 Euro gibt es auf den Seiten www.leibniz-theater.de oder www.reservix.de im Internet.
Und schließlich

Schon mal an den Herbst denken
Statt Laternenumzug gibt es dieses Jahr im Großen Garten Laternenillumination. (Foto: Nancy Heusel)
Statt Laternenumzug gibt es dieses Jahr im Großen Garten Laternenillumination. (Foto: Nancy Heusel)
Bald ist kalendarischer Herbstanfang, obwohl das Wetter derzeit noch nicht darauf hinweist. Es lohnt sich trotzdem schon einmal, an die dritte Jahreszeit zu denken. Am Freitag, 23. Oktober, und Sonnabend, 24. Oktober, jeweils von 17.30 bis 19.30 Uhr, sowie am Sonntag, 25. Oktober, von 16.30 bis 18.30 Uhr, findet im Großen Garten in Herrenhausen eine Laternenillumination statt. Sie ersetzt den beliebten Laternenumzug, der aus bekannten Gründen in diesem Jahr ausfallen muss.
Warum wir das so früh erzählen? Es gibt nur ein begrenztes Ticketkontingent, und der Vorverkauf läuft seit dem 15. September an der Kasse des Großen Gartens und am Infopavillon. Erwachsene zahlen 4 Euro, ermäßigte Karten kosten 3 Euro, Kinder unter zwölf Jahren haben freien Eintritt, müssen aber trotzdem ein Ticket lösen. Alle Eintrittskarten sind datumsgebunden. Geboten werden Illumination, Laternenmusik und Herbstlieder. Besucher sind eingeladen, ihre eigenen Laternen mitzubringen.
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